Bereit für dein AP2-Training?
Jede richtige Antwort bringt dich näher an die AP2.
Dein Lernpfad
Basierend auf deinem Fortschritt – dein nächster empfohlener Schritt.
💡 Prüfungsstrategie Tipps für die schriftliche AP2 ein-/ausklappen
~1 Minute pro Punkt. Bei 25-Punkte-Aufgaben hast du ca. 25 Min. Zeitintensive Aufgaben (Pseudocode) zuerst einschätzen.
Immer etwas hinschreiben. Bei SQL: SELECT + Tabellen gibt schon Teilpunkte. Bei Pseudocode: Auch Teilalgorithmen zählen.
Schneller zu schreiben, leichter zu korrigieren. Klammern/Semikolons weglassen, dafür sauber einrücken. Keine Sprachfeatures!
1) Tabellen + Alias notieren 2) Spalten aufschreiben 3) JOINs formulieren 4) WHERE/GROUP BY ergänzen. JOIN-Syntax statt WHERE-Joins!
Nicht schwafeln! Fachbegriffe nutzen, konkrete Antworten geben. Prüfer bewerten Inhalt, nicht Textlänge.
UML-Syntax einhalten (Pfeilspitzen, Rauten). Bei ER: Kardinalitäten + FK-Seite angeben. Legende nicht vergessen.
Dein AP2-Lernbereich
Theorie lesen, Karten flippen, Szenarien durcharbeiten.
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Wissen & Glossar
Alle Erklärungen, Diagramme, Glossar A–Z.
Lernkarten
170+ Karten zum Flippen und Selbstbewerten.
Fallstudien
Prüfungsnahe Szenarien mit Musterlösungen.
Lernpfad
Netzwerk-Grundlagen
OSI, TCP/IP, DNS, DHCP, Ports
Subnetting
CIDR, Netzadressen, Hosts
IT-Sicherheit
CIA, Firewall, VPN, TLS
Server & AD
Linux, Windows, GPO, Kerberos
Virtualisierung & Cloud
Hypervisor, Container, IaaS/PaaS/SaaS
Storage & Backup
RAID, 3-2-1, RPO/RTO
WiSo
Arbeitsrecht, DSGVO, Sozialversicherung
SQL & Datenbanken
SELECT, JOIN, Normalformen
Programmierung & Code
Pseudocode lesen, Fehler finden
Projektplanung
Netzplan, Kosten, Nutzwertanalyse
Wähle deine Challenge
Alle Quiz-Modi und Trainer auf einen Blick.
Quiz-Modi
Themen-Tests
50+ Fragen pro Thema, alle Gebiete.
Zeitdruck-Modus
Schnell entscheiden unter Zeitdruck.
Endlos-Dungeon
Roguelike mit Buffs, Events und Bossen.
Prüfungssimulation
90 Min, Freitext, 8 Varianten.
Trainer
Subnetting
IP, Netzadresse, Broadcast berechnen.
Kommandos
Linux/Windows Befehle eintippen.
SQL-Trainer
50 Aufgaben: SELECT, JOIN, DDL.
Code-Debugger
30 Pseudocode-Fehler finden.
Netzplan
FAZ/FEZ/SAZ/SEZ berechnen.
Kaufmännisch
Amortisation, TCO, Break-Even, NWA.
Normalformen
1NF–3NF erkennen und begründen.
OSI-Modell
Schichten, Protokolle, Geräte zuordnen.
Port-Trainer
Ports, Protokolle, Abkürzungen lernen.
RAID-Trainer
RAID-Level, Kapazität, Ausfälle berechnen.
Verfügbarkeit
SLA, Ausfallzeiten, MTBF/MTTR.
Backup-Trainer
Restore-Szenarien, RPO/RTO.
Firewall-Regeln
Regeln formulieren und analysieren.
Abkürzungen
80+ IT-Abkürzungen drillmäßig lernen.
Datenmengen
Übertragungszeiten, Bildgrößen, Einheiten.
