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Immer etwas hinschreiben. Bei SQL: SELECT + Tabellen gibt schon Teilpunkte. Bei Pseudocode: Auch Teilalgorithmen zählen.
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Schneller zu schreiben, leichter zu korrigieren. Klammern/Semikolons weglassen, dafür sauber einrücken. Keine Sprachfeatures!
🗄️ SQL-Strategie
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Nicht schwafeln! Fachbegriffe nutzen, konkrete Antworten geben. Prüfer bewerten Inhalt, nicht Textlänge.
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UML-Syntax einhalten (Pfeilspitzen, Rauten). Bei ER: Kardinalitäten + FK-Seite angeben. Legende nicht vergessen.
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Netzwerk-Grundlagen

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Subnetting

CIDR, Netzadressen, Hosts

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IT-Sicherheit

CIA, Firewall, VPN, TLS

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Server & AD

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Virtualisierung & Cloud

Hypervisor, Container, IaaS/PaaS/SaaS

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Storage & Backup

RAID, 3-2-1, RPO/RTO

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WiSo

Arbeitsrecht, DSGVO, Sozialversicherung

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SQL & Datenbanken

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Programmierung & Code

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OSI-Modell

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SLA, Ausfallzeiten, MTBF/MTTR.

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Restore-Szenarien, RPO/RTO.

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Firewall-Regeln

Regeln formulieren und analysieren.

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80+ IT-Abkürzungen drillmäßig lernen.

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OSI-Modell – Die 7 Schichten

Das OSI-Modell beschreibt, wie Daten von einer Anwendung über ein Netzwerk zur anderen gelangen.

7 ApplicationHTTP, DNS, SMTP, FTP 6 PresentationTLS/SSL, JPEG, ASCII 5 SessionSitzungsverwaltung 4 TransportTCP/UDP, Ports, Segmente 3 NetworkIP, Router, Pakete 2 Data LinkMAC, Switch, Frames 1 PhysicalKabel, Signale, Bits

Merkhilfe:Please Do Not Throw Sausage Pizza Away"

Subnetting – Grundprinzip

Beim Subnetting teilst du ein großes Netzwerk in kleinere Teilnetze auf.

Beispiel: 192.168.1.0/24

  • Subnetzmaske: 255.255.255.0
  • Hosts: 2^8 - 2 = 254 nutzbare Adressen
  • Netzadresse: 192.168.1.0
  • Broadcast: 192.168.1.255

Bei /25 halbierst du das Netz: 2 Subnetze mit je 126 Hosts.

Aufbau einer IP-Adresse (/26 Beispiel):

192.168.1.0/26 → Maske 255.255.255.192 192 168 1 00 Host ← Netzanteil (26 Bit) → Host (6 Bit) /26 → 4 Subnetze à 64 Adressen (62 Hosts): .0 – .63Netz .0 / BC .63 .64 – .127Netz .64 / BC .127 .128 – .191Netz .128 / BC .191 .192 – .255Netz .192 / BC .255 Merke: Hosts = 2^(32−Präfix) − 2 · Blockgröße = 256 − Maskenoktett 1. Adresse = Netz (nicht nutzbar), letzte = Broadcast (nicht nutzbar)

RAID-Level im Überblick

RAID kombiniert mehrere Festplatten für Performance oder Ausfallsicherheit:

  • RAID 0: Striping – schnell, aber kein Schutz
  • RAID 1: Mirroring – volle Spiegelung, 50% Kapazitätsverlust
  • RAID 5: Striping + Parity – 1 Platte darf ausfallen, mindestens 3 Platten
  • RAID 6: Wie RAID 5, aber 2 Platten dürfen ausfallen
  • RAID 10: Kombination aus 1+0 – schnell und sicher, braucht min. 4 Platten
RAID 0 – Striping (kein Schutz) A1 · A3 A2 · A4 Daten verteilt = schnell, 0 Redundanz RAID 1 – Mirroring (Spiegel) A1 A2 A1 A2 Identische Kopie, 50% nutzbar RAID 5 – Striping + Parität (P) A1 · B2 · P A2 · P · C1 P · B1 · C2 1 Platte darf ausfallen (min. 3) RAID 10 – Spiegel + Striping A1 A1 A2 A2 gespiegelt + verteilt (min. 4) Nutzkapazität: RAID5 = (n-1)×Platte · RAID6 = (n-2)×Platte · RAID1/10 = 50%

Backup-Strategien

Die 3-2-1-Regel: 3 Kopien, auf 2 verschiedenen Medien, 1 davon extern.

  • Vollbackup: Alles wird gesichert – dauert lange, einfacher Restore
  • Inkrementell: Nur Änderungen seit letztem Backup – schnell, Restore braucht alle Teile
  • Differenziell: Änderungen seit letztem Vollbackup – Mittelweg

RPO = maximaler Datenverlust (wie viele Stunden darf man verlieren?)

RTO = maximale Wiederherstellungszeit (wie schnell muss es wieder laufen?)

VPN-Typen

  • Site-to-Site: Verbindet zwei Standorte dauerhaft (z.B. Firmenzentrale ↔ Filiale)
  • Client-to-Site: Einzelner Nutzer verbindet sich ins Firmennetz (z.B. Homeoffice)
  • Protokolle: IPsec (Site-to-Site), SSL/TLS-VPN (Browser-basiert, flexibel)

TLS-Handshake (Sequenzdiagramm)

So baut HTTPS eine sichere Verbindung auf:

Client Server 1. ClientHello (TLS-Version, Cipher) 2. ServerHello + Zertifikat + PublicKey Zertifikat prüfen 3. Pre-Master-Secret (verschlüsselt) Beide berechnen Session-Key (AES) 🔒 Verschlüsselte Daten (AES)

Hybrid: Asymmetrisch (RSA) nur für Schlüsseltausch → Symmetrisch (AES) für Daten = schnell + sicher.

Typische Firmen-Netzwerktopologie

Internet Firewall Router DMZ Web / Mail L3-Switch VLAN 10 Clients/PCs VLAN 20 Server VLAN 30 WLAN/Gäste

Typisch: Internet → Firewall → Router → L3-Switch → VLANs. DMZ separat für öffentliche Dienste.

Switching – VLANs & Trunks

VLANs trennen ein physisches Netzwerk logisch in mehrere Broadcast-Domänen:

  • Access-Port: Gehört zu einem VLAN, Frames ungetaggt (für Endgeräte)
  • Trunk-Port: Transportiert mehrere VLANs getaggt (802.1Q) zwischen Switches
  • Inter-VLAN-Routing: Kommunikation zwischen VLANs braucht Router oder Layer-3-Switch
  • STP: Verhindert Schleifen bei redundanten Switch-Verbindungen

Beispiel: VLAN 10 = Büro, VLAN 20 = Gäste, VLAN 30 = Server. Ohne Router kein Traffic zwischen den VLANs.

DHCP – 4 Schritte (DORA):

Client DHCP-Server 1. Discover (Broadcast) 2. Offer (IP-Angebot) 3. Request (Client wählt) 4. Acknowledge (Bestätigt)

Redundanz auf Schicht 2 – STP, RSTP & LACP

Ethernet-Frames haben keinen TTL-Zähler. Ein kreisender Broadcast wird deshalb nie verworfen: eine doppelt gepatchte Verbindung legt ohne Schutzmechanismus das ganze Segment lahm. Genau dafür gibt es Spanning Tree.

Die drei Normen auseinanderhalten

NormProtokollKonvergenz
802.1DSTP (klassisch)30–50 s
802.1wRSTP (Rapid)unter 1–2 s
802.1sMSTP (VLAN-Gruppen je Instanz)wie RSTP

Nicht verwechseln: 802.1Q = VLAN-Tagging, 802.1X = Portauthentisierung, 802.1AX = Link Aggregation.

Root Bridge und Pfadwahl

  • Bridge-ID = Priorität (Standard 32768) + MAC. Niedrigster Wert gewinnt.
  • Alle Switches haben denselben Standardwert → es entscheidet die MAC, also meist der älteste Switch. Deshalb am Core-Switch die Priorität manuell auf z. B. 4096 setzen (Schritte von 4096).
  • Root Port = geringste akkumulierte Pfadkosten zur Root Bridge. Gleichstand: niedrigere Bridge-ID des Nachbarn, dann niedrigere Port-ID.
  • Pfadkosten RSTP: 10 Gbit/s = 2.000, 1 Gbit/s = 20.000, 100 Mbit/s = 200.000. Altes 802.1D: 4 / 19 / 100.
  • Hello Time 2 s, Max Age 20 s, Forward Delay 15 s.

Zustände und Rollen

802.1D-Zustände: Blocking → Listening (15 s) → Learning (15 s) → Forwarding. Das ergibt die 30 bis 50 Sekunden.
RSTP-Zustände: nur noch Discarding, Learning, Forwarding.
RSTP-Rollen: Root, Designated und neu Alternate (anderer Weg zur Root) sowie Backup (redundanter Weg im selben Segment). Diese Vorberechnung ist der Grund für die schnelle Umschaltung.

Absicherung an Access-Ports

  • Edge Port / PortFast: Port zum Endgerät geht sofort in Forwarding (kein DHCP-Timeout). Niemals an Switch-Uplinks.
  • BPDU Guard: kommen an einem Edge Port BPDUs an, geht er in err-disable. Schützt vor untergesteckten Switches.
  • Root Guard: verhindert, dass ein Switch hinter diesem Port die Root-Rolle übernimmt (Port geht in root-inconsistent).

Schleife erkennen: Broadcast-Storm, MAC-Flapping in den Logs (gleiche MAC wechselt zwischen Ports), Switch-CPU nahe 100 %.

Link Aggregation (LACP)

LACP nach 802.3ad / 802.1AX bündelt mehrere physische Links zu einer logischen Schnittstelle. Vorteil gegenüber zwei einzelnen Uplinks: STP sieht nur einen Link und blockiert nichts – die Summenbandbreite bleibt nutzbar.

  • Modi: active/active und active/passive funktionieren. passive/passive nicht, weil keine Seite beginnt.
  • Voraussetzungen: gleiche Geschwindigkeit, gleicher Duplexmodus, identische VLAN-/Trunk-Konfiguration. Bis zu 8 aktive Links.
  • Ausfall eines Links: Bündel bleibt mit reduzierter Bandbreite in Betrieb, Umschaltung im Millisekundenbereich ohne STP-Neuaufbau.
  • LACP ist der Standard, PAgP die Cisco-Variante. Statisch („mode on") verzichtet auf Aushandlung und verdeckt Fehlverkabelung.
  • MLAG / Stacking: verteilt das Bündel auf zwei Switches, damit auch ein Switch-Ausfall überbrückt wird.

Prüfungsfalle: 4 × 1 Gbit/s per LACP ergeben nicht 4 Gbit/s für eine einzelne Übertragung. Die Verteilung erfolgt per Hash über Adress-/Portinformationen pro Flow – ein einzelner TCP-Stream bleibt auf einem Link und schafft maximal 1 Gbit/s. Die 4 Gbit/s entstehen nur bei vielen parallelen Verbindungen. Round Robin nutzt man nicht, weil Paketüberholung (Reordering) TCP ausbremst.

Routing & NAT

  • Statische Route: Manuell konfiguriert, z.B. ip route 10.0.0.0/8 192.168.1.1
  • Default Gateway: Router für alle Pakete die nicht im lokalen Netz liegen
  • NAT/PAT: Übersetzt private IPs in öffentliche. PAT nutzt Ports zur Unterscheidung
  • Routingtabelle: Enthält Zielnetz, Maske, Next Hop und Interface

IT-Sicherheit – Grundkonzepte

Die 3 Schutzziele (CIA-Triad):

  • Confidentiality: Nur Berechtigte dürfen Daten lesen (Verschlüsselung, Berechtigungen)
  • Integrity: Daten dürfen nicht unbemerkt verändert werden (Hashing, Signaturen)
  • Availability: Systeme müssen verfügbar sein (Redundanz, Backups, HA)

Wichtige Maßnahmen:

  • Firewall: Stateful = kennt Verbindungsstatus, Regeln nach Zonen (intern/DMZ/extern)
  • Zero Trust: Vertraue niemandem – auch intern wird jeder Zugriff geprüft
  • MFA: Mehrere Faktoren (Wissen + Besitz + Biometrie) für sichere Authentifizierung
  • Härtung: Unnötige Dienste deaktivieren, Default-Passwörter ändern, patchen

ISMS, ISO 27001 & IT-Grundschutz

Ein ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem) ist kein Produkt, sondern ein Rahmenwerk: Leitlinie, Richtlinien, Rollen, Risikomanagement, Maßnahmen, Kennzahlen und regelmäßige Überprüfung. Ziel ist ein steuerbares und nachweisbares Sicherheitsniveau statt Einzelmaßnahmen nach Bauchgefühl.

Die Normenfamilie auseinanderhalten

NormInhalt
ISO/IEC 27001Anforderungen an das ISMS – zertifizierbar
ISO/IEC 27002Leitfaden zu den Maßnahmen (Controls), nicht zertifizierbar
ISO/IEC 27005Risikomanagement für Informationssicherheit
BSI IT-GrundschutzKompendium mit konkreten Bausteinen; kombiniert zertifizierbar („ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz")

Nicht verwechseln: ISO 9001 = Qualität, ISO/IEC 20000 = IT-Servicemanagement, ISO 14001 = Umwelt.

PDCA – der Motor des ISMS

Plan (Geltungsbereich, Risiken, Maßnahmen) → Do (umsetzen, schulen) → Check (internes Audit, Kennzahlen, Wirksamkeit) → Act (nachsteuern). Ein einmal aufgesetztes ISMS reicht nicht, die Norm verlangt kontinuierliche Verbesserung.

Risikomanagement

  • Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit × Schadenshöhe
  • Behandlung: vermeiden (Tätigkeit unterlassen), vermindern (Maßnahme), übertragen (Versicherung, Dienstleister), akzeptieren (dokumentiert und von der Leitung freigegeben)
  • Das Restrisiko muss bewertet, dokumentiert und formal akzeptiert sein – ein Kernnachweis im Audit
  • Statement of Applicability (SoA): Pflichtdokument mit Begründung je Maßnahme aus Anhang A. Ohne SoA keine Zertifizierung
  • Anhang A (Fassung 2022): 93 Maßnahmen in 4 Themen – organisatorisch, personenbezogen, physisch, technologisch. Fassung 2013: 114 Maßnahmen in 14 Abschnitten

Rollen und Dokumente

  • Leitlinie (Policy): kurzes Grundsatzdokument, von der Geschäftsführung unterschrieben. Darunter Richtlinien und Arbeitsanweisungen.
  • ISB/CISO: steuert, berät, berichtet an die Leitung. Die Verantwortung bleibt bei der Geschäftsführung und ist nicht delegierbar. Wegen Interessenkonflikt nicht gleichzeitig IT-Administrator.
  • Audits: internes Audit (Pflicht, unabhängig vom geprüften Bereich) → Managementbewertung → Zertifizierungsaudit Stufe 1 (Dokumente) und Stufe 2 (Umsetzung vor Ort).
  • Zertifikat: 3 Jahre gültig, jährliche Überwachungsaudits, danach Re-Zertifizierung.

IT-Grundschutz konkret

Schutzbedarfsfeststellung: je Zielobjekt und je Schutzziel wird normal, hoch oder sehr hoch festgelegt. Der Schutzbedarf vererbt sich vom Geschäftsprozess auf die Systeme darunter (Maximumprinzip). Vorgehensweisen: Basis-, Standard- und Kern-Absicherung.

Informationssicherheit ≠ Datenschutz

Informationssicherheit schützt alle Unternehmenswerte (auch Kalkulationen, Konstruktionsdaten). Datenschutz schützt Personen und ihre personenbezogenen Daten. Schnittmenge sind die TOM nach Art. 32 DSGVO: technisch (Verschlüsselung, Zugriffskontrolle, Protokollierung, Backup) und organisatorisch (Rollenkonzept, Schulung, Löschkonzept).

Fristen merken: Datenschutzverletzung an die Aufsichtsbehörde unverzüglich, möglichst binnen 72 Stunden (Art. 33 DSGVO). Bei hohem Risiko zusätzlich die Betroffenen informieren (Art. 34).

Notfall statt Störung: BCM

Business Continuity Management (BSI-Standard 200-4): Business-Impact-Analyse, Notfallpläne, Wiederanlaufreihenfolge, Notfallübungen. Kenngrößen RTO (zulässige Ausfallzeit) und RPO (zulässiger Datenverlust).

PKI – Zertifikate, Kette und Sperrung

Eine PKI (Public Key Infrastructure) besteht aus CA (stellt Zertifikate aus), RA (prüft die Identität des Antragstellers), Verzeichnisdienst und Sperrdienst (CRL/OCSP), dazu Richtlinien (CP/CPS).

Chain of Trust

Root-CA (selbstsigniert, offline) → Intermediate-CAEndentitätszertifikat (Server, Benutzer). Vertrauen entsteht nur, weil das Root-Zertifikat im Trust Store des Clients liegt. Die Root-CA bleibt offline, weil ein gestohlener Root-Schlüssel die gesamte Hierarchie entwertet.

Häufigster Konfigurationsfehler: Der Server liefert die Intermediate-Zertifikate nicht mit → „Kette unvollständig". Bei manchen Clients funktioniert es zufällig aus dem Cache, bei anderen nicht.

Vom CSR zum Zertifikat

  1. Schlüsselpaar auf dem Server erzeugen
  2. CSR (PKCS#10) erstellen: enthält öffentlichen Schlüssel + Subject/SAN, signiert mit dem privaten Schlüssel als Besitznachweis
  3. CA prüft (DV/OV/EV) und signiert
  4. Zertifikat plus Kette auf dem Server einbinden

Merksatz: Der private Schlüssel verlässt den Server nie – er steckt nicht im CSR. Wer ihn kopiert, kann sich als dieser Server ausgeben.

Wichtige Felder im X.509-Zertifikat

  • SAN (Subject Alternative Name): die zulässigen Hostnamen. Browser prüfen nur SAN, der Common Name wird ignoriert.
  • Not Before / Not After: Gültigkeit. Falsche Systemzeit erzeugt „noch nicht gültig".
  • Basic Constraints CA:TRUE: kennzeichnet ein CA-Zertifikat. Endentitäten haben CA:FALSE.
  • Key Usage / Extended Key Usage: begrenzt den Zweck (serverAuth, clientAuth, codeSigning).
  • Issuer, Seriennummer, Signaturalgorithmus, Fingerprint

Ein Wildcard *.firma.de ersetzt genau ein Label: www.firma.de ja, a.b.firma.de nein, firma.de selbst auch nicht.

Sperrung prüfen

VerfahrenPrinzipNachteil
CRLperiodisch veröffentlichte Sperrlistegroß, kann veraltet sein
OCSPOnline-Abfrage je ZertifikatLatenz, Responder sieht das Surfverhalten
OCSP StaplingServer liefert die signierte Statusauskunft mitmuss am Server konfiguriert sein

Validierungsstufen und Automatisierung

DV = nur Domainkontrolle, OV = zusätzlich Organisationsprüfung, EV = erweiterte Prüfung. Technisch verschlüsseln alle drei gleich stark – der Unterschied liegt nur in der Prüftiefe. ACME (z. B. Let's Encrypt) automatisiert Beantragung, Validierung und Erneuerung; bei 90 Tagen Laufzeit ist das Pflicht.

Dateiformate

PEM Base64-Text (BEGIN/END), DER binär, PKCS#12 (.pfx/.p12) Container mit privatem Schlüssel – immer mit Passwort schützen, PKCS#10 = CSR, PKCS#7 (.p7b) = Kette ohne Schlüssel.

Signieren oder verschlüsseln?

Signieren: mit dem privaten Schlüssel des Absenders, geprüft mit dessen öffentlichem → Authentizität und Integrität.
Verschlüsseln: mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers, entschlüsselt nur er mit seinem privaten → Vertraulichkeit.
Das ist die häufigste Verwechslung in der AP2.

TLS arbeitet hybrid: asymmetrisch für Authentisierung und Schlüsselaustausch, symmetrisch (AES) für die Nutzdaten. Mit PFS (ephemeral DH / ECDHE) lassen sich alte Mitschnitte auch nach Diebstahl des Serverschlüssels nicht mehr entschlüsseln. Bei mTLS weist sich zusätzlich der Client mit einem Zertifikat aus.

Kompromittierung – Reihenfolge

1. Zertifikat bei der CA sperren. 2. Neues Schlüsselpaar erzeugen (nicht nur ein neues Zertifikat auf den alten Schlüssel). 3. Ausrollen. 4. Ursache beheben und betroffene Systeme prüfen.

Virtualisierung & Cloud

  • Typ-1-Hypervisor: Direkt auf Hardware (ESXi, Hyper-V) – für Server
  • Typ-2-Hypervisor: Auf einem OS (VirtualBox) – für Desktops/Tests
  • Snapshots: Momentaufnahme einer VM – ideal vor Updates, schnell zurücksetzbar
  • Container (Docker): Leichtgewichtiger als VM, teilt Host-Kernel, isoliert Anwendungen

Cloud-Modelle:

  • IaaS: Infrastruktur mieten (VMs, Storage) – du verwaltest OS + Apps
  • PaaS: Plattform mieten (Runtime, DB) – du schreibst nur den Code
  • SaaS: Fertige Software nutzen (Office 365, Gmail) – du nutzt nur
  • Public/Private/Hybrid: Geteilte vs. eigene vs. gemischte Infrastruktur

Server & Active Directory

  • Active Directory: Zentraler Verzeichnisdienst für Windows-Domänen (Benutzer, Computer, GPOs)
  • Domain Controller: Server der die AD-Datenbank hostet und Authentifizierung bereitstellt
  • GPO: Gruppenrichtlinien – erzwingen Einstellungen zentral (Passwort-Policy, Software, Firewall)
  • OU: Organizational Unit – Container zur Strukturierung (Abteilungen, Standorte)
  • Kerberos: Authentifizierungsprotokoll mit Tickets, max. 5 Min. Zeitdifferenz erlaubt

Linux-Basics:

  • systemctl start/stop/enable – Dienste steuern
  • apt install / yum install – Pakete installieren
  • /etc/passwd = Benutzerdaten, /etc/shadow = Passwort-Hashes
  • chmod 755 = Owner rwx, Gruppe r-x, Andere r-x

WLAN – Grundlagen

  • 2,4 GHz: 3 nicht-überlappende Kanäle (1, 6, 11), mehr Reichweite, mehr Störungen
  • 5 GHz: Mehr Kanäle, weniger Interferenz, kürzere Reichweite, höherer Durchsatz
  • WPA2-Personal: Gemeinsames Passwort (PSK) für alle
  • WPA2/3-Enterprise: Individuelle Authentifizierung über RADIUS-Server (802.1X)
  • Roaming: Client wechselt automatisch zum stärkeren AP (802.11r = Fast Roaming)
  • WLAN-Controller: Zentrale Verwaltung vieler APs (Kanäle, Leistung, Policies)

Tipp: Viele APs mit niedriger Sendeleistung sind besser als ein starker AP.

Monitoring & Betrieb

  • SNMP: Protokoll zur Geräteüberwachung (v3 verschlüsselt, v1/v2c unsicher)
  • SLA: Vereinbarte Verfügbarkeit, z.B. 99,9% = max. 8,76h Downtime/Jahr
  • MTTR: Durchschnittliche Reparaturzeit (je kürzer, desto besser)
  • MTBF: Durchschnittliche Zeit zwischen Ausfällen (je höher, desto zuverlässiger)
  • SPOF: Single Point of Failure – Komponente ohne Redundanz, Ausfall = Totalausfall
  • Eskalation: L1 → L2 → L3 (funktional) oder zeitbasiert → Management (hierarchisch)

ITIL-Begriffe:

  • Incident: Einzelner Vorfall – schnell Workaround finden
  • Problem: Ursache wiederkehrender Incidents – Root Cause Analysis
  • Change Management: Jede Änderung planen, genehmigen, dokumentieren

Verfügbarkeit → max. Ausfallzeit pro Jahr:

99 % 3,65 Tage Downtime/Jahr 99,9 % 8,76 h Downtime/Jahr 99,99 % 52,6 min/Jahr 99,999 % 5,26 min/Jahr ("five nines") Formel: Ausfallzeit = Servicezeit × (100 − Verfügbarkeit%) / 100

Automatisierung & Scripting

Wiederkehrende Aufgaben durch Skripte automatisieren = schneller, konsistenter, weniger Fehler.

  • Bash (Linux): #!/bin/bash, Variablen mit $name, Schleifen, Pipes (|)
  • PowerShell (Windows): Get-Service, Get-Process, Pipeline-Konzept
  • Cron: Zeitgesteuert, z.B. 0 3 * * * = täglich 3 Uhr
  • Aufgabenplanung (Windows): Zeitgesteuert oder ereignisbasiert (taskschd.msc)
  • Exit-Code: 0 = Erfolg, alles andere = Fehler → Fehlerbehandlung mit $?

Tools: Ansible (agentlos, YAML-Playbooks), Terraform (IaC für Cloud-Infrastruktur)

Grundregel: Wird etwas mehr als 2-3 Mal gemacht → automatisieren.

Fehlersuche im Netzwerk

Systematisch von unten nach oben (OSI) oder von nah nach fern prüfen:

  1. ipconfig /all (Win) / ip a (Linux) – IP, Gateway, DNS prüfen
  2. ping 127.0.0.1 – Eigener TCP/IP-Stack OK?
  3. ping [Gateway] – Lokales Netz erreichbar?
  4. ping 8.8.8.8 – Internet erreichbar?
  5. nslookup google.de – DNS funktioniert?
  6. tracert [Ziel] – Wo bleibt das Paket hängen?
  7. netstat -an – Welche Ports lauschen, welche Verbindungen bestehen?

169.254.x.x = DHCP-Problem. Ping geht, Name nicht = DNS-Problem.

WiSo – Überblick

  • Probezeit Ausbildung: 1-4 Monate, beidseitig kündbar ohne Frist
  • Nach Probezeit: Nur fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (oder Azubi mit 4 Wochen Frist)
  • 5 Sozialversicherungen: Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflege-, Unfallversicherung
  • Unfallversicherung: Trägt nur der Arbeitgeber
  • Brutto → Netto: Abzug von Steuern (Lohnsteuer, Soli, KiSt) + Sozialabgaben (KV, RV, AV, PV)
  • Betriebsrat: Ab 5 Wahlberechtigten möglich, vertritt Arbeitnehmerinteressen
  • Tarifvertrag: Gewerkschaft ↔ Arbeitgeberverband, regelt Lohn, Arbeitszeit, Urlaub

Azubi-Pflichten: Lernpflicht, Sorgfalt, Weisungen befolgen, Berichtsheft führen, Betriebsgeheimnisse wahren.

Urheberrecht & Lizenzmanagement

Software ist nach § 69a UrhG als Computerprogramm geschützt. Der Schutz entsteht automatisch mit der Schöpfung – ohne Registrierung, ohne ©-Zeichen. Das ©-Zeichen ist nur ein Hinweis, keine Voraussetzung.

Die Paragraphen, die in der AP2 vorkommen

NormRegelt
§ 69aComputerprogramme sind geschützte Werke
§ 69bSoftware von Arbeitnehmern: der Arbeitgeber darf alle vermögensrechtlichen Befugnisse ausüben
§ 69d Abs. 2Recht auf Sicherungskopie – vertraglich nicht abdingbar
§ 69eDekompilierung nur zur Herstellung der Interoperabilität
§ 64Schutzdauer: 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers

Das Urheberrecht selbst ist nicht übertragbar (§ 29 UrhG). Übertragen werden nur Nutzungsrechte: einfach (mehrere dürfen nutzen) oder ausschließlich (nur der Erwerber).

Schutzrechte abgrenzen

RechtSchutzgegenstandDauer
UrheberrechtWerke, auch Software70 Jahre p. m. a.
Patenttechnische Erfindung20 Jahre ab Anmeldung
MarkeKennzeichen10 Jahre, verlängerbar
DesignErscheinungsformbis 25 Jahre

Software „als solche" ist nach Art. 52 EPÜ nicht patentierbar. Patente gibt es nur für computerimplementierte Erfindungen mit technischem Beitrag.

Lizenzmodelle

  • Copyleft (GPL, AGPL): abgeleitete Werke nur unter gleicher Lizenz, Quellcode mitliefern. Deshalb in geschlossenen Produkten heikel.
  • Permissiv (MIT, BSD, Apache 2.0): Einbindung auch in proprietäre Software erlaubt, meist nur Namens- und Lizenznennung.
  • Freeware = kostenlos, aber kein Quellcode und kein Änderungsrecht. Shareware = eingeschränkte Testversion. Nicht mit Open Source verwechseln.
  • Creative Commons: BY = Namensnennung, SA = Weitergabe unter gleichen Bedingungen, NC = nicht kommerziell, ND = keine Bearbeitung, CC0 = weitgehender Rechteverzicht.

CAL-Rechnung – die typische Prüfungsaufgabe

Bei Serverprodukten reicht die Serverlizenz nicht: zusätzlich braucht es eine Client Access License je Benutzer (User-CAL) oder je Gerät (Device-CAL).

Beispiel: 40 Mitarbeiter in 2 Schichten an 25 Arbeitsplätzen.
User-CAL: 40 Lizenzen. Device-CAL: 25 Lizenzen → Device-CAL ist günstiger, weil die Geräte geteilt werden.
Umgekehrt lohnt die User-CAL, wenn eine Person mit Notebook, Tablet und Smartphone zugreift.
Regel: mehr Personen als Geräte → Device-CAL. Mehr Geräte als Personen → User-CAL.

Gebrauchtsoftware und Audits

  • Erschöpfungsgrundsatz (EuGH „UsedSoft"): eine unbefristete Volllizenz darf weiterverkauft werden, wenn der Verkäufer seine Kopie unbrauchbar macht. Volumenlizenzen dürfen nicht aufgespalten werden.
  • Unterlizenzierung ist eine Urheberrechtsverletzung: Nachkauf zum Listenpreis, Nachzahlung, Schadensersatz.
  • Nachweiskette im Audit: Rechnung + Lizenzurkunde/Vertrag + aktuelle Inventarisierung der Installationen. Ein Screenshot genügt nicht.
  • Fremde Bilder: Auffindbarkeit über eine Bildersuche ist keine Erlaubnis. Ohne Lizenz folgen Abmahnung, Unterlassung und Schadensersatz.

SQL – Datenbankabfragen

SQL ist die Sprache zur Abfrage und Manipulation von Datenbanken. Kommt in JEDER GA1-Prüfung.

  • SELECT: SELECT name, alter FROM kunden WHERE stadt='Berlin';
  • COUNT: SELECT COUNT(*) FROM bestellungen WHERE datum='2024-01-15';
  • CREATE TABLE: CREATE TABLE produkt (id INT PRIMARY KEY, name VARCHAR(50), preis DECIMAL(8,2));
  • JOIN: Verknüpft Tabellen: SELECT k.name, b.datum FROM kunden k JOIN bestellungen b ON k.id = b.kunden_id;
  • ORDER BY: SELECT * FROM windrad ORDER BY leistung DESC LIMIT 3; (Top 3)

Wichtige Datentypen: INT (Ganzzahl), VARCHAR(n) (Text), DECIMAL(m,n) (Kommazahl), DATE, BOOLEAN

Programmierung – Grundlagen für die AP2

In der GA1 musst du Code lesen, verstehen, Fehler finden und ergänzen.

  • Variablen: int max = 0; – speichert einen Wert
  • Array: int[] werte = {10, 20, 30}; – Liste von Werten, Index startet bei 0
  • Schleife: for(int i=0; i<werte.length; i++) – wiederholt Code
  • Bedingung: if(werte[i] > max) { max = werte[i]; }
  • Typischer Fehler: Falsche Variable überschrieben (z.B. max statt max2)

Datentypen: byte (0-255, 1 Byte), int (±2 Mrd, 4 Bytes), float (Kommazahl, 4 Bytes), char (1 Zeichen)

Fehlerarten: Syntaxfehler (Code ungültig) vs. Semantikfehler (Logik falsch, Code läuft aber falsches Ergebnis)

Datenberechnung – Formeln für die Prüfung

  • Bildgröße: Breite × Höhe × Farbtiefe (Bit) = Datenmenge pro Bild
  • Video/Sekunde: Bildgröße × FPS = Daten/Sekunde
  • Übertragungszeit: Datenmenge (Bit) ÷ Bandbreite (Bit/s) = Sekunden
  • Einheiten: 1 Byte = 8 Bit, 1 KiB = 1024 Byte, 1 MiB = 1024 KiB, 1 GiB = 1024 MiB

Beispiel: 1920×1080 Pixel, 24 Bit Farbe, 10 FPS:
1920 × 1080 × 24 = 49.766.400 Bit/Bild = ~5,93 MiB/Bild
× 10 FPS = ~59,3 MiB/s unkomprimiert

Programmablaufplan (PAP) – Symbole & Aufbau

Der Programmablaufplan (Flussdiagramm) stellt einen Algorithmus grafisch dar. Die Symbole sind in DIN 66001 genormt – nicht verwechseln mit DIN 66261 für das Struktogramm.

Start / Ende Grenzstelle Operation Verarbeitung, Zuweisung Ein-/Ausgabe Parallelogramm Bedingung? Verzweigung (Raute) Unterprogr. Funktionsaufruf A Übergangsstelle Ablauflinie mit Pfeilrichtung Zweige immer mit ja / nein beschriften!

Beispiel: Summe von 10 eingelesenen Zahlen

Start
  │
  ▼
[ summe = 0 ; i = 0 ]        ← Operation (Initialisierung!)
  │
  ▼
/ Zahl einlesen /            ← Ein-/Ausgabe
  │
  ▼
[ summe = summe + zahl ]
  │
  ▼
[ i = i + 1 ]
  │
  ▼
< i < 10 ? >  ── ja ──┐      ← Verzweigung
  │ nein              │
  │      ┌────────────┘
  │      └──► zurück zu „Zahl einlesen"
  ▼
/ summe ausgeben /
  │
  ▼
Ende

Prüfungsfallen: Die Initialisierung von Summe und Zähler wird häufig vergessen. Und jeder Ausgang einer Raute braucht eine Beschriftung – fehlt sie, ist der Ablauf nicht eindeutig und es gibt Punktabzug.

Schleifen im PAP

  • Kopfgesteuert (while): Raute vor dem Schleifenkörper → der Körper kann nullmal laufen.
  • Fußgesteuert (do-while / repeat-until): Raute nach dem Körper → der Körper läuft mindestens einmal.
  • Zählergesteuert (for): Initialisierung, Bedingungsraute, Körper, Zähler erhöhen, Rücksprung.

PAP oder Struktogramm?

ProgrammablaufplanStruktogramm
NormDIN 66001DIN 66261 (Nassi-Shneiderman)
AufbauSymbole + Ablaufliniengeschachtelte Blöcke
Sprüngemöglich (GOTO-fähig)nicht möglich
Folgeverleitet zu „Spaghetticode"erzwingt strukturierte Programmierung

UML-Diagramme

UML (Unified Modeling Language) visualisiert Systeme und Abläufe. Kommt in jeder AP2.

  • Aktivitätsdiagramm: Zeigt Ablauf/Workflow (Start → Entscheidungen → Ende). Wie ein Flussdiagramm.
  • Klassendiagramm: Zeigt Struktur (Klassen, Attribute, Methoden, Beziehungen). Statisch.
  • Sequenzdiagramm: Zeigt zeitlichen Nachrichtenfluss zwischen Objekten (Lebenslinien + Pfeile).
  • Zustandsdiagramm: Zeigt Zustände eines Objekts und Übergänge durch Events.
  • Anwendungsfalldiagramm (Use Case): Zeigt Akteure und Funktionen des Systems.
  • Aggregation (◇): "hat ein" – Teil kann ohne Ganzes existieren (Auto hat Räder)
  • Komposition (◆): "besteht aus" – Teil existiert NUR mit Ganzem (Haus besteht aus Räumen)
  • Kardinalität: 1:1, 1:n, n:m – wie viele Objekte in Beziehung stehen

Aktivitätsdiagramm – Bestellprozess (Swimlanes):

Kunde System Versand Bestellung aufgeben Bestellung prüfen Lager? [ja] [nein] Absage erhalten Paket versenden Paket empfangen

● = Start, ◆ = Entscheidung, abgerundete Rechtecke = Aktionen, ⊕ = Ende. Swimlanes trennen Verantwortlichkeiten.

Entity-Relationship-Diagramm (ERD) – Webshop:

Kunden 🔑 id (PK) name, stadt email Bestellungen 🔑 id (PK) 🔗 kunden_id (FK) datum, betrag Produkte 🔑 id (PK) name, preis kategorie 1:n n:m 🔑 = Primärschlüssel (PK) · 🔗 = Fremdschlüssel (FK) · 1:n = Ein Kunde hat viele Bestellungen · n:m = Bestellung enthält viele Produkte

Sequenzdiagramm – Login-Prozess:

Client Server Datenbank 1. Login (User, Pass) 2. SELECT * WHERE user=? 3. User-Daten (Hash) Hash vergleichen 4. 200 OK + Token alt: 401 Unauthorized

Sequenzdiagramm: Vertikale Linien = Lebenslinien (Objekte), horizontale Pfeile = Nachrichten. Zeit fließt von oben nach unten.

Mail-Sicherheit – DKIM, SPF, DMARC

Schutz vor gefälschten E-Mails (Spoofing/Phishing). Kommt seit 2024 in der AP2.

  • SPF: DNS-TXT-Record der festlegt welche Server Mails für eine Domain senden dürfen
  • DKIM: Digitale Signatur im Mail-Header. Public Key liegt im DNS, Private Key beim Mailserver
  • DMARC: Policy die sagt was bei SPF/DKIM-Fehler passiert (reject, quarantine, none)

Zusammenspiel: Empfänger-Server prüft: Ist Absender-IP in SPF? Stimmt DKIM-Signatur? → Falls nein: DMARC-Policy anwenden.