Paketanalyse
Mitschnitte lesen wie in Wireshark.
Szenarien
Freitext-Aufgaben mit Musterlösung.
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Motivierender Überblick über Serie, XP, Genauigkeit, Fehler und freigeschaltete Erfolge.
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Wochenübersicht, Aktivität und Themenanalyse.
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AP2-passende Erfolge freischalten.
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Rechner, Pomodoro, Notizen und Wiederholungen bleiben schnell erreichbar – ohne das Dashboard zu überladen.
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Subnetz, RAID, Verfügbarkeit, Backup und Einheiten berechnen.
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OSI-Modell – Die 7 Schichten
Das OSI-Modell beschreibt, wie Daten von einer Anwendung über ein Netzwerk zur anderen gelangen.
Merkhilfe: „Please Do Not Throw Sausage Pizza Away"
Subnetting – Grundprinzip
Beim Subnetting teilst du ein großes Netzwerk in kleinere Teilnetze auf.
Beispiel: 192.168.1.0/24
- Subnetzmaske: 255.255.255.0
- Hosts: 2^8 - 2 = 254 nutzbare Adressen
- Netzadresse: 192.168.1.0
- Broadcast: 192.168.1.255
Bei /25 halbierst du das Netz: 2 Subnetze mit je 126 Hosts.
Aufbau einer IP-Adresse (/26 Beispiel):
RAID-Level im Überblick
RAID kombiniert mehrere Festplatten für Performance oder Ausfallsicherheit:
- RAID 0: Striping – schnell, aber kein Schutz
- RAID 1: Mirroring – volle Spiegelung, 50% Kapazitätsverlust
- RAID 5: Striping + Parity – 1 Platte darf ausfallen, mindestens 3 Platten
- RAID 6: Wie RAID 5, aber 2 Platten dürfen ausfallen
- RAID 10: Kombination aus 1+0 – schnell und sicher, braucht min. 4 Platten
Backup-Strategien
Die 3-2-1-Regel: 3 Kopien, auf 2 verschiedenen Medien, 1 davon extern.
- Vollbackup: Alles wird gesichert – dauert lange, einfacher Restore
- Inkrementell: Nur Änderungen seit letztem Backup – schnell, Restore braucht alle Teile
- Differenziell: Änderungen seit letztem Vollbackup – Mittelweg
RPO = maximaler Datenverlust (wie viele Stunden darf man verlieren?)
RTO = maximale Wiederherstellungszeit (wie schnell muss es wieder laufen?)
VPN-Typen
- Site-to-Site: Verbindet zwei Standorte dauerhaft (z.B. Firmenzentrale ↔ Filiale)
- Client-to-Site: Einzelner Nutzer verbindet sich ins Firmennetz (z.B. Homeoffice)
- Protokolle: IPsec (Site-to-Site), SSL/TLS-VPN (Browser-basiert, flexibel)
TLS-Handshake (Sequenzdiagramm)
So baut HTTPS eine sichere Verbindung auf:
Hybrid: Asymmetrisch (RSA) nur für Schlüsseltausch → Symmetrisch (AES) für Daten = schnell + sicher.
Typische Firmen-Netzwerktopologie
Typisch: Internet → Firewall → Router → L3-Switch → VLANs. DMZ separat für öffentliche Dienste.
Switching – VLANs & Trunks
VLANs trennen ein physisches Netzwerk logisch in mehrere Broadcast-Domänen:
- Access-Port: Gehört zu einem VLAN, Frames ungetaggt (für Endgeräte)
- Trunk-Port: Transportiert mehrere VLANs getaggt (802.1Q) zwischen Switches
- Inter-VLAN-Routing: Kommunikation zwischen VLANs braucht Router oder Layer-3-Switch
- STP: Verhindert Schleifen bei redundanten Switch-Verbindungen
Beispiel: VLAN 10 = Büro, VLAN 20 = Gäste, VLAN 30 = Server. Ohne Router kein Traffic zwischen den VLANs.
DHCP – 4 Schritte (DORA):
Redundanz auf Schicht 2 – STP, RSTP & LACP
Ethernet-Frames haben keinen TTL-Zähler. Ein kreisender Broadcast wird deshalb nie verworfen: eine doppelt gepatchte Verbindung legt ohne Schutzmechanismus das ganze Segment lahm. Genau dafür gibt es Spanning Tree.
Die drei Normen auseinanderhalten
| Norm | Protokoll | Konvergenz |
|---|---|---|
| 802.1D | STP (klassisch) | 30–50 s |
| 802.1w | RSTP (Rapid) | unter 1–2 s |
| 802.1s | MSTP (VLAN-Gruppen je Instanz) | wie RSTP |
Nicht verwechseln: 802.1Q = VLAN-Tagging, 802.1X = Portauthentisierung, 802.1AX = Link Aggregation.
Root Bridge und Pfadwahl
- Bridge-ID = Priorität (Standard 32768) + MAC. Niedrigster Wert gewinnt.
- Alle Switches haben denselben Standardwert → es entscheidet die MAC, also meist der älteste Switch. Deshalb am Core-Switch die Priorität manuell auf z. B. 4096 setzen (Schritte von 4096).
- Root Port = geringste akkumulierte Pfadkosten zur Root Bridge. Gleichstand: niedrigere Bridge-ID des Nachbarn, dann niedrigere Port-ID.
- Pfadkosten RSTP: 10 Gbit/s = 2.000, 1 Gbit/s = 20.000, 100 Mbit/s = 200.000. Altes 802.1D: 4 / 19 / 100.
- Hello Time 2 s, Max Age 20 s, Forward Delay 15 s.
Zustände und Rollen
802.1D-Zustände: Blocking → Listening (15 s) → Learning (15 s) → Forwarding. Das ergibt die 30 bis 50 Sekunden.
RSTP-Zustände: nur noch Discarding, Learning, Forwarding.
RSTP-Rollen: Root, Designated und neu Alternate (anderer Weg zur Root) sowie Backup (redundanter Weg im selben Segment). Diese Vorberechnung ist der Grund für die schnelle Umschaltung.
Absicherung an Access-Ports
- Edge Port / PortFast: Port zum Endgerät geht sofort in Forwarding (kein DHCP-Timeout). Niemals an Switch-Uplinks.
- BPDU Guard: kommen an einem Edge Port BPDUs an, geht er in err-disable. Schützt vor untergesteckten Switches.
- Root Guard: verhindert, dass ein Switch hinter diesem Port die Root-Rolle übernimmt (Port geht in root-inconsistent).
Schleife erkennen: Broadcast-Storm, MAC-Flapping in den Logs (gleiche MAC wechselt zwischen Ports), Switch-CPU nahe 100 %.
Link Aggregation (LACP)
LACP nach 802.3ad / 802.1AX bündelt mehrere physische Links zu einer logischen Schnittstelle. Vorteil gegenüber zwei einzelnen Uplinks: STP sieht nur einen Link und blockiert nichts – die Summenbandbreite bleibt nutzbar.
- Modi: active/active und active/passive funktionieren. passive/passive nicht, weil keine Seite beginnt.
- Voraussetzungen: gleiche Geschwindigkeit, gleicher Duplexmodus, identische VLAN-/Trunk-Konfiguration. Bis zu 8 aktive Links.
- Ausfall eines Links: Bündel bleibt mit reduzierter Bandbreite in Betrieb, Umschaltung im Millisekundenbereich ohne STP-Neuaufbau.
- LACP ist der Standard, PAgP die Cisco-Variante. Statisch („mode on") verzichtet auf Aushandlung und verdeckt Fehlverkabelung.
- MLAG / Stacking: verteilt das Bündel auf zwei Switches, damit auch ein Switch-Ausfall überbrückt wird.