DNS-Recordtypen im Überblick

Eine DNS-Zone besteht aus Ressourceneinträgen (Records). Die wichtigsten für die AP2:

RecordZweckBeispiel
AName → IPv4www → 192.0.2.10
AAAAName → IPv6www → 2001:db8::10
CNAMEAlias auf anderen Namenshop → webhost.provider.net
MXMailserver (mit Priorität)10 mail.firma.de
PTRReverse IP → Namein-addr.arpa / ip6.arpa
NSautoritative Nameserver / Delegationns1.provider.net
SOAZonenverwaltung, Seriennummer1× pro Zone
TXTTextwerte: SPF, DKIM, DMARC, Verifizierung"v=spf1 ..."
SRVDienst + Host + Port_ldap._tcp (AD)

Prüfungsfallen: Ein MX zeigt auf einen Namen, nicht direkt auf eine IP. Ein CNAME darf nicht auf dem Zone-Apex (firma.de selbst) stehen und nicht neben anderen Records. Nach einer Änderung greift die neue Adresse erst, wenn die TTL des alten Eintrags im Cache abgelaufen ist – deshalb die TTL vor Umstellungen herabsetzen. Die Seriennummer im SOA muss bei jeder Änderung steigen, sonst holt der Secondary die Zone nicht neu.

ER-Diagramm (Entity-Relationship) – Vertiefung

Ein ER-Diagramm modelliert die Struktur einer Datenbank bevor sie technisch umgesetzt wird.

  • Entität: Ein Objekt/Ding (Rechteck) – z.B. Kunde, Bestellung, Produkt
  • Attribut: Eigenschaft einer Entität – z.B. Name, Preis, Datum
  • Beziehung: Verbindung zwischen Entitäten (Raute oder Linie)
  • Primärschlüssel (PK): Eindeutiger Identifikator, unterstrichen
  • Fremdschlüssel (FK): Verweist auf PK einer anderen Tabelle

Kardinalitäten:

  • 1:1 – Ein Mitarbeiter hat genau einen Parkplatz
  • 1:n – Eine Abteilung hat viele Mitarbeiter (häufigster Fall)
  • n:m – Studenten belegen viele Vorlesungen (braucht Zwischentabelle!)

Chen-Notation: Entitäten = Rechtecke, Attribute = Ovale, Beziehungen = Rauten.

Crow's-Foot-Notation: Beziehungen als Linien mit Gabelung (viele) oder Strich (eins) am Ende.

Prüfungstipp: Aus Text die Entitäten, Attribute und Kardinalitäten ableiten. Signalwörter: "hat", "gehört zu", "besteht aus", "kann mehrere haben".

Sequenzdiagramm – Vertiefung

Ein Sequenzdiagramm zeigt den zeitlichen Ablauf von Nachrichten zwischen Objekten.

  • Lebenslinie: Vertikale gestrichelte Linie unter jedem Objekt (Akteur/System)
  • Synchrone Nachricht (→): Sender wartet auf Antwort (durchgezogener Pfeil)
  • Asynchrone Nachricht (⇢): Sender wartet nicht (offener Pfeil)
  • Rücknachricht (- - →): Antwort, gestrichelter Pfeil zurück
  • Aktivierungsbalken: Dicker Balken auf Lebenslinie = Objekt ist aktiv
  • alt-Fragment: Alternative Abläufe (if/else), z.B. [Login OK] / [Login fehlgeschlagen]
  • loop-Fragment: Wiederholung (Schleife)

Leserichtung: Von oben nach unten = zeitlicher Ablauf. Von links nach rechts = Kommunikationsrichtung.

Prüfungstipp: In der AP2 häufig: Client-Server-Kommunikation, Login-Prozesse, Datenbankabfragen als Sequenzdiagramm darstellen.

Pfeilarten sicher unterscheiden

NachrichtLiniePfeilspitze
synchron (Sender wartet)durchgezogenausgefüllt
asynchron (Sender läuft weiter)durchgezogenoffen
Antwort / Returngestricheltoffen

Kombinierte Fragmente

  • alt – Alternative (if/else), mehrere Bereiche mit Bedingungen in eckigen Klammern (Guards)
  • opt – optionaler Ablauf (if ohne else)
  • loop – Wiederholung, Guard z. B. loop [für jede Position]
  • par – parallele, nebenläufige Abläufe
  • break – Abbruch des umgebenden Ablaufs
  • ref – Verweis auf ein anderes Sequenzdiagramm (hält große Diagramme lesbar)

Objekte erzeugen und zerstören

Eine Nachricht mit dem Stereotyp «create» auf das Objektsymbol zeigt die Erzeugung. Ein X am Ende der Lebenslinie bedeutet Zerstörung (destroy) – danach endet die Linie.

Zwei Prüfungsfallen: Die senkrechte Achse ist keine maßstäbliche Zeitachse – nur die Reihenfolge der Nachrichten zählt, nicht der Abstand. Und: Sequenzdiagramm ≠ Kommunikationsdiagramm. Beide zeigen denselben Nachrichtenaustausch, aber das Sequenzdiagramm betont die zeitliche Abfolge, das Kommunikationsdiagramm (früher Kollaborationsdiagramm) das Netz der Objektbeziehungen mit numerierten Nachrichten.

JSON & XML – Datenaustauschformate

Für den Austausch von Daten zwischen Systemen gibt es verschiedene Formate:

JSON (JavaScript Object Notation)

{ "name": "Max", "alter": 25, "aktiv": true }
  • Leichtgewichtig, gut lesbar
  • Standard für REST-APIs
  • Datentypen: String, Number, Boolean, Array, Object, null

XML (Extensible Markup Language)

<person><name>Max</name><alter>25</alter></person>
  • Verbose, aber sehr strukturiert
  • Schema-Validierung (XSD) möglich
  • Standard für SOAP, Konfigurationsdateien

CSV (Comma-Separated Values): Einfachstes Format. Keine Verschachtelung, keine Typen, keine Hierarchie.

Vergleich:

  • JSON: Standard für Web-APIs, kompakt, JS-nativ
  • XML: Für komplexe Dokumente, SOAP, Konfiguration, Schema-Validierung
  • CSV: Für tabellarische Massendaten, Import/Export, Excel

REST-API – Grundlagen

REST (Representational State Transfer) ist der Standard für Web-APIs.

HTTP-Methoden:

  • GET – Daten abrufen (lesen). Beispiel: GET /api/kunden/5
  • POST – Neue Ressource erstellen. Beispiel: POST /api/kunden + Body mit Daten
  • PUT – Ressource komplett aktualisieren. Beispiel: PUT /api/kunden/5
  • PATCH – Ressource teilweise aktualisieren
  • DELETE – Ressource löschen. Beispiel: DELETE /api/kunden/5

HTTP-Statuscodes:

  • 200 OK – Erfolgreich
  • 201 Created – Ressource erstellt (nach POST)
  • 400 Bad Request – Fehlerhafte Anfrage (Client-Fehler)
  • 401 Unauthorized – Nicht authentifiziert
  • 403 Forbidden – Authentifiziert aber nicht berechtigt
  • 404 Not Found – Ressource existiert nicht
  • 500 Internal Server Error – Server-Fehler

Prinzipien: Stateless (kein Session-State auf Server), Ressourcen-orientiert (URLs = Nomen), JSON als Standard-Format, einheitliche Schnittstelle.

REST vs. SOAP: REST ist leichtgewichtig (JSON, HTTP), SOAP ist formal (XML, WSDL, WS-Security). REST ist heute Standard für Web-APIs.

Binäre Suche

Die Binäre Suche findet ein Element in einer sortierten Liste durch wiederholtes Halbieren.

Voraussetzung: Array muss sortiert sein!

Ablauf:

  1. Mitte des Arrays bestimmen: mitte = (links + rechts) / 2
  2. Vergleiche Suchwert mit Mitte
  3. Wenn gleich → gefunden!
  4. Wenn kleiner → suche in linker Hälfte weiter
  5. Wenn größer → suche in rechter Hälfte weiter
  6. Wiederhole bis gefunden oder Bereich leer

Pseudocode:

FUNKTION binaereSuche(array, suchwert):
  links = 0
  rechts = array.length - 1
  SOLANGE links <= rechts:
    mitte = (links + rechts) / 2
    WENN array[mitte] == suchwert:
      RETURN mitte          // gefunden!
    WENN array[mitte] < suchwert:
      links = mitte + 1     // rechte Hälfte
    SONST:
      rechts = mitte - 1    // linke Hälfte
  RETURN -1                 // nicht gefunden

Laufzeit: O(log n) – bei 1.000.000 Elementen maximal 20 Vergleiche! Lineare Suche bräuchte bis zu 1.000.000.

Prüfungstipp: Wird oft gefragt: "Wie viele Schritte braucht man maximal?" → log₂(n) aufrunden.

Sortieralgorithmen

Sortierung ist eine Grundoperation. Hier die drei wichtigsten für die AP2:

Bubble Sort (Austauschsortierung):

Vergleiche Nachbarn, tausche wenn falsche Reihenfolge. Wiederhole bis sortiert.

FÜR i = 0 BIS array.length - 2:
  FÜR j = 0 BIS array.length - 2 - i:
    WENN array[j] > array[j+1]:
      TAUSCHE array[j] und array[j+1]

Laufzeit: O(n²) – einfach aber langsam. Gut für kleine Arrays.

Selection Sort (Auswahlsortierung):

Finde das Minimum, tausche an die richtige Position. Wiederhole für Rest.

FÜR i = 0 BIS array.length - 1:
  minIndex = i
  FÜR j = i+1 BIS array.length - 1:
    WENN array[j] < array[minIndex]:
      minIndex = j
  TAUSCHE array[i] und array[minIndex]

Laufzeit: O(n²) – weniger Tauschoperationen als Bubble Sort.

Insertion Sort (Einfügesortierung):

Nimm nächstes Element, füge es an der richtigen Stelle im sortierten Teil ein.

FÜR i = 1 BIS array.length - 1:
  key = array[i]
  j = i - 1
  SOLANGE j >= 0 UND array[j] > key:
    array[j+1] = array[j]
    j = j - 1
  array[j+1] = key

Laufzeit: O(n²) worst case, O(n) best case (fast sortiert). Gut für kleine/fast sortierte Arrays.

Vergleich: Alle drei sind O(n²). Für große Datenmengen: Quicksort O(n log n) oder Mergesort O(n log n).

Normalformen (1NF – 3NF)

Normalformen eliminieren Redundanzen und Anomalien in Datenbanken.

1. Normalform (1NF):

Alle Attribute sind atomar (keine Listen, keine Wiederholgruppen).

❌ Verletzt: telefon = "0123, 0456" (zwei Werte in einer Zelle)

✅ Korrekt: Eigene Zeile pro Telefonnummer oder eigene Tabelle

2. Normalform (2NF):

1NF erfüllt + jedes Nicht-Schlüssel-Attribut hängt voll funktional vom gesamten Primärschlüssel ab.

❌ Verletzt: PK = (BestellNr, ArtikelNr), aber "Kundenname" hängt nur von BestellNr ab

✅ Lösung: Kundenname in eigene Tabelle auslagern

Nur bei zusammengesetzten Schlüsseln relevant!

3. Normalform (3NF):

2NF erfüllt + keine transitiven Abhängigkeiten (kein Nicht-Schlüssel-Attribut hängt von anderem Nicht-Schlüssel ab).

❌ Verletzt: Mitarbeiter-Tabelle mit PLZ und Ort → Ort hängt von PLZ ab, nicht vom PK

✅ Lösung: PLZ → Ort in eigene Tabelle auslagern

Merkhilfe:

  • 1NF: "Jede Zelle ein Wert" (atomar)
  • 2NF: "Alles hängt vom GANZEN Schlüssel ab"
  • 3NF: "Nichts hängt von Nicht-Schlüssel-Attributen ab"

Prüfungstipp: Oft wird eine Tabelle gezeigt und gefragt: "In welcher NF ist das? Warum nicht höher? Wie normalisieren?"

💻 Objektorientierte Programmierung (OOP)

OOP ist das Programmierparadigma der AP2-FIAE. Vier Grundprinzipien:

  • Kapselung (Encapsulation): Daten und Methoden in einer Klasse bündeln. Zugriff über Sichtbarkeiten steuern: private (nur Klasse selbst), protected (Klasse + Unterklassen), public (alle).
  • Vererbung (Inheritance): Klasse erbt Attribute/Methoden von einer Oberklasse. Vermeidet Code-Duplizierung. Beispiel: class Hund extends Tier
  • Polymorphie: Gleiche Methode, verschiedenes Verhalten. Überschreiben (@Override): Unterklasse definiert Methode neu. Überladen: Gleicher Name, andere Parameter.
  • Abstraktion: Komplexität verstecken. Abstrakte Klassen/Interfaces definieren WAS, nicht WIE. abstract class Tier { abstract void lautGeben(); }

Weitere Begriffe:

  • Konstruktor: Spezielle Methode die beim Erstellen eines Objekts aufgerufen wird. Initialisiert Attribute.
  • Interface: Vertrag – definiert welche Methoden eine Klasse implementieren MUSS. Keine eigene Logik. interface Druckbar { void drucken(); }
  • Instanz/Objekt: Konkretes Exemplar einer Klasse. Hund meinHund = new Hund("Rex");
  • this: Referenz auf das aktuelle Objekt selbst.
  • static: Gehört zur Klasse, nicht zum Objekt. Ohne Instanz aufrufbar.

Klassendiagramm – Vererbung & Beziehungen:

«abstract» Tier - name: String - alter: int + getName(): String Hund - rasse: String + bellen(): void + lautGeben(): void Katze - indoor: boolean + schnurren(): void + lautGeben(): void △ = Vererbung (extends) · - private · + public · kursiv = abstrakt

🏗️ Design Patterns (Entwurfsmuster)

Bewährte Lösungen für wiederkehrende Softwareprobleme. Die wichtigsten für die AP2:

  • Singleton: Nur EINE Instanz einer Klasse erlauben (z.B. Datenbankverbindung, Logger). Private Konstruktor + statische getInstance()-Methode.
  • Observer (Beobachter): Objekt benachrichtigt registrierte Listener bei Änderungen. Publisher-Subscriber-Prinzip. Beispiel: Event-System, Newsletter.
  • Factory (Fabrik): Objekt-Erzeugung auslagern. Statt new Hund()TierFactory.create("hund"). Entkoppelt Erzeugung von Nutzung.
  • MVC (Model-View-Controller): Trennung in Daten (Model), Anzeige (View), Steuerung (Controller). Standard für Web-Apps. Model kennt View nicht!
  • Facade (Fassade): Einfache Schnittstelle für ein komplexes Subsystem. Versteckt Komplexität hinter einer einzigen Klasse.

Kategorien:

  • Erzeugungsmuster: Singleton, Factory, Builder
  • Strukturmuster: Facade, Adapter, Decorator
  • Verhaltensmuster: Observer, Strategy, State

📋 Vorgehensmodelle in der Softwareentwicklung

Wie organisiert man ein Softwareprojekt? Zwei Hauptansätze:

Klassisch (plangetrieben):

  • Wasserfallmodell: Streng sequenziell (Analyse → Design → Implementierung → Test → Betrieb). Kein Zurück! Gut bei klaren Anforderungen.
  • V-Modell: Wie Wasserfall, aber jede Entwicklungsphase hat eine korrespondierende Testphase. Links: Entwicklung, Rechts: Tests.
  • Spiralmodell: Iterativ mit Risikobewertung in jeder Runde. Jede Iteration: Ziele → Risiken → Entwicklung → Planung nächste Runde.

Agil (iterativ, adaptiv):

  • Scrum: Sprints (2-4 Wochen), Daily Standup, Sprint Review/Retrospektive. Rollen: Product Owner (WAS), Scrum Master (WIE/Hindernisse), Dev-Team (Umsetzung).
  • Kanban: Visualisierung auf Board (To-Do → In Progress → Done). WIP-Limits. Kein fester Zeitrahmen, kontinuierlicher Fluss.

Scrum-Artefakte: Product Backlog (alle Anforderungen), Sprint Backlog (Aufgaben des Sprints), Increment (fertiges Ergebnis).

User Story: "Als [Rolle] möchte ich [Funktion], damit [Nutzen]." Akzeptanzkriterien definieren "fertig".

Prüfungstipp: Oft wird gefragt: Wann Wasserfall, wann Agil? → Wasserfall bei festen Anforderungen (embedded, sicherheitskritisch). Agil bei sich ändernden Anforderungen (Web-Apps, Startups).

🧪 Softwaretests – Testpyramide

Systematisches Testen sichert Softwarequalität. Die Testpyramide (von unten nach oben):

  • Unit-Tests (Basis, viele): Testen einzelne Methoden/Funktionen isoliert. Schnell, automatisiert. Frameworks: JUnit, pytest.
  • Integrationstests: Testen Zusammenspiel mehrerer Komponenten (z.B. Service + Datenbank). Langsamer als Unit-Tests.
  • Systemtests: Testen das Gesamtsystem aus Nutzersicht. Oft End-to-End mit echten Daten.
  • Akzeptanztests (Spitze, wenige): Prüfen ob Kundenanforderungen erfüllt sind. Oft manuell oder als BDD (Behaviour Driven Development).

Testmethoden:

  • Black-Box: Tester kennt Code NICHT. Testet Ein-/Ausgabe. Techniken: Äquivalenzklassen, Grenzwertanalyse.
  • White-Box: Tester kennt Code. Testet interne Pfade. Techniken: Anweisungsüberdeckung, Zweigüberdeckung.
  • Regressionstest: Wiederholen alter Tests nach Änderungen – prüft ob nichts kaputt ging.
  • TDD (Test-Driven Development): Erst Test schreiben → dann Code schreiben → Refactoring. Red-Green-Refactor.

Äquivalenzklassen: Eingaben in Klassen teilen die gleich behandelt werden. Z.B. Alter 1-17 (minderjährig), 18-120 (volljährig), <1 oder >120 (ungültig). Pro Klasse ein Testfall reicht.

Grenzwertanalyse: An den Rändern der Klassen testen (17, 18, 0, 121). Dort treten die meisten Fehler auf.

📊 Zustandsdiagramm (State Machine Diagram)

Zeigt die verschiedenen Zustände eines Objekts und wie es durch Events zwischen ihnen wechselt.

  • Zustand: Abgerundetes Rechteck – beschreibt eine Phase (z.B. "Wartet", "In Bearbeitung", "Abgeschlossen")
  • Transition: Pfeil zwischen Zuständen – beschriftet mit dem auslösenden Event
  • Startzustand: Ausgefüllter Kreis (●)
  • Endzustand: Kreis mit Ring (⊕)
  • Guard (Bedingung): [Bedingung] am Pfeil – Transition nur wenn Bedingung wahr
  • Aktion: / aktion() – wird bei Transition ausgeführt

Beispiel – Bestellung:

● → [erstellt] → Offen → [bezahlt] → Bezahlt → [versendet] → Unterwegs → [zugestellt] → Abgeschlossen ⊕
                      ↓ [storniert]
                  Storniert ⊕

Prüfungstipp: Häufig gefragt: "Zeichnen Sie ein Zustandsdiagramm für [Objekt]." Zustände aus Text ableiten, Events als Pfeile. Start/Ende nicht vergessen!

Offen [bezahlt] Bezahlt [versendet] Unterwegs [zugestellt] [storniert] Storniert

👤 Anwendungsfalldiagramm (Use-Case-Diagram)

Zeigt WER (Akteure) WAS (Use Cases) mit dem System tun kann. Höchste Abstraktionsebene.