Prüfungsfalle: 4 × 1 Gbit/s per LACP ergeben nicht 4 Gbit/s für eine einzelne Übertragung. Die Verteilung erfolgt per Hash über Adress-/Portinformationen pro Flow – ein einzelner TCP-Stream bleibt auf einem Link und schafft maximal 1 Gbit/s. Die 4 Gbit/s entstehen nur bei vielen parallelen Verbindungen. Round Robin nutzt man nicht, weil Paketüberholung (Reordering) TCP ausbremst.
Routing & NAT
- Statische Route: Manuell konfiguriert, z.B.
ip route 10.0.0.0/8 192.168.1.1 - Default Gateway: Router für alle Pakete die nicht im lokalen Netz liegen
- NAT/PAT: Übersetzt private IPs in öffentliche. PAT nutzt Ports zur Unterscheidung
- Routingtabelle: Enthält Zielnetz, Maske, Next Hop und Interface
IT-Sicherheit – Grundkonzepte
Die 3 Schutzziele (CIA-Triad):
- Confidentiality: Nur Berechtigte dürfen Daten lesen (Verschlüsselung, Berechtigungen)
- Integrity: Daten dürfen nicht unbemerkt verändert werden (Hashing, Signaturen)
- Availability: Systeme müssen verfügbar sein (Redundanz, Backups, HA)
Wichtige Maßnahmen:
- Firewall: Stateful = kennt Verbindungsstatus, Regeln nach Zonen (intern/DMZ/extern)
- Zero Trust: Vertraue niemandem – auch intern wird jeder Zugriff geprüft
- MFA: Mehrere Faktoren (Wissen + Besitz + Biometrie) für sichere Authentifizierung
- Härtung: Unnötige Dienste deaktivieren, Default-Passwörter ändern, patchen
ISMS, ISO 27001 & IT-Grundschutz
Ein ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem) ist kein Produkt, sondern ein Rahmenwerk: Leitlinie, Richtlinien, Rollen, Risikomanagement, Maßnahmen, Kennzahlen und regelmäßige Überprüfung. Ziel ist ein steuerbares und nachweisbares Sicherheitsniveau statt Einzelmaßnahmen nach Bauchgefühl.
Die Normenfamilie auseinanderhalten
| Norm | Inhalt |
|---|---|
| ISO/IEC 27001 | Anforderungen an das ISMS – zertifizierbar |
| ISO/IEC 27002 | Leitfaden zu den Maßnahmen (Controls), nicht zertifizierbar |
| ISO/IEC 27005 | Risikomanagement für Informationssicherheit |
| BSI IT-Grundschutz | Kompendium mit konkreten Bausteinen; kombiniert zertifizierbar („ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz") |
Nicht verwechseln: ISO 9001 = Qualität, ISO/IEC 20000 = IT-Servicemanagement, ISO 14001 = Umwelt.
PDCA – der Motor des ISMS
Plan (Geltungsbereich, Risiken, Maßnahmen) → Do (umsetzen, schulen) → Check (internes Audit, Kennzahlen, Wirksamkeit) → Act (nachsteuern). Ein einmal aufgesetztes ISMS reicht nicht, die Norm verlangt kontinuierliche Verbesserung.
Risikomanagement
- Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit × Schadenshöhe
- Behandlung: vermeiden (Tätigkeit unterlassen), vermindern (Maßnahme), übertragen (Versicherung, Dienstleister), akzeptieren (dokumentiert und von der Leitung freigegeben)
- Das Restrisiko muss bewertet, dokumentiert und formal akzeptiert sein – ein Kernnachweis im Audit
- Statement of Applicability (SoA): Pflichtdokument mit Begründung je Maßnahme aus Anhang A. Ohne SoA keine Zertifizierung
- Anhang A (Fassung 2022): 93 Maßnahmen in 4 Themen – organisatorisch, personenbezogen, physisch, technologisch. Fassung 2013: 114 Maßnahmen in 14 Abschnitten
Rollen und Dokumente
- Leitlinie (Policy): kurzes Grundsatzdokument, von der Geschäftsführung unterschrieben. Darunter Richtlinien und Arbeitsanweisungen.
- ISB/CISO: steuert, berät, berichtet an die Leitung. Die Verantwortung bleibt bei der Geschäftsführung und ist nicht delegierbar. Wegen Interessenkonflikt nicht gleichzeitig IT-Administrator.
- Audits: internes Audit (Pflicht, unabhängig vom geprüften Bereich) → Managementbewertung → Zertifizierungsaudit Stufe 1 (Dokumente) und Stufe 2 (Umsetzung vor Ort).
- Zertifikat: 3 Jahre gültig, jährliche Überwachungsaudits, danach Re-Zertifizierung.
IT-Grundschutz konkret
Schutzbedarfsfeststellung: je Zielobjekt und je Schutzziel wird normal, hoch oder sehr hoch festgelegt. Der Schutzbedarf vererbt sich vom Geschäftsprozess auf die Systeme darunter (Maximumprinzip). Vorgehensweisen: Basis-, Standard- und Kern-Absicherung.
Informationssicherheit ≠ Datenschutz
Informationssicherheit schützt alle Unternehmenswerte (auch Kalkulationen, Konstruktionsdaten). Datenschutz schützt Personen und ihre personenbezogenen Daten. Schnittmenge sind die TOM nach Art. 32 DSGVO: technisch (Verschlüsselung, Zugriffskontrolle, Protokollierung, Backup) und organisatorisch (Rollenkonzept, Schulung, Löschkonzept).
Fristen merken: Datenschutzverletzung an die Aufsichtsbehörde unverzüglich, möglichst binnen 72 Stunden (Art. 33 DSGVO). Bei hohem Risiko zusätzlich die Betroffenen informieren (Art. 34).
Notfall statt Störung: BCM
Business Continuity Management (BSI-Standard 200-4): Business-Impact-Analyse, Notfallpläne, Wiederanlaufreihenfolge, Notfallübungen. Kenngrößen RTO (zulässige Ausfallzeit) und RPO (zulässiger Datenverlust).
PKI – Zertifikate, Kette und Sperrung
Eine PKI (Public Key Infrastructure) besteht aus CA (stellt Zertifikate aus), RA (prüft die Identität des Antragstellers), Verzeichnisdienst und Sperrdienst (CRL/OCSP), dazu Richtlinien (CP/CPS).
Chain of Trust
Root-CA (selbstsigniert, offline) → Intermediate-CA → Endentitätszertifikat (Server, Benutzer). Vertrauen entsteht nur, weil das Root-Zertifikat im Trust Store des Clients liegt. Die Root-CA bleibt offline, weil ein gestohlener Root-Schlüssel die gesamte Hierarchie entwertet.
Häufigster Konfigurationsfehler: Der Server liefert die Intermediate-Zertifikate nicht mit → „Kette unvollständig". Bei manchen Clients funktioniert es zufällig aus dem Cache, bei anderen nicht.
Vom CSR zum Zertifikat
- Schlüsselpaar auf dem Server erzeugen
- CSR (PKCS#10) erstellen: enthält öffentlichen Schlüssel + Subject/SAN, signiert mit dem privaten Schlüssel als Besitznachweis
- CA prüft (DV/OV/EV) und signiert
- Zertifikat plus Kette auf dem Server einbinden
Merksatz: Der private Schlüssel verlässt den Server nie – er steckt nicht im CSR. Wer ihn kopiert, kann sich als dieser Server ausgeben.
Wichtige Felder im X.509-Zertifikat
- SAN (Subject Alternative Name): die zulässigen Hostnamen. Browser prüfen nur SAN, der Common Name wird ignoriert.
- Not Before / Not After: Gültigkeit. Falsche Systemzeit erzeugt „noch nicht gültig".
- Basic Constraints CA:TRUE: kennzeichnet ein CA-Zertifikat. Endentitäten haben CA:FALSE.