  • Akteur: Strichmännchen – externe Person oder System die mit dem System interagiert
  • Use Case: Ovale – eine Funktion/Aktion des Systems (z.B. "Bestellung aufgeben")
  • Systemgrenze: Rechteck um die Use Cases – zeigt was zum System gehört
  • Assoziation: Linie zwischen Akteur und Use Case
  • include: - - → Ein Use Case BEINHALTET immer einen anderen (Pflicht)
  • extend: - - → Ein Use Case KANN einen anderen erweitern (Optional)

Beispiel – Webshop:

Akteure: Kunde, Admin. Use Cases: Produkt suchen, In Warenkorb legen, Bestellen (include: Bezahlen), Bewertung schreiben (extend: Foto hochladen). Admin: Produkt verwalten, Bestellung bearbeiten.

include vs. extend:

  • include: "Bestellen" include "Bezahlen" → Bezahlen passiert IMMER bei Bestellen
  • extend: "Bewertung" extend "Foto hochladen" → Foto ist OPTIONAL

Use-Case-Diagramm – Webshop:

System: Webshop Kunde Admin Produkt suchen Bestellen Bewertung Foto hochladen Bezahlen Produkt verwalten «include» «extend»

🎨 Softwareergonomie & Benutzerfreundlichkeit

DIN EN ISO 9241 definiert Kriterien für benutzerfreundliche Software:

  • Aufgabenangemessenheit: Software unterstützt die Aufgabe, lenkt nicht ab
  • Selbstbeschreibungsfähigkeit: System erklärt sich selbst (Tooltips, Labels)
  • Erwartungskonformität: Verhält sich wie erwartet (Standard-Shortcuts, bekannte Icons)
  • Fehlertoleranz: Fehler werden abgefangen, Undo möglich, klare Fehlermeldungen
  • Individualisierbarkeit: Anpassbar an Nutzer (Theme, Schriftgröße, Shortcuts)
  • Lernförderlichkeit: Einfacher Einstieg, Hilfe verfügbar, progressive Komplexität
  • Steuerbarkeit: Nutzer hat Kontrolle (Abbrechen, Zurück, Tempo selbst bestimmen)

Barrierefreiheit (Accessibility):

  • Kontrastverhältnis mindestens 4.5:1 (WCAG AA)
  • Tastaturnavigation möglich (Tab, Enter, Escape)
  • Screenreader-kompatibel (Alt-Texte, ARIA-Labels, semantisches HTML)
  • Keine rein farbbasierte Information (auch Symbol/Text verwenden)

Netzplan-Berechnung (CPM)

Berechne den kritischen Pfad und Pufferzeiten in Projekten.

  • FAZ: Frühester Anfangszeitpunkt (Vorwärtsrechnung: max. aller Vorgänger-FEZ)
  • FEZ: FAZ + Dauer
  • SEZ: Spätester Endzeitpunkt (Rückwärtsrechnung: min. aller Nachfolger-SAZ)
  • SAZ: SEZ − Dauer
  • Gesamtpuffer: SAZ − FAZ (oder SEZ − FEZ). Puffer = 0 → kritischer Pfad!

Vorwärts: Von links nach rechts FEZ berechnen. Rückwärts: Von rechts nach links SAZ berechnen.

MQTT & IoT

MQTT ist ein leichtgewichtiges Protokoll für IoT-Geräte (Sensoren, Aktoren).

  • Publish/Subscribe: Geräte senden (publish) an Topics, andere abonnieren (subscribe)
  • Broker: Zentraler Server der Nachrichten verteilt (z.B. Mosquitto)
  • QoS-Level: 0=fire&forget, 1=mindestens einmal, 2=genau einmal
  • Transport: Nutzt TCP (Port 1883, mit TLS: 8883)

Beispiel: Temperatursensor published auf Topic "gebaeude/raum1/temp" → Klimaanlage subscribet und reagiert.

Dateisysteme & Cluster Size

  • Zuordnungseinheit (Cluster): Kleinste Einheit die eine Datei auf der Platte belegt
  • Kleine Cluster (4 KB): Wenig Verschnitt bei kleinen Dateien, aber mehr Verwaltungsaufwand
  • Große Cluster (64 KB): Schneller bei großen Dateien, aber Verschnitt bei kleinen (1 KB Datei belegt trotzdem 64 KB)

Faustregel: Viele kleine Dateien → kleine Cluster. Wenige große Dateien (Video, DB) → große Cluster.

CGNAT (Carrier-Grade NAT)

ISPs nutzen CGNAT wegen IPv4-Mangel: Mehrere Kunden teilen sich EINE öffentliche IP.

  • Privater Bereich: 100.64.0.0/10 (RFC 6598) – nicht routbar im Internet
  • Nachteil: Kein Portforwarding möglich, kein direkter Zugriff von außen (VPN, Server unmöglich)
  • Lösung: IPv6 einsetzen oder Business-Tarif mit eigener öffentlicher IP

IPv6 – Aufbau, Kürzen & Autokonfiguration

Eine IPv6-Adresse ist 128 Bit lang (IPv4: 32 Bit), notiert als acht Blöcke zu 16 Bit in Hexadezimal: 2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0001.

Zwei Kürzungsregeln

  • Führende Nullen je Block weglassen: 0db8 → db8
  • Eine zusammenhängende Nullfolge einmal durch :: ersetzen
  • Ergebnis: 2001:db8::1. Das :: darf pro Adresse nur einmal vorkommen (sonst mehrdeutig).

Wichtige Präfixe

PräfixBedeutungIPv4-Analogie
2000::/3Global Unicast (öffentlich)öffentliche IP
fc00::/7 (real fd00::/8)Unique Local (ULA)10/172.16/192.168
fe80::/10Link-Local (nur Segment)169.254 (APIPA)
ff00::/8Multicast (kein Broadcast!)224.0.0.0/4
::1Loopback127.0.0.1
::unspezifiziert0.0.0.0

/64 ist die Standard-Subnetzgröße (SLAAC braucht 64 Bit Interface-ID), ein Standort bekommt oft /48. IPv6 kennt keinen Broadcast mehr – dessen Aufgaben übernimmt Multicast (ff02::1 alle Knoten, ff02::2 alle Router).

SLAAC – zustandslose Autokonfiguration

Der Host sendet eine Router Solicitation (RS), der Router antwortet mit einem Router Advertisement (RA), das das /64-Präfix und das Gateway enthält. Den Interface-Identifier bildet der Host selbst – per EUI-64 (MAC in der Mitte mit FFFE auffüllen, U/L-Bit invertieren) oder zufällig (Privacy Extensions, Datenschutz). Kein Server nötig. Alternative: DHCPv6 (zustandsbehaftet). Die MAC-Auflösung übernimmt Neighbor Solicitation/Advertisement statt ARP.

Übergang IPv4 → IPv6

Dual-Stack (beide parallel, Auswahl per A-/AAAA-Record) ist der Regelfall. Daneben gibt es Tunnel (6in4) und Übersetzung (NAT64/DNS64).

Strukturierte Verkabelung, Dämpfung & Rack-Planung

Die strukturierte Verkabelung nach EN 50173 / ISO IEC 11801 kennt drei Bereiche. Das ist die klassische Einstiegsfrage in GA1.

BereichWasMedium
PrimärStandort / Campus, Gebäude untereinanderLWL (Singlemode)
SekundärSteigbereich im Gebäude, Etagenverteiler untereinanderLWL (Multimode/Singlemode)
TertiärEtagenverkabelung bis zur AnschlussdoseTwisted Pair, max. 90 m

Die 100-Meter-Regel (Kupfer)

90 m fest verlegtes Installationskabel (Permanent Link, Dose → Patchfeld) + 10 m Patchkabel an beiden Enden zusammen = 100 m Channel. Die 90 m gelten für die Strecke, nicht für die Luftlinie: Steigzonen, Umwege und Reserve zählen mit.

Kategorien und Klassen

KategorieKlasseFrequenzTypisch für
Cat5eD100 MHz1 Gbit/s über 100 m
Cat6E250 MHz10 Gbit/s nur bis ca. 55 m
Cat6AEA500 MHz10 Gbit/s über 100 m
Cat7 / 7AF / FA600 / 1000 MHzReserve, immer S/FTP
Cat8I / II2000 MHz25/40 Gbit/s bis ca. 30 m im RZ

Prüfungsfalle: Kategorie bewertet das einzelne Bauteil (Kabel, Dose, Stecker), Klasse die fertig installierte Strecke. Ein Cat6A-Kabel mit Cat5e-Dose ergibt nur Klasse D.

Dämpfung und Messwerte

  • Dämpfung / Insertion Loss in dB: Signalverlust. Steigt mit Länge und Frequenz – deshalb die Grenzfrequenz je Kategorie.
  • NEXT (Nahnebensprechen): Übersprechen am Einspeiseende. Ursache Nr. 1 in der Praxis: Paare beim Auflegen zu weit aufgedrillt (max. 13 mm).
  • Return Loss: Reflexionen durch Impedanzsprünge (Kabelmix, Quetschung, schlechter Stecker).
  • Wiremap: Adernbelegung. Deckt Vertauschung, Unterbrechung und das tückische Splitpaar auf (Durchgang stimmt, Verdrillung nicht → NEXT bricht ein).
  • Zertifizierer statt einfachem Tester: nur er misst frequenzabhängig gegen Normgrenzwerte und bescheinigt eine Klasse.

LWL-Dämpfungsbudget rechnen

Richtwerte: Singlemode 0,4 dB/km (1310 nm) bzw. 0,25 dB/km (1550 nm), Multimode 3,5 dB/km (850 nm). Steckverbindung 0,5 dB, Spleiß 0,1–0,3 dB.

Beispiel: 2 km Singlemode, 2 Stecker, 3 Spleiße (je 0,2 dB)
Faser 2 · 0,4 = 0,8 dB  +  Stecker 2 · 0,5 = 1,0 dB  +  Spleiße 3 · 0,2 = 0,6 dB  =  2,4 dB
Das muss unter dem Leistungsbudget des Transceivers bleiben.

Faserarten: OM1/OM2 orange (62,5 bzw. 50 µm), OM3/OM4 aquablau (10 Gbit/s bis ca. 300 bzw. 400 m), OS1/OS2 gelb (9 µm, Kilometerstrecken). Häufigster Fehler bei neuen LWL-Strecken: verschmutzte Endfläche.

19-Zoll-Rack: Maße und Planung

  • 1 HE (U) = 1,75 Zoll = 44,45 mm. 42 HE ≈ 1,87 m Einbauhöhe.
  • 19 Zoll = 482,6 mm ist die Einbaubreite, nicht die Höhe. Tiefe separat: typisch 600 / 800 / 1000 mm.
  • Schwere Komponenten (USV, Batterien) nach unten – Kippsicherheit. Patchfelder nach oben.
  • Blindplatten in freie Positionen, sonst strömt Warmluft in den Kaltgang zurück (Rezirkulation).
  • Kaltgang/Warmgang: alle Racks gleich orientiert, Fronten in den Kaltgang.
  • Kühlleistung = elektrische Leistungsaufnahme. 10 Server à 400 W + 2 Switches à 150 W = 4,3 kW Wärme.

PoE-Leistungsklassen

StandardAm Switch (PSE)Am Gerät (PD)
802.3af (PoE, Type 1)15,4 W12,95 W
802.3at (PoE+, Type 2)30 W25,5 W
802.3bt (PoE++, Type 3/4)60 / 90 W51 / 71,3 W

Die Differenz ist der Leitungsverlust über bis zu 100 m. Prüfungsfalle: Das PoE-Budget des Switches ist unabhängig von der Portanzahl – 370 W Budget reichen nur für 14 PoE+-Geräte (370 / 25,5 = 14,5).

Was in die Dokumentation gehört

Strang- und Etagenplan, eindeutige Kennzeichnung an beiden Kabelenden nach Schema (z. B. A-02-214-03 = Gebäude A, Etage 2, Raum 214, Port 3), Patchfeld-Belegungsliste, Messprotokoll je Strecke, Rack-Layout mit HE-Positionen.

📋 Beispiel-Prüfung (Simulation)

Simuliere eine echte AP2-Prüfung mit Timer. Freitext-Antworten wie in der IHK.

📋 Prüfung wählen

Wähle eine Prüfungsvariante. Timer läuft 90 Minuten – wie bei der echten IHK.

GA1 – Konzeption & Administration (90 Min)

A: Cloud-Kosten, RAID/Backup, Programmierung/SQL, IT-Sicherheit/Ransomware
B: Virtualisierung/PUE, Datenbank/SQL, Disaster Recovery, Mail-Sicherheit/DSGVO
C: USV/Lizenzen/RAM, UML/Datenberechnung, Patch-Management, MDM/BYOD
D: Virtualisierung/RAID/USV, IT-Sicherheit/DSGVO/Backup, MDM/Lizenzen, Programmierung/CSV
E: ITIL/SLA-Berechnung, ERM/Normalisierung/SQL-DDL, Netzplan/Break-even/Stundensatz, EPK/Vertragsrecht/Kalkulation

🎯 Themen-Klausuren (je 30 Min, 5-6 Aufgaben)

GA2 – Netzwerke (90 Min)

A: Subnetting/Routing/Firewall, WLAN/VLAN/PoE, TLS/VPN/Zertifikate, Troubleshooting
B: IPv6/CGNAT/Dual-Stack, VLAN/DHCP/STP, VPN/Verschlüsselung, WLAN/Monitoring
C: NAT/PAT-Paketanalyse, QoS/VoIP-Bandbreite, Dynamisches Routing, DNS/SPF/Proxy
D: VLANs/Switch-Absicherung, Subnetting/DHCP/NAT/IPv6, Fehlerdiagnose/DNS, TLS-Inspection/Zertifikate

🃏 Lernkarten

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🎯 Themen-Tests

Wähle ein Thema und teste dein Wissen. Jede richtige Antwort bringt dich näher an die AP2.

🔢

Subnetting & IP

Subnetze, CIDR, IPv4, IPv6

📝 50+ Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
🖥️

Server & Administration

Windows, Linux, AD, Dienste

📝 50+ Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
🔒

IT-Sicherheit

Firewall, VPN, Verschlüsselung, Zero Trust

📝 50+ Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
💾

Storage & Backup

RAID, NAS/SAN, Backup-Strategien

📝 50+ Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
☁️

Virtualisierung & Cloud

Hypervisor, VMs, IaaS/PaaS/SaaS

📝 50+ Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
🔀

Switching & Routing

VLANs, STP, NAT, Routingtabellen

📝 50+ Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
📊

WiSo

Arbeitsrecht, Wirtschaft, Sozialversicherung

📝 50+ Fragen📊 Leicht–Mittel⚡ +30 XP
📋

Projektarbeit

Planung, Doku, Kosten, Präsentation

📝 50+ Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
📡

WLAN

Frequenzen, WPA2/3, Roaming, Kanäle

📝 50+ Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
📟

Monitoring & Betrieb

SNMP, SLA, Verfügbarkeit, Logs

📝 50+ Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
⚙️

Automatisierung & Scripting

PowerShell, Bash, Cron, Variablen

📝 50+ Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
💻

Programmierung & SQL

Arrays, SQL, UML, Berechnungen

📝 50+ Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
🗂️

ERM & Datenmodellierung

Kardinalitäten, Normalisierung, CREATE TABLE

📝 55 Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
🔧

ITIL & Servicemanagement

Incident, SLA, KPI, Support-Level

📝 55 Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
📊

EPK & Prozessmodellierung

Ereignis, Funktion, XOR/AND/OR

📝 50 Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
📝

Vertragsrecht & Kalkulation

Mängel, Verzug, Rechtsformen, Kalkulation

📝 55 Fragen📊 Mittel⚡ +30 XP
📐

Projektmanagement (Berechnung)

Netzplan, Break-even, FMEA, Scrum

📝 55 Fragen📊 Mittel–Schwer⚡ +30 XP
🔌

Verkabelung & Rack

Dämpfung, Cat-Klassen, LWL, Patchfeld, 19-Zoll/HE, PoE

📝 59 Fragen📊 Mittel–Schwer⚡ +30 XP
🧬

OOP & Klassen

Vererbung, Polymorphie, Interfaces, Patterns

📝 15 Fragen📊 FIAE⚡ +30 XP
🔄

Softwareentwicklung

Scrum, Wasserfall, V-Modell, CI/CD, Refactoring

📝 15 Fragen📊 FIAE⚡ +30 XP
🧪

Testing & QS

Unit-Tests, TDD, Testpyramide, Coverage

📝 15 Fragen📊 FIAE⚡ +30 XP
🏗️

Softwarearchitektur

REST, SOAP, Microservices, MVC, Docker

📝 15 Fragen📊 FIAE⚡ +30 XP

🧮 Subnetting- & IP-Rechner-Trainer

Trainiere IHK-Prüfungsfragen zur IP-Adressierung und Subnetzberechnung – spielerisch und komplett offline.

Aufgabe 🔥 0er Streak
Berechne für IP:

192.168.1.0/24

Lieber Frage-für-Frage üben (klassischer Modus, mit Statistik & Fehlerwiederholung)?

📋 So rechnest du

  • Netzadresse: IP UND Subnetzmaske (Hostbits = 0)
  • Broadcast: Netzadresse mit allen Hostbits = 1
  • Nutzbare Hosts: 2^(Hostbits) − 2
  • Maske /n: n Einsen von links (z.B. /26 = 255.255.255.192)
  • Anzahl Subnetze: 2^(zusätzliche Netz-Bits)
  • Klassen: A 0-127, B 128-191, C 192-223, D 224-239, E 240-255
  • Privat (RFC 1918): 10/8, 172.16-31, 192.168

💡 Freitext-Antworten großzügig gematcht. Bei IP-Fragen genügt die reine Adresse, z.B. 172.16.0.0.

Thema:
Anzahl Fragen: (wird beim Maximum gecappt)

🖩 AP2-Rechner

Wichtige Berechnungen für die Prüfung – einfach Werte eingeben und verstehen.

🔢 Subnetting Hosts

Gib CIDR-Präfix ein (z.B. 26).

⏱️ Backupdauer

Datenmenge in GB und Übertragungsrate in Mbit/s.

💾 RAID-Kapazität

Anzahl Platten, Größe pro Platte und RAID-Level wählen.

📊 Verfügbarkeit

Verfügbarkeit in % eingeben (z.B. 99.9).

☁️ Cloud vs. On-Prem (3 Jahre)

Vergleiche Kosten über 3 Jahre.

🔄 Bit/Byte-Konverter

Mbit/s in MB/s umrechnen (und umgekehrt).

🏢 Prüfungsnahe Fallstudien

Arbeite dich durch realistische Szenarien wie in der AP2. Klicke auf „Musterlösung", nachdem du selbst nachgedacht hast.

Fallstudie 1: Drei Standorte sicher verbinden

Ein Unternehmen hat Zentrale, Lager und Vertrieb. Alle benötigen Zugriff auf ERP, Fileserver und VoIP. Kundendaten sind sensibel, Internetleitungen fallen gelegentlich aus.

Aufgaben:

  1. Wähle VPN-Typen und begründe.
  2. Plane VLANs und Firewall-Zonen.
  3. Definiere Monitoring-Kennzahlen.
  4. Nenne Sicherheitsmaßnahmen für Remote-Zugriff.

1. VPN: Site-to-Site IPsec zwischen allen 3 Standorten (permanenter Tunnel, transparent für User). Für Homeoffice-Mitarbeiter zusätzlich Client-to-Site SSL-VPN. Begründung: IPsec ist Standard für Standortvernetzung, verschlüsselt auf Schicht 3, VoIP-geeignet.

2. VLANs & Zonen: VLAN 10=Clients, VLAN 20=Server, VLAN 30=VoIP, VLAN 40=Gast. Firewall-Zonen: Intern (vertrauenswürdig), DMZ (öffentliche Dienste), Extern (Internet). Inter-VLAN-Routing über Layer-3-Switch, Firewall filtert zwischen Zonen.

3. Monitoring: Verfügbarkeit der VPN-Tunnel (Up/Down), Latenz und Jitter (VoIP-Qualität), Bandbreitenauslastung pro Standort, SLA-Einhaltung (z.B. 99,5%), Backup-Leitungs-Status.

4. Remote-Sicherheit: MFA für VPN-Zugang, Zertifikat-basierte Authentifizierung, Full-Tunnel (kein Split Tunneling für sensible Daten), Endpoint-Security prüfen vor Zugang (NAC), Zugriff nur auf benötigte Systeme (Least Privilege).

Fallstudie 2: Fileserver modernisieren

Ein alter Fileserver ist voll, Rechte sind unübersichtlich, Backups wurden nie getestet. Es gibt Buchhaltung, HR, IT und Vertrieb.

Aufgaben:

  1. Wähle Storage und RAID.
  2. Entwirf AGDLP-Berechtigungen.
  3. Plane Backup mit RTO/RPO.
  4. Nenne Migrations- und Testschritte.

1. Storage: NAS mit RAID 5 (mind. 4 Platten à 4TB = 12TB nutzbar) oder RAID 6 für mehr Sicherheit. Hot Spare für schnelles Rebuild. SMB-Freigaben für Windows-Clients.

2. AGDLP: Account → Global Group → Domain Local Group → Permission. Beispiel: User „Mueller" → GG_Buchhaltung → DL_Finanzen_RW → NTFS-Berechtigung Modify auf \\Server\Finanzen. Pro Abteilung separate Ordner + Gruppen.

3. Backup: RPO=4h (max. 4h Datenverlust) → Inkrementelles Backup alle 4 Stunden. RTO=2h (System muss in 2h wieder laufen). Vollbackup wöchentlich, 3-2-1-Regel (lokale Kopie + Offsite). Monatlicher Restore-Test!

4. Migration: 1) Neuen Server parallel aufbauen. 2) Robocopy mit /MIR und /SEC für Dateien+Rechte. 3) Testphase mit Pilotgruppe. 4) DNS-Alias umschalten. 5) Alten Server als Fallback 2 Wochen behalten. 6) Restore-Test durchführen.

Fallstudie 3: Ransomware-Verdacht

Mehrere Benutzer melden verschlüsselte Dateien. Monitoring zeigt ungewöhnliche SMB-Aktivität, ein Client hat auffällig viele Schreibzugriffe.

Aufgaben:

  1. Beschreibe Sofortmaßnahmen.
  2. Welche Logs prüfst du?
  3. Wie stellst du wieder her?
  4. Welche Prävention leitest du ab?

1. Sofortmaßnahmen: Betroffenen Client sofort vom Netz trennen (Kabel ziehen, WLAN deaktivieren). Betroffene Freigaben sperren/read-only setzen. Keine Panik, systematisch vorgehen. Geschäftsleitung und ggf. BSI/Polizei informieren.

2. Logs: Windows Security-Log (Anmeldungen), Fileserver-Audit-Log (Schreibzugriffe, welcher User), Firewall-Logs (C2-Kommunikation nach extern), E-Mail-Logs (Phishing-Eingang), Proxy-Logs (verdächtige Downloads).

3. Wiederherstellung: Letztes sauberes Backup identifizieren (vor dem Befall). Restore auf isoliertem System testen. Betroffene Systeme komplett neu aufsetzen (nicht nur bereinigen!). Passwörter aller Accounts zurücksetzen.

4. Prävention: Regelmäßige Backups + Restore-Tests. E-Mail-Filter + Awareness-Schulung. Netzwerksegmentierung. Endpoint-Protection mit Verhaltensanalyse. Patch-Management. Least Privilege. SMB-Zugriffe auf Notwendiges beschränken.

Fallstudie 4: WLAN für neues Bürogebäude

Ein Unternehmen bezieht ein 3-stöckiges Büro mit 150 Mitarbeitern. Es soll ein stabiles WLAN für Arbeitsgeräte und ein Gast-WLAN geben. VoIP über WLAN ist geplant.

Aufgaben:

  1. Plane die AP-Verteilung und Kanalplanung.
  2. Wähle Authentifizierung und Verschlüsselung.
  3. Trenne Gäste von internem Netz.
  4. Welche QoS-Maßnahmen für VoIP?

1. AP-Planung: Site Survey durchführen. Ca. 1 AP pro 20-25 User / 150m². Bei 3 Etagen × 150 MA: ca. 8-10 APs. 5 GHz bevorzugen (mehr Kanäle). Kanalplanung: 2,4 GHz nur 1/6/11, 5 GHz nicht-überlappend. Sendeleistung reduzieren für besseres Roaming. WLAN-Controller für zentrale Verwaltung.

2. Authentifizierung: Mitarbeiter: WPA3-Enterprise mit 802.1X/RADIUS (individuelle Credentials via AD). Gäste: WPA2-Personal mit Captive Portal und tagesgültigen Vouchers.

3. Trennung: Gäste in eigenes VLAN (z.B. VLAN 99), nur Internetzugang, kein Zugriff auf interne Ressourcen. Firewall-Regel: Gast-VLAN → nur Port 80/443 nach extern. Band Steering für Mitarbeiter auf 5 GHz.

4. QoS für VoIP: Eigenes VLAN für VoIP-Traffic. WMM (Wireless Multimedia) aktivieren. VoIP-Pakete priorisieren (DSCP EF). 802.11r Fast Roaming aktivieren für nahtlose Gespräche beim Stockwerkwechsel. Jitter <30ms, Latenz <150ms anstreben.

Fallstudie 5: Virtualisierung eines physischen Servers

Ein KMU hat 5 physische Server (DC, Fileserver, Printserver, Monitoring, Backup). Die Hardware ist 7 Jahre alt, Wartungsverträge laufen aus. Budget ist begrenzt.

Aufgaben:

  1. Entscheide: On-Premises-Virtualisierung oder Cloud?
  2. Plane die Host-Hardware (CPU, RAM, Storage).
  3. Wie migrierst du die bestehenden Server?
  4. Welche HA-Maßnahmen sind sinnvoll?

1. Entscheidung: On-Prem-Virtualisierung (z.B. Hyper-V oder VMware). Begründung: DC muss lokal bleiben (AD-Authentifizierung bei Internetausfall), sensible Daten, einmalige Investition günstiger als laufende Cloud-Kosten bei 3+ Jahren. TCO-Vergleich erstellen!

2. Hardware: 2 identische Hosts für Redundanz. Pro Host: 2× Xeon (je 16 Cores), 256 GB RAM, Shared Storage (SAN/NAS mit SSD, RAID 6). Zusammen genug für 5 VMs + Reserve. 10 GbE Netzwerk zum Storage.

3. Migration: P2V (Physical-to-Virtual) mit Tools wie VMware Converter oder Disk2VHD. Reihenfolge: erst unkritische Server (Print, Monitoring), dann Fileserver, zuletzt DC. Jedes System testen. Rollback-Plan: alte Hardware 2 Wochen bereithalten.

4. HA: 2-Node-Cluster mit automatischem Failover. Shared Storage mit Redundanz. Tägliche Backups der VMs (Snapshots + externe Sicherung). USV für beide Hosts. Monitoring der Host-Ressourcen und VM-Gesundheit.

Fallstudie 6: Neuer Mitarbeiter einrichten

Ein neuer Mitarbeiter in der Buchhaltung startet. Er braucht PC, Netzwerkzugang, E-Mail, Zugriff auf Finanzdaten, Drucker und VPN für Homeoffice.

Aufgaben:

  1. Beschreibe den Onboarding-Prozess technisch.
  2. Welche AD-Objekte/Gruppen erstellst du?
  3. Wie setzt du Least Privilege um?
  4. Was dokumentierst du?

1. Prozess: 1) AD-User anlegen in OU=Buchhaltung. 2) PC aus Image deployen, in Domäne aufnehmen. 3) Gruppen zuweisen. 4) E-Mail-Postfach erstellen. 5) VPN-Zugang einrichten (Zertifikat + MFA). 6) Drucker per GPO zuweisen. 7) Übergabe + Einweisung.

2. AD-Objekte: User: m.mustermann in OU=Buchhaltung. Gruppen: GG_Buchhaltung, GG_VPN_Users, GG_Drucker_Etage2. DL_Finanzen_RW für Dateizugriff. E-Mail-Verteiler Buchhaltung.

3. Least Privilege: Nur Zugriff auf Finanzen-Freigabe (nicht HR, IT, Vertrieb). Kein lokaler Admin. VPN nur zu benötigten Ressourcen. Kein Internetzugang auf Server-Segmente. Zeitlich begrenzter Zugang wenn möglich.

4. Dokumentation: User-Datenblatt (Name, Abteilung, Gruppen, Berechtigungen). Übergabeprotokoll (Hardware-Seriennummer, Ausstattung). Ticket im Helpdesk-System. Inventarliste aktualisieren.

Fallstudie 7: Monitoring-System aufbauen

Ein Unternehmen mit 50 Servern, 20 Switches und 5 Standorten hat kein Monitoring. Ausfälle werden erst bemerkt wenn User sich beschweren.

Aufgaben:

  1. Wähle ein Monitoring-Tool und begründe.
  2. Was überwachst du (Metriken)?
  3. Definiere Schwellenwerte und Eskalation.
  4. Wie integrierst du das in den Betrieb?

1. Tool: Zabbix oder CheckMK (Open Source, skalierbar, SNMP+Agent). Begründung: Kostenlos, große Community, unterstützt SNMP für Switches, Agent für Server, Dashboard + Alerting integriert.

2. Metriken: Server: CPU, RAM, Disk (%), Dienste-Status, Uptime. Switches: Port-Status, Traffic, Errors/Discards. Netzwerk: Ping/Latenz zu allen Standorten, VPN-Tunnel-Status. Anwendungen: HTTP-Response-Time, Zertifikat-Ablauf.

3. Schwellenwerte: Warning: CPU>80%, Disk>80%, Latenz>50ms. Critical: CPU>95%, Disk>90%, Dienst down, VPN down. Eskalation: Warning→E-Mail an Admin. Critical→SMS + E-Mail. Nicht behoben nach 30min → Teamleiter informieren.

4. Integration: Dashboard für NOC/Admin-Team (Großbildschirm). Anbindung an Ticketsystem (automatisch Incident erstellen). Maintenance-Windows definieren (geplante Wartung → keine Alerts). Monatlicher Review der Schwellenwerte. Baseline nach 4 Wochen anpassen.

Fallstudie 8: Backup-Konzept für kritische Datenbank

Eine SQL-Datenbank (500 GB) ist geschäftskritisch. Ausfall kostet 10.000€/Stunde. Aktuell: Nur nächtliches Vollbackup auf externe USB-Platte.

Aufgaben:

  1. Bewerte die aktuelle Situation (Risiken).
  2. Definiere RPO und RTO.
  3. Entwirf ein neues Backup-Konzept.
  4. Wie testest du die Wiederherstellung?

1. Risiken aktuell: RPO=24h (ganzer Tag Datenverlust möglich). USB-Platte: kein Offsite, kein Schutz bei Brand/Diebstahl. Nie getestetes Backup = kein verlässliches Backup. Single Point of Failure. Kein Schutz gegen Ransomware (USB permanent angeschlossen).

2. RPO/RTO: Bei 10.000€/h Ausfallkosten: RTO=1h (System muss in 1h wieder laufen). RPO=1h (max. 1h Datenverlust). Das erfordert häufige Sicherungen und schnellen Restore.

3. Neues Konzept: Vollbackup wöchentlich (So. Nacht). Transaction-Log-Backup alle 30 Min (RPO=30min). Speicherung: Lokal auf NAS (schneller Restore) + täglich auf Offsite/Cloud (3-2-1). Retention: 4 Wochen lokal, 1 Jahr Offsite. Immutable Backups gegen Ransomware.

4. Restore-Test: Monatlich auf isoliertem Testserver wiederherstellen. Datenintegrität prüfen (Checksummen, Stichproben). RTO messen (wird die 1h eingehalten?). Ergebnis dokumentieren. Jährlich Disaster-Recovery-Übung mit dem ganzen Team.

Fallstudie 9: Netzwerk-Segmentierung einer Arztpraxis

Eine Arztpraxis hat Empfang, 3 Behandlungsräume, Labor und ein Gäste-WLAN. Patientendaten unterliegen der DSGVO. Medizingeräte hängen am Netz.

Aufgaben:

  1. Entwirf ein VLAN-Konzept.
  2. Definiere Firewall-Regeln zwischen den Segmenten.
  3. Wie schützt du Patientendaten (DSGVO)?
  4. Wie trennst du Medizingeräte vom Rest?

1. VLANs: VLAN 10=Praxis-PCs (Empfang+Behandlung), VLAN 20=Server (Patientendaten), VLAN 30=Medizingeräte, VLAN 40=Gäste-WLAN, VLAN 50=Management (Switches, APs). Jedes VLAN eigenes Subnetz.

2. Firewall-Regeln: Praxis-PCs → Server: nur Port der Praxissoftware. Medizingeräte → Server: nur spezifische Ports. Gäste → nur Internet (80/443), KEIN Zugriff auf interne VLANs. Medizingeräte → kein Internet (Schutz vor Updates die Zulassung brechen). Server → nur Backup-Ziel.

3. DSGVO: Verschlüsselung der Patientendaten (at rest + in transit). Zugriff nur für berechtigte Mitarbeiter (Least Privilege). Protokollierung aller Zugriffe. Regelmäßige Backups verschlüsselt. Auftragsverarbeitungsvertrag mit IT-Dienstleister. Datenschutz-Folgenabschätzung.

4. Medizingeräte: Eigenes VLAN ohne Internetzugang. Kein direkter Zugriff von Gäste-WLAN möglich. Port-Security am Switch. Firmware-Updates nur kontrolliert über Management-VLAN. Segmentierung verhindert, dass kompromittierte Geräte andere Systeme gefährden.

Fallstudie 10: Automatisierung der Benutzerverwaltung

Ein Unternehmen hat 500 Mitarbeiter. Monatlich kommen/gehen 20 Personen. User-Anlage dauert manuell 45 Min. pro Person. Fehler passieren regelmäßig (falsche Gruppen, fehlende Rechte).

Aufgaben:

  1. Entwirf ein PowerShell-Skript-Konzept für Onboarding.
  2. Welche Daten brauchst du als Input (CSV)?
  3. Wie behandelst du Fehler im Skript?
  4. Berechne die Zeitersparnis.

1. Skript-Konzept: PowerShell-Skript liest CSV ein → erstellt AD-User (New-ADUser) → weist Gruppen zu (Add-ADGroupMember) → erstellt Postfach → setzt Homeverzeichnis → generiert Initialpasswort → protokolliert alles in Log-Datei.

2. CSV-Input: Vorname, Nachname, Abteilung, Standort, Vorgesetzter, Startdatum. Daraus ableiten: Username (Konvention: v.nachname), E-Mail, OU, Gruppen (Mapping-Tabelle Abteilung→Gruppen), Homeordner-Pfad.

3. Fehlerbehandlung: try-catch um jeden kritischen Schritt. Prüfung ob User bereits existiert (Get-ADUser). Validierung der CSV-Daten vor Verarbeitung. Logging mit Timestamp. Bei Fehler: User in Fehlerliste, weiter mit nächstem. Am Ende Zusammenfassung: X erfolgreich, Y fehlgeschlagen.

4. Zeitersparnis: Manuell: 20 User × 45 Min = 900 Min = 15 Stunden/Monat. Automatisiert: 5 Min CSV pflegen + 2 Min Skript starten + 10 Min Kontrolle = 17 Min. Ersparnis: ~14,7 Stunden/Monat. Pro Jahr: ~176 Stunden. Zusätzlich: weniger Fehler, Konsistenz, Dokumentation automatisch.

⏰ Zeitdruck-Modus

Beantworte Fragen unter Zeitdruck – schnell entscheiden! Zeitlimit hängt vom Schwierigkeitsgrad ab.

Spielregeln

  • Zeitlimit je nach Schwierigkeit (5–20 Sekunden)
  • Fragen aus allen Themen (gemischt)
  • Keine Antwort in der Zeit = falsch
  • Anzahl Fragen je nach Schwierigkeit (5–15)

💻 Kommando-Trainer

Dir wird eine Aufgabe beschrieben – du tippst den passenden Befehl ein.

Aufgabe 1/0

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Richtig: 0 · Übersprungen: 0

📐 Normalformen-Trainer

Erkenne in welcher Normalform eine Tabelle ist und warum sie keine höhere erfüllt.

📋 So funktioniert's

  • Dir wird eine Tabelle gezeigt
  • Du bestimmst: In welcher Normalform ist sie?
  • Bonus: Warum erfüllt sie die nächsthöhere NICHT?

💰 Kaufmännische Übungen

Interaktive Übungsaufgaben zu Amortisation, TCO, Break-Even und Nutzwertanalyse – prüfungsrelevant!

📊 Amortisationsrechnung

Berechne, ab wann sich eine Investition bezahlt macht.

🧾 Bezugspreis-Kalkulation

Klassische GA1-Aufgabe: Vom Listeneinkaufspreis zum Bezugspreis (Rabatt, Skonto, Bezugskosten).

⏱️ Stundenverrechnungssatz

Angebotskalkulation (LF12b, klausurrelevant): Was muss pro produktiver Stunde berechnet werden?

📈 Handelskalkulation (Vorwärts)

Vollständiges Schema: vom Listeneinkaufspreis zum Bruttoverkaufspreis (LF12b, klausurrelevant).

🧾 Angebotsvergleich (quantitativ)

Klassische GA1-Aufgabe: Für mehrere Angebote den Bezugspreis ermitteln und das günstigste auswählen. Jeder Zwischenschritt wird einzeln bewertet – so wie in der Prüfung Teilpunkte vergeben werden.

Schema: Listeneinkaufspreis − Rabatt = Zieleinkaufspreis − Skonto = Bareinkaufspreis + Bezugskosten = Bezugspreis ÷ Menge = Preis je Stück.
Zwei Fallen: Skonto wird vom Zieleinkaufspreis gerechnet, nicht vom Listenpreis. Und die Bezugskosten kommen erst nach dem Skontoabzug dazu – ein Angebot „frei Haus" kann trotz höherem Listenpreis das günstigere sein.

🧾 Kalkulationsschema-Tabelle (Vorwärts & Rückwärts)

Fülle das komplette Kalkulationsschema aus – wie in der AP2. Bei Vorwärts ist der Listeneinkaufspreis vorgegeben, bei Rückwärts der Bruttoverkaufspreis. Trage alle Werte ein und prüfe zeilenweise.

💼 TCO-Berechnung (Total Cost of Ownership)

Berechne die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer.

📈 Break-Even-Point

Ab welcher Stückzahl werden Gewinne erzielt?

⚖️ Nutzwertanalyse

Bewerte Alternativen anhand gewichteter Kriterien und finde die beste Lösung.

🌐 OSI-Schichten Lerntool

Lerne das OSI-Referenzmodell interaktiv – Protokolle, Geräte, PDUs und Funktionen zuordnen.