- Key Usage / Extended Key Usage: begrenzt den Zweck (serverAuth, clientAuth, codeSigning).
- Issuer, Seriennummer, Signaturalgorithmus, Fingerprint
Ein Wildcard *.firma.de ersetzt genau ein Label: www.firma.de ja, a.b.firma.de nein, firma.de selbst auch nicht.
Sperrung prüfen
| Verfahren | Prinzip | Nachteil |
|---|---|---|
| CRL | periodisch veröffentlichte Sperrliste | groß, kann veraltet sein |
| OCSP | Online-Abfrage je Zertifikat | Latenz, Responder sieht das Surfverhalten |
| OCSP Stapling | Server liefert die signierte Statusauskunft mit | muss am Server konfiguriert sein |
Validierungsstufen und Automatisierung
DV = nur Domainkontrolle, OV = zusätzlich Organisationsprüfung, EV = erweiterte Prüfung. Technisch verschlüsseln alle drei gleich stark – der Unterschied liegt nur in der Prüftiefe. ACME (z. B. Let's Encrypt) automatisiert Beantragung, Validierung und Erneuerung; bei 90 Tagen Laufzeit ist das Pflicht.
Dateiformate
PEM Base64-Text (BEGIN/END), DER binär, PKCS#12 (.pfx/.p12) Container mit privatem Schlüssel – immer mit Passwort schützen, PKCS#10 = CSR, PKCS#7 (.p7b) = Kette ohne Schlüssel.
Signieren oder verschlüsseln?
Signieren: mit dem privaten Schlüssel des Absenders, geprüft mit dessen öffentlichem → Authentizität und Integrität.
Verschlüsseln: mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers, entschlüsselt nur er mit seinem privaten → Vertraulichkeit.
Das ist die häufigste Verwechslung in der AP2.
TLS arbeitet hybrid: asymmetrisch für Authentisierung und Schlüsselaustausch, symmetrisch (AES) für die Nutzdaten. Mit PFS (ephemeral DH / ECDHE) lassen sich alte Mitschnitte auch nach Diebstahl des Serverschlüssels nicht mehr entschlüsseln. Bei mTLS weist sich zusätzlich der Client mit einem Zertifikat aus.
Kompromittierung – Reihenfolge
1. Zertifikat bei der CA sperren. 2. Neues Schlüsselpaar erzeugen (nicht nur ein neues Zertifikat auf den alten Schlüssel). 3. Ausrollen. 4. Ursache beheben und betroffene Systeme prüfen.
Virtualisierung & Cloud
- Typ-1-Hypervisor: Direkt auf Hardware (ESXi, Hyper-V) – für Server
- Typ-2-Hypervisor: Auf einem OS (VirtualBox) – für Desktops/Tests
- Snapshots: Momentaufnahme einer VM – ideal vor Updates, schnell zurücksetzbar
- Container (Docker): Leichtgewichtiger als VM, teilt Host-Kernel, isoliert Anwendungen
Cloud-Modelle:
- IaaS: Infrastruktur mieten (VMs, Storage) – du verwaltest OS + Apps
- PaaS: Plattform mieten (Runtime, DB) – du schreibst nur den Code
- SaaS: Fertige Software nutzen (Office 365, Gmail) – du nutzt nur
- Public/Private/Hybrid: Geteilte vs. eigene vs. gemischte Infrastruktur
Server & Active Directory
- Active Directory: Zentraler Verzeichnisdienst für Windows-Domänen (Benutzer, Computer, GPOs)
- Domain Controller: Server der die AD-Datenbank hostet und Authentifizierung bereitstellt
- GPO: Gruppenrichtlinien – erzwingen Einstellungen zentral (Passwort-Policy, Software, Firewall)
- OU: Organizational Unit – Container zur Strukturierung (Abteilungen, Standorte)
- Kerberos: Authentifizierungsprotokoll mit Tickets, max. 5 Min. Zeitdifferenz erlaubt
Linux-Basics:
systemctl start/stop/enable– Dienste steuernapt install / yum install– Pakete installieren/etc/passwd= Benutzerdaten,/etc/shadow= Passwort-Hasheschmod 755= Owner rwx, Gruppe r-x, Andere r-x
WLAN – Grundlagen
- 2,4 GHz: 3 nicht-überlappende Kanäle (1, 6, 11), mehr Reichweite, mehr Störungen
- 5 GHz: Mehr Kanäle, weniger Interferenz, kürzere Reichweite, höherer Durchsatz
- WPA2-Personal: Gemeinsames Passwort (PSK) für alle
- WPA2/3-Enterprise: Individuelle Authentifizierung über RADIUS-Server (802.1X)
- Roaming: Client wechselt automatisch zum stärkeren AP (802.11r = Fast Roaming)
- WLAN-Controller: Zentrale Verwaltung vieler APs (Kanäle, Leistung, Policies)
Tipp: Viele APs mit niedriger Sendeleistung sind besser als ein starker AP.