📊 OSI-Referenzmodell

7ApplicationDaten
6PresentationDaten
5SessionDaten
4TransportSegment
3NetworkPaket
2Data LinkFrame
1PhysicalBit

📋 Übungstypen

  • Protokoll-Zuordnung – Zu welcher Schicht gehört HTTP, TCP, IP...?
  • Geräte-Zuordnung – Router, Switch, Hub → Schicht?
  • PDU-Bestimmung – Segment, Frame, Paket → Schicht?
  • Funktions-Erkennung – Beschreibung → richtige Schicht wählen
  • Reihenfolge – Schichten sortieren & Nachbarn benennen
  • TCP/IP Vergleich – OSI ↔ TCP/IP-Modell Mapping

🔌 Port- & Protokoll-Trainer

Lerne die wichtigsten Ports, Protokolle und Abkürzungen für die AP2. Bei jeder Antwort gibt es eine Erklärung.

📋 Wichtigste Ports (Nachschlagen)

PortProtokollDienstTCP/UDP
20/21FTPDateitransfer (20=Daten, 21=Steuerung)TCP
22SSHVerschlüsselte Remote-VerbindungTCP
23TelnetRemote-Verbindung (unverschlüsselt!)TCP
25SMTPE-Mail sendenTCP
53DNSNamensauflösungUDP/TCP
67/68DHCPAutomatische IP-VergabeUDP
80HTTPWebseiten (unverschlüsselt)TCP
110POP3E-Mail abrufen (löscht auf Server)TCP
143IMAPE-Mail synchronisieren (bleibt auf Server)TCP
161/162SNMPNetzwerk-MonitoringUDP
389LDAPVerzeichnisdienst (z.B. Active Directory)TCP
443HTTPSWebseiten (verschlüsselt mit TLS)TCP
445SMBWindows-DateifreigabeTCP
514SyslogZentrales LoggingUDP
587SMTP (Submission)E-Mail senden (mit Auth)TCP
636LDAPSLDAP verschlüsseltTCP
993IMAPSIMAP verschlüsseltTCP
995POP3SPOP3 verschlüsseltTCP
3306MySQL/MariaDBDatenbankTCP
3389RDPRemote Desktop (Windows)TCP
5060SIPVoIP-SignalisierungUDP/TCP

📋 Kategorie wählen

🔢 Anzahl Fragen

Wird beim Maximum gecappt falls mehr gewählt als verfügbar

📋 Aufgabentypen

  • Port → Dienst (MC) – "Welcher Dienst nutzt Port 443?"
  • Dienst → Port (Freitext!) – "Welchen Port nutzt SSH?" → eintippen
  • Abkürzung auflösen (MC) – "Wofür steht DHCP?"
  • TCP oder UDP? (MC) – "Nutzt DNS TCP oder UDP?"
  • Verschlüsselt ↔ Unverschlüsselt (Freitext) – "Sichere Variante von HTTP?"
  • Beschreibung → Protokoll (MC) – Was macht dieser Dienst?
  • Prüfungs-Szenarien – Firewall, Wireshark, Fehler finden

💾 RAID-Trainer

Übe RAID-Berechnungen wie in der AP2. Kapazität, Plattenanzahl, Ausfallszenarien und RAID-Level bestimmen.

📋 RAID-Level Übersicht

LevelPrinzipMin. PlattenNutzbarAusfalltoleranzEinsatz
RAID 0Striping2n × PlatteKeine!Performance (Temp-Daten)
RAID 1Mirroring2n/2 × Platte1 PlatteOS, Boot-Laufwerk
RAID 5Striping + 1 Parität3(n-1) × Platte1 PlatteStandard-Server
RAID 6Striping + 2 Paritäten4(n-2) × Platte2 PlattenKritische Daten
RAID 10Mirror + Stripe4n/2 × Platte1 pro MirrorDatenbank, hohe I/O

Formeln: RAID 0: n×d | RAID 1: n/2×d | RAID 5: (n-1)×d | RAID 6: (n-2)×d | RAID 10: n/2×d (d=Plattengröße, n=Anzahl)

📋 Aufgabentypen

  • Kapazität berechnen (Freitext) – "6× 4TB RAID 5 → nutzbar?"
  • Plattenanzahl berechnen (Freitext) – "18 TB nutzbar, RAID 6, 4TB Platten?"
  • RAID-Level bestimmen (MC) – Beschreibung → welches RAID?
  • Ausfall-Szenarien (MC) – Was passiert wenn Platten ausfallen?
  • Vergleich & Empfehlung (MC) – Welches RAID für welchen Einsatz?
  • Hot Spare & Praxis (Mix) – Rebuild, Hot Spare, Prüfungsfragen

🔢 Anzahl Fragen

Wird beim Maximum gecappt

📊 Verfügbarkeits-Rechner

Berechne Ausfallzeiten und Verfügbarkeit wie in der AP2.

📋 Formeln

  • Verfügbarkeit = (Servicezeit - Ausfallzeit) / Servicezeit × 100%
  • Max. Ausfallzeit = Servicezeit × (100% - Verfügbarkeit)
  • MTBF/MTTR: Verfügbarkeit = MTBF / (MTBF + MTTR)
  • 99,9% = 8,76h/Jahr | 99,5% = 43,8h/Jahr | 99% = 87,6h/Jahr
Anzahl Fragen: (wird beim Maximum gecappt)

🔄 Backup-Trainer

Restore-Szenarien, Backup-Strategien und RPO/RTO berechnen.

📋 Backup-Typen

  • Vollbackup: Alle Daten. Basis für alles. Langsam, viel Speicher.
  • Inkrementell: Nur Änderungen seit letztem Backup (egal welcher Art). Schnell, wenig Speicher. Restore: Voll + ALLE Inkr.
  • Differentiell: Alle Änderungen seit letztem Vollbackup. Restore: Voll + letztes Diff.
  • 3-2-1-Regel: 3 Kopien, 2 Medien, 1 Offsite.
Anzahl Fragen: (wird beim Maximum gecappt)

🧱 Firewall-Regel-Trainer

Firewall-Regeln formulieren und analysieren wie in der AP2.

📋 Firewall-Grundlagen

  • Regel-Aufbau: Quelle → Ziel → Port → Protokoll → Aktion (ALLOW/DENY)
  • Default Deny: Alles blockieren was nicht explizit erlaubt ist
  • Stateful: Antwortpakete werden automatisch erlaubt
  • DMZ: Separates Netz für öffentlich erreichbare Server
Anzahl Fragen: (wird beim Maximum gecappt)

🔤 Abkürzungs-Trainer

Alle wichtigen IT-Abkürzungen für die AP2 drillmäßig lernen.

📋 Über 80 AP2-relevante Abkürzungen

Mix aus Freitext (Abkürzung ausschreiben) und MC (Bedeutung zuordnen). Jede Antwort mit Erklärung.

Anzahl:

📐 Datenmengen-Rechner

Übertragungszeiten, Bildgrößen und Einheiten umrechnen.

📋 Wichtige Formeln

  • Übertragung: Zeit = Datenmenge (Bit) / Bandbreite (Bit/s)
  • MB → Mbit: × 8 (1 Byte = 8 Bit)
  • Bildgröße: Breite × Höhe × Farbtiefe (Bit) / 8 = Bytes
  • 1 KB = 1.000 B (dezimal) | 1 KiB = 1.024 B (binär)
Anzahl Fragen: (wird beim Maximum gecappt)

🔎 Paketanalyse-Trainer

Mitschnitte lesen und auswerten wie in Wireshark: Handshake, gefilterte und geschlossene Ports, DNS-, ARP- und DHCP-Fehler, Paketverlust, Klartext-Protokolle, Portscans und Anzeigefilter.

📋 Woran du einen Mitschnitt erkennst

  • SYN → SYN-ACK → ACK: Handshake ok. Nur SYN mit Wiederholungen = Firewall verwirft (DROP)
  • RST/ACK: Host lebt, aber kein Dienst auf dem Port. Bei UDP stattdessen ICMP Port unreachable
  • Dup ACK + Retransmission: Paketverlust. ZeroWindow: Empfänger überlastet
  • 169.254.x.x nach reinem DHCP Discover: kein DHCP-Server geantwortet (APIPA)
  • MAC-Flapping + Broadcast-Flut: Layer-2-Schleife, Spanning Tree fehlt
  • Capture-Filter entscheidet, was aufgezeichnet wird, Anzeigefilter nur, was du siehst

Neu: Die Mitschnitte werden bei jedem Start frisch generiert (andere IPs, Ports, Zeitstempel). Es gibt Ablesefragen direkt aus der Tabelle und eine interaktive Filter-Übung, bei der dein Anzeigefilter die Zeilen live ein- und ausblendet. Nach dem Antworten wird das entscheidende Paket im Trace grün markiert.

Anzahl Aufgaben: (wird beim Maximum gecappt)

🖧 Netzwerk-Topologie-Trainer

Netzpläne im Cisco-Stil lesen und Aufgaben lösen: Subnetting, Gateway/DNS/DHCP, Zonen (DMZ/LAN/WAN), Firewall-Regeln und Fehlersuche. Jede Aufgabe wird neu generiert (praktisch unbegrenzt viele Varianten).

📋 Was dich erwartet

  • Subnetting: Netz-/Broadcast-Adresse, nutzbare Hosts, Standardgateway berechnen (Freitext)
  • Konfiguration: DNS-/Gateway-/DHCP-Zuordnung aus dem Diagramm ablesen (MC)
  • Zonen: DMZ / LAN / WAN verstehen (MC)
  • Firewall: passende Regel aus der Topologie ableiten (MC)
  • Fehlersuche: typische Netzwerkprobleme erkennen (z.B. APIPA/DHCP) (MC)

💡 IP-Antworten großzügig gematcht. Bei Freitext genügt die reine Adresse, z.B. 192.168.10.0.

Anzahl Fragen:

📅 Lernplan-Generator

Dein persönlicher, phasenbasierter Lernplan – berechnet aus deinem Prüfungstermin, deiner Lernzeit und deinen bisherigen Ergebnissen (Schwächen zuerst).

⚙️ Deine Einstellungen

Standard: 25.11.2026 (AP2 Winter)
wird aus dem Datum berechnet

📖 Formelsammlung AP2

Alle wichtigen Formeln auf einen Blick. Zum Nachschlagen und Ausdrucken.

🔍

🎓 AP2-Prüfungsaufbau & Gewichtung

Fachinformatiker/-in Systemintegration (AO2020). AP1 = 20% der Gesamtnote, AP2 = 80%.

PrüfungsbereichArtDauerGewicht
Planen und Umsetzen eines Projektespraktisch (Doku 50% + Präsentation/Fachgespräch 50%)max. 40 h Projekt50%
Konzeption und Administration von IT-Systemenschriftlich, handlungsorientiert90 min10%
Analyse und Entwicklung von Netzwerkenschriftlich, handlungsorientiert90 min10%
Wirtschafts- und Sozialkundeschriftlich, meist Multiple Choice60 min10%

Bestehensregeln (Teil 2):

  • Gesamtergebnis (Teil 1 + Teil 2) mindestens „ausreichend"
  • Teil 2 insgesamt mindestens „ausreichend"
  • Mindestens 3 der 4 Prüfungsbereiche von Teil 2 mindestens „ausreichend"
  • Kein Prüfungsbereich „ungenügend"
  • Mündliche Ergänzungsprüfung (15 min) möglich in genau EINEM schriftlichen Bereich, wenn er schlechter als „ausreichend" ist und den Ausschlag zum Bestehen geben kann. Gewichtung altes Ergebnis : mündliche Prüfung = 2:1.

🗓️ Prüfungstermine 2026 / 2027 (Sommer-Durchgang)

Wichtige Fristen für deinen AP2-Durchgang. Trage sie dir in den Kalender ein! (Angaben laut IHK, ohne Gewähr.)

Termin / FristWas ist zu tun?
bis 01.09.2026Anmeldeschluss für die Abschlussprüfung Teil 2
07.–11.09.2026Versand der PIN für das Online-Portal. Aktuelle E-Mail-Adresse hinterlegen und Spam-Ordner prüfen!
bis 06.10.2026, 12:00 UhrUpload des Projektantrags im Online-Portal (inkl. Bestätigung durch den Azubi mit der PIN)
Mi, 25.11.2026Schriftliche Abschlussprüfung Teil 2. Einladung ca. 2 Wochen vorher per E-Mail
bis 08.12.2026, 12:00 UhrUpload der Dokumentation als PDF-Datei im Online-Portal
07.01.–31.01.2027Präsentationen und Fachgespräche, ggf. mündliche Ergänzungsprüfungen (müssen beantragt werden). Abweichungen möglich – bei der Urlaubsplanung beachten. Einladung bis spätestens 7 Tage vorher per E-Mail / Online-Portal.

📑 Projektdokumentation – Bewertungsschlüssel & Formvorgaben

Die Doku wird in 6 Komplexen bewertet (50% der Projektnote). Nutze das als Gliederungs-Checkliste!

KomplexGewichtInhalt (Auswahl)
1. Ausgangssituation10%Projektauftrag analysieren, Projektziele (Zeit/Kosten/Sach/Qualität) + Abgrenzung, Projektumfeld & Schnittstellen, Anforderungsanalyse, Ist-Analyse beim Kunden
2. Ressourcen-/Ablaufplan25%Terminplan/Ablaufplan (Meilensteine), Personal-/Sachmittel-/Kostenplanung (Angebotskalkulation), QS-Planung, Soll-Konzept, Nutzwertanalyse/Entscheidungsmatrix, Schwachstellen-/Schutzbedarfsanalyse + Schutzmaßnahmen
3. Durchführung & Auftragsbearbeitung30%Prozess-Schritte & Vorgehen, Abweichungen/Entscheidungen, Qualitätskontrolle, technische Lösung (Einführung/Erweiterung), technische + organisatorische IT-Sicherheitsmaßnahmen
4. Projektabschluss15%Soll-Ist-Vergleich, Reflexion/Fazit, Optimierung/Ausblick, Übergabe & Abnahme
5. Gestaltung der Dokumentation10%Deckblatt/Gesamteindruck, Text & Überschriften, Grafiken/Tabellen mit Beschriftung, Kopf-/Fußzeile mit Seitenzahlen, Verzeichnisse, Glossar/Abkürzungen, Rechtschreibung, Quellenangaben
6. Kundendokumentation (Anhang)10%Schutzbedarfsanalyse (Auszug), Gesprächsprotokoll, Mess-/Prüfprotokoll, Übergabeprotokoll, Abnahmeprotokoll, Anwenderhandbuch/technische Doku (Auszug)

Formvorgaben:

  • Projektbericht: max. 15 DIN-A4-Seiten (ohne Deckblatt/Verzeichnisse)
  • Praxisbezogene Unterlagen (Anlagen): max. 17 Seiten
  • Text: Schriftgrad 11, 1,3-facher Zeilenabstand in Absätzen
  • Abgabe als PDF, max. 5 MB (Bericht + Anlagen in einer Datei)
  • Pflicht: „Protokoll über die durchgeführte Projektarbeit" beilegen (IHK Dok.-Nr. 4547900)
  • Bewertet wird der Arbeitsprozess, nicht nur das Endergebnis

Präsentation & Fachgespräch (je 50%, zusammen max. 30 min, Präsentation max. 15 min):

  • Präsentation: Aufbau/Struktur 40%, sprachliche Gestaltung 30%, zielgruppengerechte Darstellung 30%
  • Fachgespräch: Argumentation/Begründung 35%, Lösungskompetenz 30%, Fachhintergrund 35%
  • Zielgruppe = fachkundiger Prüfungsausschuss (keine Kunden)

🧠 Eselsbrücken & Analogien

Sperrige Konzepte anschaulich merken. Jede Analogie erklärt das Prinzip in einem Bild.

BegriffMerkbild / Analogie
IaaS / PaaS / SaaSKüche: IaaS = leere Küche mieten (du bringst alles mit). PaaS = fertig eingerichtete Küche (du kochst nur). SaaS = fertiges Gericht wird geliefert.
3-2-1-Backup-Regel3 Kopien, 2 verschiedene Medien, 1 davon außer Haus (offsite).
Inkrementell vs. DifferentiellInkrementell = Kette: jedes Glied baut auf dem vorherigen auf (Restore braucht ALLE). Differentiell = Abstand zum Start: nur Vollbackup + letztes Diff nötig.
DMZVorgarten: öffentlich erreichbar (Webserver), aber vom Wohnhaus (LAN) durch einen Zaun (Firewall) getrennt.
Bastion Host / Jump HostSchleusentür: Admins kommen nicht direkt ins LAN, sondern nur über diesen einen kontrollierten Einstiegspunkt.
Domänen-Vertrauensstellung (Trust)Visa-Abkommen: Land A erkennt die Ausweise von Land B an – deren Bürger dürfen ohne neues Visum einreisen.
Load BalancerKassen im Supermarkt: die Kundenschlange wird auf mehrere Kassen verteilt, damit keine einzelne überläuft.
Active Directory (Domain/Tree/Forest)Wald: Domains sind Äste, Trees sind Bäume, der Forest ist der ganze Wald – das zentrale Firmen-Adressbuch mit Login.
DNSTelefonbuch: du kennst den Namen (www.beispiel.de), DNS liefert die Nummer (IP-Adresse).
DHCP (DORA)Hotel-Rezeption: Gast fragt nach Zimmer (Discover), Rezeption bietet an (Offer), Gast nimmt (Request), Rezeption bestätigt (Ack).
Routing vs. SwitchingRouter = Lotse zwischen Städten (Netzen), Switch = Hausmeister im Gebäude (verteilt im lokalen Netz).
AnsibleKochrezept per Fernsteuerung: ein Playbook wird per SSH auf viele Server gleichzeitig ausgeführt – ohne dort installierten Agent.
Deduplizierung vs. KomprimierungDedup: gleiches Buch nur einmal ins Regal, sonst nur Verweise. Komprimierung: die Schrift im Buch verkleinern.
Symmetrisch vs. AsymmetrischSymmetrisch = ein Schlüssel sperrt und öffnet (schnell). Asymmetrisch = Briefkasten: jeder kann einwerfen (Public Key), nur du öffnest (Private Key).
RAID ≠ BackupRAID = Ersatzreifen (Ausfall einer Platte abfangen). Backup = Kopie im Tresor (schützt vor Löschen/Ransomware). Beides nötig!
Firewall (Stateful)Türsteher mit Gästeliste: merkt sich, wer rausgegangen ist, und lässt genau dessen Antwort wieder rein.
VLANTrennwände im Großraumbüro: ein physischer Switch, aber logisch getrennte Abteilungen, die sich nicht sehen.
Proxy vs. Reverse ProxyProxy = Einkaufsbote für Clients (nach außen). Reverse Proxy = Empfangstresen vor den Servern (nach innen).
NATFirmen-Telefonzentrale: viele interne Apparate teilen sich eine öffentliche Nummer nach außen.
Verfügbarkeit „Nines"Je mehr Neunen, desto weniger Ausfall: 99,9% ≈ 8,8 h/Jahr, 99,99% ≈ 52 min/Jahr, 99,999% ≈ 5 min/Jahr.

🔢 Subnetting & IP

FormelBerechnung
Hosts pro Subnetz2^(32-Praefix) - 2
Subnetze2^(geliehene Bits)
NetzadresseIP AND Subnetzmaske (binaer)
BroadcastNetzadresse + alle Host-Bits auf 1
192.168.1.0/26 -> Maske 255.255.255.192 192 168 1 00 Host <- Netzanteil (26 Bit) -> Host (6 Bit) /26 -> 4 Subnetze a 64 Adressen (62 Hosts): .0 - .63Netz .0 / BC .63 .64 - .127Netz .64 / BC .127 .128 - .191Netz .128 / BC .191 .192 - .255Netz .192 / BC .255 Merke: Hosts = 2^(32-Praefix) - 2 · Blockgroesse = 256 - Maskenoktett 1. Adresse = Netz (nicht nutzbar), letzte = Broadcast (nicht nutzbar)

💾 RAID

LevelNutzbarMin. PlattenAusfalltoleranz
RAID 0n * d2Keine!
RAID 1n/2 * d21 Platte
RAID 5(n-1) * d31 Platte
RAID 6(n-2) * d42 Platten
RAID 10n/2 * d41 pro Mirror

n = Anzahl Platten, d = Plattengroesse. Hot Spare zaehlt NICHT zur Berechnung!