Monitoring & Betrieb
- SNMP: Protokoll zur Geräteüberwachung (v3 verschlüsselt, v1/v2c unsicher)
- SLA: Vereinbarte Verfügbarkeit, z.B. 99,9% = max. 8,76h Downtime/Jahr
- MTTR: Durchschnittliche Reparaturzeit (je kürzer, desto besser)
- MTBF: Durchschnittliche Zeit zwischen Ausfällen (je höher, desto zuverlässiger)
- SPOF: Single Point of Failure – Komponente ohne Redundanz, Ausfall = Totalausfall
- Eskalation: L1 → L2 → L3 (funktional) oder zeitbasiert → Management (hierarchisch)
ITIL-Begriffe:
- Incident: Einzelner Vorfall – schnell Workaround finden
- Problem: Ursache wiederkehrender Incidents – Root Cause Analysis
- Change Management: Jede Änderung planen, genehmigen, dokumentieren
Verfügbarkeit → max. Ausfallzeit pro Jahr:
Automatisierung & Scripting
Wiederkehrende Aufgaben durch Skripte automatisieren = schneller, konsistenter, weniger Fehler.
- Bash (Linux):
#!/bin/bash, Variablen mit$name, Schleifen, Pipes (|) - PowerShell (Windows):
Get-Service,Get-Process, Pipeline-Konzept - Cron: Zeitgesteuert, z.B.
0 3 * * *= täglich 3 Uhr - Aufgabenplanung (Windows): Zeitgesteuert oder ereignisbasiert (taskschd.msc)
- Exit-Code: 0 = Erfolg, alles andere = Fehler → Fehlerbehandlung mit
$?
Tools: Ansible (agentlos, YAML-Playbooks), Terraform (IaC für Cloud-Infrastruktur)
Grundregel: Wird etwas mehr als 2-3 Mal gemacht → automatisieren.
Fehlersuche im Netzwerk
Systematisch von unten nach oben (OSI) oder von nah nach fern prüfen:
ipconfig /all(Win) /ip a(Linux) – IP, Gateway, DNS prüfenping 127.0.0.1– Eigener TCP/IP-Stack OK?ping [Gateway]– Lokales Netz erreichbar?ping 8.8.8.8– Internet erreichbar?nslookup google.de– DNS funktioniert?tracert [Ziel]– Wo bleibt das Paket hängen?netstat -an– Welche Ports lauschen, welche Verbindungen bestehen?
169.254.x.x = DHCP-Problem. Ping geht, Name nicht = DNS-Problem.