RAID 0 – Striping (kein Schutz) A1 · A3 A2 · A4 Daten verteilt = schnell, 0 Redundanz RAID 1 – Mirroring (Spiegel) A1 A2 A1 A2 Identische Kopie, 50% nutzbar RAID 5 – Striping + Paritaet (P) A1 · B2 · P A2 · P · C1 P · B1 · C2 1 Platte darf ausfallen (min. 3) RAID 10 – Spiegel + Striping A1 A1 A2 A2 gespiegelt + verteilt (min. 4) Nutzkapazitaet: RAID5 = (n-1)xPlatte · RAID6 = (n-2)xPlatte · RAID1/10 = 50%

📊 Verfuegbarkeit & SLA

FormelBerechnung
Verfuegbarkeit(Servicezeit - Ausfallzeit) / Servicezeit * 100%
Max. AusfallServicezeit * (100% - Verfuegbarkeit)
MTBF/MTTRVerfuegbarkeit = MTBF / (MTBF + MTTR)
Referenzwerte99,9% = 8,76h/Jahr | 99,5% = 43,8h/Jahr | 99% = 87,6h/Jahr
99 % 3,65 Tage Downtime/Jahr 99,9 % 8,76 h Downtime/Jahr 99,99 % 52,6 min/Jahr 99,999 % 5,26 min/Jahr ("five nines") Formel: Ausfallzeit = Servicezeit x (100 - Verfuegbarkeit%) / 100

📐 Datenmengen & Uebertragung

FormelBerechnung
UebertragungszeitDatenmenge (Bit) / Bandbreite (Bit/s)
MB in MbitMB * 8 = Mbit
BildgroesseBreite * Hoehe * Farbtiefe(Bit) / 8 = Bytes
Einheiten1 KiB = 1024 B (binaer) | 1 KB = 1000 B (dezimal)
Einheiten-Treppe (binaer, x1024): Byte8 Bit KiB1024 B MiB1024 KiB GiB1024 MiB TiB1024 GiB hoch: x1024 runter: /1024 Achtung: 1 Byte = 8 Bit! Mbit/s vs MB/s → x8 bzw. /8. Dezimal (KB/MB) = x1000.

💰 Kalkulation & Wirtschaft

FormelBerechnung
BezugspreisListeneinkauf - Rabatt - Skonto + Bezugskosten
SelbstkostenBezugspreis + Handlungskosten
Break-evenFixkosten / (Preis - variable Stueckkosten)
DeckungsbeitragErloes - variable Kosten
StundensatzJahreskosten / produktive Stunden
FMEA RPZAuftreten * Bedeutung * Entdeckung (je 1-10)

Bezugspreis-Kalkulationsschema (GA1-Klassiker):

Listeneinkaufspreis (LEP)100% − Rabatt (% vom LEP) = Zieleinkaufspreis (ZEP) − Skonto (% vom ZEP) = Bareinkaufspreis (BEP) + Bezugskosten (Fracht, Porto, Versicherung) = Bezugspreis (Einstandspreis) Rabatt: Grundwert = LEP (100%) · Skonto: Grundwert = ZEP (100%) Bezugskosten/Stück = Gesamt-Fracht ÷ Stückzahl · kaufmännisch auf 2 Stellen runden

Vollständige Handelskalkulation (Einkauf → Verkauf):

StufeRechnung
Listeneinkaufspreis (LEP)100%
− Liefererrabatt% vom LEP
= Zieleinkaufspreis (ZEP)
− Liefererskonto% vom ZEP
= Bareinkaufspreis (BEP)
+ Bezugskostenabsolut
= Bezugspreis / Einstandspreis
+ Handelskostenzuschlag% (a.H.)
= Selbstkosten
+ Gewinnzuschlag% (a.H.)
= Barverkaufspreis
+ Kundenskonto (+ Provision)% (i.H.)
= Zielverkaufspreis
+ Kundenrabatt% (i.H.)
= Nettoverkaufspreis (Listenverkaufspreis)
+ Umsatzsteuer19% vom Netto
= Bruttoverkaufspreis

Prozent-Arten: v.H. (vom Hundert) = normal, Grundwert 100%. a.H. (auf Hundert) = vermehrter Grundwert, der Betrag ist AUFschlag → Grundwert 100%, Ergebnis 100%+Satz. i.H. (im Hundert) = verminderter Grundwert, der Abzug ist bereits enthalten → z.B. Barverkaufspreis = 100% − Skonto%. Rückwärtskalkulation: vom Verkaufspreis rückwärts zum max. Einkaufspreis. Differenzkalkulation: Gewinn ermitteln, wenn EK und VK gegeben sind.

🔀 Netzplan

FormelBerechnung
FEZFAZ + Dauer
FAZ (Nachfolger)MAX(FEZ aller Vorgaenger)
SAZSEZ - Dauer
SEZ (Vorgaenger)MIN(SAZ aller Nachfolger)
GesamtpufferSAZ - FAZ = SEZ - FEZ
Kritischer PfadAlle Vorgaenge mit GP = 0

Aufbau eines Vorgangsknotens:

FAZ FEZ Vorgang / Dauer SAZ SEZ FAZ = Fruehester Anfang FEZ = FAZ + Dauer SEZ = Spaetestes Ende SAZ = SEZ - Dauer Puffer (GP) = SAZ - FAZ GP = 0 → kritischer Pfad!

Ablauf: Vorwaerts (FAZ/FEZ) → Rueckwaerts (SEZ/SAZ):

A (3)0 | 3 B (2)3 | 5 C (4)3 | 7 D (2)7 | 9 Kritischer Pfad: A → C → D = 9 B hat Puffer (2 Tage)

Gantt-Diagramm (Balken auf Zeitachse) – kommt in FISI oft dran:

Vorgang \ Woche 1234567 Analyse Konzept Umsetzung Test AbnahmeMeilenstein Balken = Dauer · Raute = Meilenstein · Gantt zeigt WANN & parallel, Netzplan zeigt Abhaengigkeiten/kritischen Pfad

Lastenheft vs. Pflichtenheft:

📋 Lastenheft Wer? AUFTRAGGEBER beschreibt das WAS (Anforderungen, Ziele) "Was soll erreicht werden?" → zuerst, bei Ausschreibung 📗 Pflichtenheft Wer? AUFTRAGNEHMER beschreibt das WIE (technische Umsetzung) "Wie wird es umgesetzt?" → danach, Basis fuer Abnahme

🔒 Verzugszinsen

TypZinssatz
B2C (Verbraucher)Basiszins + 5 Prozentpunkte
B2B (Unternehmer)Basiszins + 9 Prozentpunkte

B2B: Automatischer Verzug 30 Tage nach Faelligkeit + Rechnungszugang (ohne Mahnung).

🌐 Wichtige Ports

PortDienstPortDienst
20/21FTP22SSH
25SMTP53DNS
67/68DHCP80HTTP
88Kerberos110POP3
143IMAP161/162SNMP
389LDAP443HTTPS
445SMB587SMTP (Auth)
636LDAPS993IMAPS
3306MySQL3389RDP

Well-Known: 0-1023 | Registered: 1024-49151 | Dynamic: 49152-65535

🌐 OSI-Modell

NrSchichtPDUGeraeteBeispiele
7ApplicationDatenProxy, GatewayHTTP, DNS, SMTP, SSH
6PresentationDatenTLS/SSL, JPEG, ASCII
5SessionDatenNetBIOS, RPC, SIP
4TransportSegmentFirewall, LBTCP, UDP
3NetworkPaketRouter, L3-SwitchIP, ICMP, OSPF, IPsec
2Data LinkFrameSwitch, BridgeEthernet, ARP, STP
1PhysicalBitHub, RepeaterKabel, Stecker, Signale

🔄 Backup

TypSichertRestore brauchtGroesse
VollAlle DatenNur VollbackupGross
InkrementellAenderungen seit letztem BackupVoll + ALLE Inkr.Klein
DifferentiellAenderungen seit letztem VollVoll + letztes Diff.Mittel (waechst)

3-2-1: 3 Kopien, 2 Medien, 1 Offsite. RPO: Max. Datenverlust. RTO: Max. Wiederherstellungszeit.

Zeitstrahl: So(Voll) → Mo → Di → Mi → Do (Restore) Voll: So Inkr.: So Mo Di Mi X Do ← Kette kaputt! Diff.: So Do ← Reicht!

🔧 ITIL Kernbegriffe

BegriffBedeutung
IncidentUngeplante Stoerung – schnell beheben
ProblemUnbekannte Ursache – dauerhaft loesen (Root Cause)
ChangeGeplante Aenderung (Standard/Normal/Emergency)
Service RequestStandardanfrage (Passwort-Reset, Software)
SLAVertrag mit Kunde (Verfuegbarkeit, Zeiten)
OLAIntern zwischen Abteilungen
UCVertrag mit externem Zulieferer

Prioritaet = Auswirkung (Impact) x Dringlichkeit (Urgency). L1→L2→L3 Support-Eskalation.

🗂 Normalisierung

NFRegelVerletzt wenn...
1NFAlle Werte atomarMehrere Werte in einer Zelle
2NFKeine partiellen AbhaengigkeitenAttribut haengt nur von Teil des PK ab
3NFKeine transitiven AbhaengigkeitenA→B→C (z.B. PK→PLZ→Ort)

FK-Regeln: CASCADE (mitloeschen), SET NULL, RESTRICT (verhindern). ERM→RM: 1:n → FK auf n-Seite. n:m → Zwischentabelle.

📊 EPK Elemente

ElementFormBeschreibung
EreignisSechseckPassiver Zustand ("Antrag eingegangen")
FunktionAbgerundetes RechteckAktive Taetigkeit ("Antrag pruefen")
XORKreis mit xGenau EIN Pfad (Entweder/Oder)
ANDKreis mit +ALLE Pfade parallel
ORKreis mit vEiner oder mehrere Pfade

Regeln: Beginnt/endet mit Ereignis. Strenge Alternierung (E→F→E→F). XOR-Split → XOR-Join.

Ticket eingegangen Kategorisieren kategorisiert Pruefen geprueft x XOR Loesen → Geloest Eskalieren → Eskaliert Legende: Ereignis (Sechseck) Funktion (abger. Rechteck) xKonnektor (XOR/AND/OR)

🏢 Rechtsformen

FormHaftungKapitalTyp
GmbHBeschraenkt (Gesellschaftsverm.)25.000 EURKapital
AGBeschraenkt (Aktienkapital)50.000 EURKapital
OHGUnbeschraenkt (Privatverm.)KeinsPerson
KGKompl. unbeschr. / Komm. beschr.KeinsPerson
UGBeschraenktAb 1 EURKapital

🔒 IT-Sicherheit Kernbegriffe

BegriffBedeutung
CIAConfidentiality, Integrity, Availability (3 Schutzziele)
SymmetrischGleicher Schluessel (AES) – schnell
AsymmetrischSchluesselpaar Public/Private (RSA) – sicher
HashEinweg-Fingerprint (SHA-256) – Integritaet
DMZPufferzone fuer oeffentliche Server
BSI GrundschutzBasis-, Standard-, Kern-Absicherung

DSGVO 72h: Datenpanne melden. Gewaehrleistung: 2 Jahre. Beweislastumkehr: 12 Monate.

Verschlüsselung: symmetrisch vs. asymmetrisch vs. hybrid

🔑 Symmetrisch (AES) – EIN Schlüssel für beide Sender Empfänger 🔒 verschlüsselt mit Schlüssel K beide nutzen denselben Schlüssel K 🔑🔑 Asymmetrisch (RSA) – Schlüsselpaar Sender Empfänger 🔒 mit PUBLIC Key des Empfängers Entschlüsselung nur mit PRIVATE Key ⚡ Hybrid (TLS/HTTPS) – Best of both 1. Asymmetrisch (RSA): sicherer Austausch des Session-Keys 2. Symmetrisch (AES): schnelle Verschlüsselung der Daten mit Session-Key → Sicherheit (asymm.) + Geschwindigkeit (symm.)

Signatur (umgekehrt): mit PRIVATE Key signieren, mit PUBLIC Key prüfen → Echtheit + Integrität. Hash (SHA-256): Einweg, nicht umkehrbar, für Integrität/Passwörter. Diffie-Hellman: sicherer Schlüsselaustausch ohne den Schlüssel zu übertragen.

🖥 Wichtige Linux-Befehle

BefehlFunktion
chmod 750 dateiRechte setzen (rwxr-x---)
systemctl start/stop/enableDienste verwalten
ip a / ifconfigNetzwerk-Interfaces anzeigen
ss -tlnp / netstat -tlnpOffene Ports anzeigen
grep -r "text" /pfad/Rekursiv in Dateien suchen
crontab -eCronjobs bearbeiten

Cron: Min Std Tag Mon WoTag Befehl. Konfig: /etc/ Logs: /var/log/

💻 Wichtige Windows-Befehle

BefehlFunktion
ipconfig /allIP, DNS, Gateway, MAC anzeigen
ipconfig /flushdnsDNS-Cache leeren
nslookup domain.deDNS-Aufloesung testen
netstat -anAlle Verbindungen + offene Ports
tracert zielRoute zum Ziel verfolgen
gpupdate /forceGruppenrichtlinien neu laden
sfc /scannowSystemdateien pruefen/reparieren

GPO-Reihenfolge: LSDOU (Local → Site → Domain → OU). Spaetere ueberschreiben fruehere.

📡 DHCP DORA-Prozess

SchrittNameRichtungBeschreibung
1DiscoverClient → BroadcastClient sucht DHCP-Server
2OfferServer → ClientServer bietet IP-Konfiguration an
3RequestClient → BroadcastClient akzeptiert Angebot
4AcknowledgeServer → ClientServer bestaetigt Vergabe

Ports: Server=67, Client=68 (UDP). APIPA 169.254.x.x = DHCP nicht erreichbar.

Client Server 1. Discover (Broadcast) 2. Offer (IP anbieten) 3. Request (Broadcast) 4. Acknowledge

🔗 ARP – IP zu MAC auflösen

ARP (Address Resolution Protocol) ermittelt zu einer bekannten IPv4-Adresse die zugehörige MAC-Adresse im lokalen Netz (Layer 2). Nötig, weil im LAN mit MAC-Adressen zugestellt wird, Anwendungen aber IP-Adressen nutzen.

SchrittNachrichtAblauf
1ARP-RequestBroadcast an alle: „Wer hat 192.168.1.20? Sag mir deine MAC."
2ARP-ReplyUnicast zurück: „192.168.1.20 ist AA:BB:CC:DD:EE:FF." → landet im ARP-Cache
  • ARP-Cache: Zuordnungen werden zwischengespeichert (arp -a zeigt die Tabelle).
  • Gratuitous ARP: ARP für die eigene IP – prüft IP-Konflikte und aktualisiert fremde Caches (z.B. nach Failover).
  • RARP (veraltet): umgekehrt MAC → IP; heute durch DHCP/BOOTP ersetzt.
  • Bei anderem Subnetz: ARP wird für die Gateway-MAC gemacht, nicht für die Ziel-IP (der Router leitet dann weiter).
  • IPv6 nutzt kein ARP, sondern NDP (Neighbor Discovery Protocol).
  • Sicherheit: ARP-Spoofing/-Poisoning = Angreifer beantwortet Requests mit seiner MAC → Man-in-the-Middle. Schutz: Dynamic ARP Inspection, statische Einträge, Port Security.

OSI: Bindeglied zwischen Schicht 3 (IP) und Schicht 2 (MAC/Ethernet).

🔄 TCP 3-Way-Handshake

SchrittPaketRichtungZweck
1SYNClient → ServerVerbindung anfordern
2SYN-ACKServer → ClientVerbindung bestaetigen + eigene Anfrage
3ACKClient → ServerBestaetigung → Verbindung steht

Abbau: FIN → ACK → FIN → ACK (4-Way). TCP: Zuverlaessig, verbindungsorientiert. UDP: Schnell, verbindungslos.

Client Server 1. SYN 2. SYN-ACK 3. ACK

📧 E-Mail Protokolle

ProtokollPortFunktionSicher
SMTP25/587Senden465 (SMTPS)
POP3110Abholen (loescht auf Server)995
IMAP143Synchronisieren (bleibt auf Server)993

SPF: DNS-Record wer senden darf. DKIM: Digitale Signatur. DMARC: Policy bei SPF/DKIM-Fehler. MTA→MDA→MUA (Transport→Zustellung→Client).

🔀 VLAN

TypBeschreibung
Access PortGehoert zu einem VLAN (fuer Endgeraete)
Trunk PortTraegt mehrere VLANs (Switch↔Switch, 802.1Q Tag)
Inter-VLANRouting zwischen VLANs via Router oder L3-Switch

802.1Q: 4-Byte Tag im Frame (VLAN-ID 1-4094). STP: Verhindert Schleifen. PVID: Default-VLAN eines Ports.

🌍 DNS – Namensauflösung

DNS übersetzt Domainnamen (www.beispiel.de) in IP-Adressen. Ablauf von oben nach unten, bis der zuständige (autoritative) Server antwortet.

Client Resolver(rekursiv, ISP) Root (.) TLD (.de) Autoritativ IP-Adresse
BegriffBedeutung
RekursivResolver holt die komplette Antwort für den Client (fragt Root→TLD→autoritativ selbst ab)
IterativServer gibt nur den Verweis auf den nächsten zuständigen Server zurück
A / AAAAName → IPv4 (A) bzw. IPv6 (AAAA)
CNAMEAlias auf einen anderen Namen
MXMailserver der Domain
PTRReverse-Lookup: IP → Name
NS / SOA / TXTNameserver / Zonen-Info / Freitext (SPF, DKIM …)

Port 53 (UDP für Anfragen, TCP für Zone-Transfer). TTL steuert die Cache-Dauer. DNSSEC signiert Antworten gegen Spoofing.

🔁 NAT & PAT

NAT übersetzt private IP-Adressen in öffentliche am Router (spart IPv4-Adressen, verbirgt interne Struktur).

ArtZuordnungEinsatz
Statisches NAT1 privat ↔ 1 öffentlich (fest)Server dauerhaft erreichbar machen
Dynamisches NATviele privat ↔ Pool öffentlicher IPsmehrere öffentliche IPs vorhanden
PAT / NAT-Overloadviele privat ↔ 1 öffentlich (per Port unterschieden)Normalfall im Heim-/Firmenrouter

Port Forwarding (DNAT): Anfrage von außen auf Port X → interner Server (z.B. öffentliche IP:443 → 192.168.1.10:443). PAT merkt sich pro Verbindung IP+Port in der NAT-Tabelle.

🧭 Routing

BegriffBedeutung
Statisches RoutingRouten manuell eingetragen – einfach, gut für kleine/stabile Netze
Dynamisches RoutingRouter tauschen Routen automatisch aus (OSPF, RIP, BGP) – skaliert, selbstheilend
Default-Route0.0.0.0/0 – „alles Unbekannte hierhin" (Richtung Internet-Gateway)
MetrikKosten einer Route – der niedrigste Wert gewinnt
Longest Prefix Matchspezifischste (längste) passende Route wird gewählt
OSPF vs. RIPOSPF: Link-State (Dijkstra, Kosten aus Bandbreite). RIP: Distanzvektor (Hop-Count, max. 15)

Routing-Tabelle: Zielnetz · Maske · Gateway (Next Hop) · Interface · Metrik. Inter-VLAN: Router-on-a-Stick oder Layer-3-Switch.

☁ Cloud-Modelle

ModellDu verwaltestProvider verwaltetBeispiel
IaaSOS, Apps, DatenHardware, NetzwerkAWS EC2, Azure VM
PaaSApps, DatenHardware, OS, RuntimeAzure App Service, Heroku
SaaSNur Daten/ConfigAllesMicrosoft 365, Salesforce

Hypervisor: Typ 1 = Bare Metal (ESXi, Proxmox). Typ 2 = auf Host-OS (VirtualBox). Container: Teilt Kernel, leichter als VM.

Was du verwaltest: IaaS Du: OS + Apps + Daten Provider: Hardware, Netz AWS EC2, Azure VM PaaS Du: Apps + Daten Provider: HW, OS, Runtime Azure App Svc, Heroku SaaS Du: Nur Daten/Config Provider: Alles M365, Salesforce

📋 Scrum Kompakt

KategorieElemente
RollenProduct Owner (WAS), Scrum Master (Prozess), Dev Team (WIE)
ArtefakteProduct Backlog, Sprint Backlog, Inkrement
EventsSprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Retrospektive

Sprint: 2-4 Wochen, fest. Wasserfall: Sequentiell (Analyse→Design→Impl.→Test). Magisches Dreieck: Zeit, Kosten, Qualitaet.

ProductBacklog SprintPlanning Sprint (2-4 Wo)Daily Scrum (15 min) SprintReview Retro-spektive Naechster Sprint → Fertiges Inkrement ←

Magisches Dreieck des Projektmanagements:

Zeit Kosten Qualitaet Umfang / Leistung Aenderst du eine Ecke, beeinflusst das die anderen!

Beispiel: Schnellere Lieferung (Zeit ↓) → mehr Personal (Kosten ↑) oder weniger Funktionen (Qualitaet ↓).

📊 Kaufvertragsstoerungen

StoerungVorrangige RechteNachrangige Rechte
SachmangelNachbesserung ODER NachlieferungRuecktritt, Minderung, Schadensersatz
LieferverzugSchadensersatz neben LeistungNach Nachfrist: Ruecktritt, SE statt Leistung
ZahlungsverzugVerzugszinsen, MahnkostenNach Nachfrist: Ruecktritt, Schadensersatz

Mahnung: Bei kalendermaessigem Termin nicht noetig (automatisch). B2B-Ruege: Unverzueglich nach Wareneingang (§377 HGB).

Mangel Vorrangig:NachbesserungODER Nachlieferung Fehlgeschlagen? Nachrangig:RuecktrittMinderung / SE Verzug SE + Nachfrist Ruecktritt/SE

🔐 Schutzbedarf (BSI)

KategorieSchadensauswirkungBeispiel
NormalBegrenzt, tolerierbarOeffentliche Webseite
HochBetraechtlichPersonaldaten, Finanzsystem
Sehr HochExistenzbedrohendMedizingeraete, kritische Infrastruktur

Schutzziele: Vertraulichkeit, Integritaet, Verfuegbarkeit (CIA). TOMs: Technische + Organisatorische Massnahmen. BSI: Basis-/Standard-/Kern-Absicherung.

👥 Sozialversicherung

SaeuleBeitragSchuetzt vor
KrankenversicherungAG + AN ~50/50Krankheit
RentenversicherungAG + AN ~50/50Alter, Erwerbsminderung
PflegeversicherungAG + AN ~50/50Pflegebeduerftigkeit
ArbeitslosenversicherungAG + AN ~50/50Arbeitslosigkeit
UnfallversicherungNUR Arbeitgeber!Arbeitsunfall, Berufskrankheit

🧱 Firewall-Regeln Aufbau

FeldBeschreibungBeispiel
QuelleWoher kommt das Paket?192.168.1.0/24 oder ANY
ZielWohin geht es?10.0.1.50
PortWelcher Dienst?443 (HTTPS)
ProtokollTCP oder UDPTCP
AktionErlauben oder BlockierenALLOW / DENY

Default Deny: Letzte Regel = DENY ALL. Stateful: Antwortpakete automatisch erlaubt. First Match: Erste passende Regel gewinnt.

Internet Firewallextern DMZWeb, Mail Firewallintern LAN DMZ→LANDENY!

🌐 IPv6 Kurzreferenz

TypPraefixBeschreibung
Global Unicast2000::/3Weltweit routbar (wie oeffentliche IPv4)
Link-Localfe80::/10Nur lokal, nicht routbar, automatisch
Unique Localfc00::/7Privat (wie 192.168.x.x bei IPv4)
Multicastff00::/8Gruppenadresse

128 Bit. SLAAC: Autokonfiguration ohne DHCP. Dual Stack: IPv4+IPv6 parallel. NAT64: Uebersetzung IPv6↔IPv4. Kein Broadcast (nur Multicast).

🔑 Kerberos (AD-Login)

SchrittWas passiert
1User → KDC (AS): Login → erhaelt TGT (Ticket Granting Ticket)
2User → KDC (TGS): TGT + "Ich will auf Server X" → erhaelt Service Ticket
3User → Server: Service Ticket vorzeigen → Zugriff

Port 88. Passwort geht nie uebers Netz! Single Sign-On. Max. 5 Min Zeitabweichung (NTP wichtig!).

User KDC (AS)Auth Service KDC (TGS)Ticket Service Server 1. Login TGT 2. TGT+"Will Server" Service Ticket 3. Service Ticket → Zugriff

⚡ USV-Typen

TypUmschaltzeitEinsatz
Offline/Standby2-10 msEinfache PCs
Line-Interactive2-4 msKleine Server, Netzwerk
Online/Double-Conversion0 msRechenzentrum, kritische Systeme

Online-USV: Strom laeuft IMMER ueber Akku → keinerlei Unterbrechung. Teuerste aber sicherste Loesung.

🔑 Top 30 Abkuerzungen

DNS Domain Name System
DHCP Dyn. Host Config Protocol
TCP Transmission Control Protocol
UDP User Datagram Protocol
NAT Network Address Translation
VPN Virtual Private Network
VLAN Virtual Local Area Network
SLA Service Level Agreement
MTBF Mean Time Between Failures
MTTR Mean Time To Repair
RPO Recovery Point Objective
RTO Recovery Time Objective
CIA Confidentiality Integrity Avail.
RAID Redundant Array of Indep. Disks
DMZ Demilitarisierte Zone
USV Unterbrechunsfreie Stromvers.
GPO Group Policy Object
LDAP Lightweight Dir. Access Prot.
ITIL IT Infrastructure Library
FMEA Fehlermoegl.- u. Einflussanalyse
TCO Total Cost of Ownership
KPI Key Performance Indicator
ERM Entity Relationship Model
DDL Data Definition Language
DML Data Manipulation Language
DSGVO Datenschutz-Grundverordnung
BBiG Berufsbildungsgesetz
IaC Infrastructure as Code
SNMP Simple Netw. Mgmt Protocol
EPK Ereignisgest. Prozesskette

🔢 Zahlensysteme (Binär/Dezimal/Hex)

DezBinärHexDezBinärHex
000000810008
100011910019
200102101010A
300113111011B
401004121100C
501015131101D
601106141110E
701117151111F

Stellenwerte im Byte (8 Bit):

Beispiel: 1101 0010 = 128+64+16+2 = 210 128 64 32 16 8 4 2 1 Hex-Trick: je 4 Bit = 1 Hex-Ziffer. 8 Bit = 2 Hex-Ziffern (z.B. 1101 0010 = D2).

🌐 IPv4-Adressklassen & private Bereiche

KlasseBereich (1. Oktett)StandardmaskePrivater Bereich
A1–126/8 (255.0.0.0)10.0.0.0/8
B128–191/16 (255.255.0.0)172.16.0.0–172.31.0.0
C192–223/24 (255.255.255.0)192.168.0.0/16
D224–239Multicast
E240–255reserviert

127.x.x.x = Loopback (localhost). 169.254.x.x = APIPA (kein DHCP erreichbar). CGNAT = 100.64.0.0/10 (Provider-NAT).

📶 WLAN-Standards & Sicherheit

StandardFrequenzMax. Speed (brutto)
802.11b2,4 GHz11 Mbit/s
802.11g2,4 GHz54 Mbit/s
802.11n (Wi-Fi 4)2,4 & 5 GHz600 Mbit/s
802.11ac (Wi-Fi 5)5 GHz~3,5 Gbit/s
802.11ax (Wi-Fi 6)2,4 & 5 GHz~9,6 Gbit/s

Sicherheit: WEP (unsicher!) → WPA → WPA2 (AES/CCMP, Standard) → WPA3 (aktuell, sicherer). 2,4 GHz: mehr Reichweite, langsamer, störanfällig. 5 GHz: schneller, weniger Reichweite.

🔄 Backup-Strategien im Vergleich

ArtSichertSpeicherRestore
Vollbackupalle Datenhoch1 Medium (schnell)
InkrementellÄnderungen seit letztem Backup (egal welches)geringVoll + ALLE inkrementellen (langsam)
DifferenziellÄnderungen seit letztem Vollbackupmittel (wächst)Voll + letztes differenzielles (mittel)

Archivbit: Voll & inkrementell setzen es zurück, differenziell nicht. 3-2-1-Regel: 3 Kopien, 2 Medien, 1 offsite. RPO = max. Datenverlust, RTO = max. Wiederherstellungszeit.

☁ Virtualisierung & Cloud

BegriffBedeutung
Hypervisor Typ 1Bare-Metal, direkt auf HW (ESXi, Hyper-V, Proxmox) – performant, Server
Hypervisor Typ 2auf Host-OS (VirtualBox, VMware Workstation) – Desktop/Test
Containerteilt Kernel (Docker) – leichter/schneller als VM
IaaSInfrastruktur (VMs, Storage) – du: OS+Apps (AWS EC2, Azure VM)
PaaSPlattform – du: nur Apps+Daten (App Service, Heroku)
SaaSfertige Software – du: nur nutzen (M365, Salesforce)

Merksatz: Je "höher" (IaaS→SaaS), desto weniger verwaltest du selbst. Snapshot: Zustand einer VM einfrieren. Cloud-Modelle: Public / Private / Hybrid.

📉 Abschreibung (AfA) & Leasing vs. Kauf

BegriffErklärung
Lineare AfAAnschaffungskosten ÷ Nutzungsdauer = jährlicher Betrag
BeispielServer 6.000 € ÷ 3 Jahre = 2.000 €/Jahr AfA
GWGGeringwertige Wirtschaftsgüter (bis 800 € netto) sofort absetzbar
Kauf (CapEx)Einmalzahlung, Eigentum, AfA über Jahre
Leasing (OpEx)monatliche Rate, Nutzungsrecht, sofort als Betriebsausgabe absetzbar, schont Liquidität

📜 Vertragsarten im Vergleich

VertragGeschuldet§ BGB / Beispiel
KaufvertragEigentumsübergang gegen Geld§433 – Hardware kaufen
WerkvertragERFOLG (fertiges Werk)§631 – Software erstellen, Abnahme!
DienstvertragTÄTIGKEIT (kein Erfolg)§611 – Beratung, Support pro Std.
MietvertragNutzungsüberlassung auf Zeit§535 – Hardware-Miete, Cloud

Merke: Werkvertrag = Erfolg geschuldet + Abnahme + Gewährleistung. Dienstvertrag = nur Tätigkeit, kein bestimmtes Ergebnis. SLA ist meist Dienstvertrag.

📐 UML-Diagramme – welches wofür?

DiagrammTypZeigt
KlassendiagrammStrukturKlassen, Attribute, Methoden, Beziehungen
Use-Case-DiagrammVerhaltenAkteure & Anwendungsfälle (WAS das System kann)
AktivitätsdiagrammVerhaltenAblauf/Workflow mit Entscheidungen (wie Flussdiagramm)
SequenzdiagrammVerhaltenzeitlicher Nachrichtenaustausch zwischen Objekten
ZustandsdiagrammVerhaltenZustände eines Objekts & Übergänge (Events)

Beziehungen (Klassendiagramm): Assoziation (kennt), Aggregation ◇ (hat, Teil kann allein existieren), Komposition ◆ (besteht aus, Teil stirbt mit), Vererbung ▷ (ist-ein).

🗄 SQL-Befehle nach Kategorie

KategorieZweckBefehle
DDLStruktur definierenCREATE, ALTER, DROP, TRUNCATE
DMLDaten ändernINSERT, UPDATE, DELETE
DQLDaten abfragenSELECT (mit WHERE, JOIN, GROUP BY, ORDER BY)
DCLRechte verwaltenGRANT, REVOKE
TCLTransaktionenCOMMIT, ROLLBACK, SAVEPOINT

JOIN-Arten: INNER (Schnittmenge), LEFT (alle links + Treffer rechts), RIGHT, FULL. Aggregatfunktionen: COUNT, SUM, AVG, MIN, MAX (+ GROUP BY / HAVING).

🌐 HTTP, REST & Datenformate

HTTP-MethodeZweck (CRUD)
GETLesen (Read) – ändert nichts (idempotent)
POSTNeu anlegen (Create)
PUT / PATCHGanz ersetzen / teilweise ändern (Update)
DELETELöschen (Delete)
StatuscodeBedeutung
2xx (200 OK, 201 Created)Erfolg
3xx (301, 304)Umleitung / nicht geändert
4xx (400, 401, 403, 404)Client-Fehler (falsche Anfrage, keine Auth, verboten, nicht gefunden)
5xx (500, 502, 503)Server-Fehler

REST: zustandslos, Ressourcen über URLs, Standard-HTTP-Methoden, meist JSON. JSON (schlank, JS-nah) vs. XML (streng, Schema/Namespaces, mit XSD validierbar). API: definierte Schnittstelle zwischen Systemen.

🧪 Testverfahren (QS)

E2E / UI (wenige) Integrationstests Unit-Tests (viele)
BegriffBedeutung
BlackboxTest ohne Kenntnis des Codes – nur Ein-/Ausgabe (Fachtest)
WhiteboxTest mit Kenntnis des Codes – Pfade/Zweige (Entwicklertest)
ÄquivalenzklassenEingaben in Gruppen mit gleichem Verhalten → 1 Wert pro Klasse testen
Grenzwertanalysean den Rändern testen (min-1, min, max, max+1) – dort sind die meisten Fehler
Regressionstestnach Änderung: prüfen ob bisher Funktionierendes noch läuft
TDDTest-Driven Development: erst Test schreiben, dann Code (Red-Green-Refactor)

🧬 OOP-Prinzipien, SOLID & Patterns

OOP-PrinzipBedeutung
KapselungDaten + Methoden bündeln, Zugriff über Schnittstelle (private/public)
VererbungUnterklasse erbt von Oberklasse (ist-ein-Beziehung)
Polymorphiegleiche Methode, unterschiedliches Verhalten je Klasse (Überschreiben)
Abstraktionnur Wesentliches modellieren (abstrakte Klassen/Interfaces)

SOLID (Design-Prinzipien):

  • Single Responsibility – eine Klasse, eine Aufgabe
  • Open/Closed – offen für Erweiterung, geschlossen für Änderung
  • Liskov – Unterklasse muss Oberklasse ersetzen können
  • Interface Segregation – viele kleine statt einem großen Interface
  • Dependency Inversion – von Abstraktionen abhängen, nicht von konkreten Klassen
Design PatternZweck
Singletongenau eine Instanz einer Klasse (z.B. Konfiguration)
FactoryObjekterzeugung kapseln (welche Klasse entsteht, entscheidet die Factory)
ObserverBeobachter werden bei Änderung automatisch benachrichtigt (Event/Listener)
MVCTrennung Model (Daten) / View (Darstellung) / Controller (Logik)

📝 Szenario-Trainer

Prüfungsnahe Freitext-Aufgaben: Lies das Szenario, formuliere deine Antwort, dann vergleiche mit der Musterlösung.

📋 So funktioniert der Szenario-Trainer

  • Du bekommst ein realitätsnahes IT-Szenario (wie in der AP2)
  • Formuliere deine Antwort selbstständig im Textfeld
  • Vergleiche mit der Musterlösung und lerne die Erwartungen kennen
  • Übe das Begründen und Formulieren – eine Kernkompetenz der AP2

💡 Tipp: In der echten Prüfung zählt die Begründung mehr als die reine Antwort!

🗄️ SQL-Trainer

Übe SQL-Abfragen wie in der AP2. Tippe die Lösung ein und prüfe dein Ergebnis.

📋 Übungstypen

  • SELECT – Daten abfragen mit WHERE, ORDER BY, LIMIT
  • JOIN – Tabellen verknüpfen (INNER, LEFT)
  • GROUP BY + HAVING – Aggregatfunktionen (COUNT, SUM, AVG, MAX)
  • CREATE TABLE – Tabellen anlegen mit Datentypen und Keys
  • INSERT / UPDATE / DELETE – Daten manipulieren

📐 Netzplan-Rechner

Übe die Vorwärts- und Rückwärtsrechnung. Berechne FAZ, FEZ, SAZ, SEZ und finde den kritischen Pfad.

📐 So funktioniert der Netzplan

Vorwärtsrechnung: FAZ = max(FEZ aller Vorgänger), FEZ = FAZ + Dauer

Rückwärtsrechnung: SEZ = min(SAZ aller Nachfolger), SAZ = SEZ - Dauer

Gesamtpuffer: GP = SAZ - FAZ (oder SEZ - FEZ)

Kritischer Pfad: Alle Vorgänge mit GP = 0

🐛 Code-Debugger

Finde und korrigiere Fehler in Pseudocode-Snippets – genau wie in der AP2 GA1.

🐛 Typische Aufgaben

  • Array-Durchlauf: Maximum/Minimum finden
  • Schleifen-Fehler: Falsche Grenzen, Off-by-One
  • Variablen-Verwechslung: Falsche Zuweisung
  • Programmausgabe vorhersagen: Was gibt der Code aus?
  • Fehlende Initialisierung oder falsche Bedingung

🏆 Achievements

Schalte Badges frei durch Lernfortschritt.

⚔️ Endlos-Dungeon

Roguelike-Bosskampf – kämpfe dich durch Etagen, sammle Buffs und überlebe so lange wie möglich!

⚔️ Endlos-Dungeon – Roguelike

  • Du startest mit 100 HP
  • Kämpfe dich durch Etagen mit steigender Schwierigkeit
  • Nach jedem Boss: Wähle 1 von 3 Buffs
  • Zwischen Etagen: Events, Shops & Elite-Gegner
  • Sammle Reliquien für permanente Boni im Run
  • Bosse haben Spezialfähigkeiten & Phasen
  • Stirbst du → Permadeath. Neuer Run.

⚔️ Klasse wählen

⚙️ Dungeon-Optionen

📚 Fragenpool:

🏆 Highscore: Etage 0

🐾 Begleiter wählen

🌳 Skill-Tree (permanent pro Klasse)

🏅 Challenge-Runs (optional)