WiSo – Überblick
- Probezeit Ausbildung: 1-4 Monate, beidseitig kündbar ohne Frist
- Nach Probezeit: Nur fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (oder Azubi mit 4 Wochen Frist)
- 5 Sozialversicherungen: Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflege-, Unfallversicherung
- Unfallversicherung: Trägt nur der Arbeitgeber
- Brutto → Netto: Abzug von Steuern (Lohnsteuer, Soli, KiSt) + Sozialabgaben (KV, RV, AV, PV)
- Betriebsrat: Ab 5 Wahlberechtigten möglich, vertritt Arbeitnehmerinteressen
- Tarifvertrag: Gewerkschaft ↔ Arbeitgeberverband, regelt Lohn, Arbeitszeit, Urlaub
Azubi-Pflichten: Lernpflicht, Sorgfalt, Weisungen befolgen, Berichtsheft führen, Betriebsgeheimnisse wahren.
Urheberrecht & Lizenzmanagement
Software ist nach § 69a UrhG als Computerprogramm geschützt. Der Schutz entsteht automatisch mit der Schöpfung – ohne Registrierung, ohne ©-Zeichen. Das ©-Zeichen ist nur ein Hinweis, keine Voraussetzung.
Die Paragraphen, die in der AP2 vorkommen
| Norm | Regelt |
|---|---|
| § 69a | Computerprogramme sind geschützte Werke |
| § 69b | Software von Arbeitnehmern: der Arbeitgeber darf alle vermögensrechtlichen Befugnisse ausüben |
| § 69d Abs. 2 | Recht auf Sicherungskopie – vertraglich nicht abdingbar |
| § 69e | Dekompilierung nur zur Herstellung der Interoperabilität |
| § 64 | Schutzdauer: 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers |
Das Urheberrecht selbst ist nicht übertragbar (§ 29 UrhG). Übertragen werden nur Nutzungsrechte: einfach (mehrere dürfen nutzen) oder ausschließlich (nur der Erwerber).
Schutzrechte abgrenzen
| Recht | Schutzgegenstand | Dauer |
|---|---|---|
| Urheberrecht | Werke, auch Software | 70 Jahre p. m. a. |
| Patent | technische Erfindung | 20 Jahre ab Anmeldung |
| Marke | Kennzeichen | 10 Jahre, verlängerbar |
| Design | Erscheinungsform | bis 25 Jahre |
Software „als solche" ist nach Art. 52 EPÜ nicht patentierbar. Patente gibt es nur für computerimplementierte Erfindungen mit technischem Beitrag.
Lizenzmodelle
- Copyleft (GPL, AGPL): abgeleitete Werke nur unter gleicher Lizenz, Quellcode mitliefern. Deshalb in geschlossenen Produkten heikel.
- Permissiv (MIT, BSD, Apache 2.0): Einbindung auch in proprietäre Software erlaubt, meist nur Namens- und Lizenznennung.
- Freeware = kostenlos, aber kein Quellcode und kein Änderungsrecht. Shareware = eingeschränkte Testversion. Nicht mit Open Source verwechseln.
- Creative Commons: BY = Namensnennung, SA = Weitergabe unter gleichen Bedingungen, NC = nicht kommerziell, ND = keine Bearbeitung, CC0 = weitgehender Rechteverzicht.
CAL-Rechnung – die typische Prüfungsaufgabe
Bei Serverprodukten reicht die Serverlizenz nicht: zusätzlich braucht es eine Client Access License je Benutzer (User-CAL) oder je Gerät (Device-CAL).
Beispiel: 40 Mitarbeiter in 2 Schichten an 25 Arbeitsplätzen.
User-CAL: 40 Lizenzen. Device-CAL: 25 Lizenzen → Device-CAL ist günstiger, weil die Geräte geteilt werden.
Umgekehrt lohnt die User-CAL, wenn eine Person mit Notebook, Tablet und Smartphone zugreift.
Regel: mehr Personen als Geräte → Device-CAL. Mehr Geräte als Personen → User-CAL.
Gebrauchtsoftware und Audits
- Erschöpfungsgrundsatz (EuGH „UsedSoft"): eine unbefristete Volllizenz darf weiterverkauft werden, wenn der Verkäufer seine Kopie unbrauchbar macht. Volumenlizenzen dürfen nicht aufgespalten werden.
- Unterlizenzierung ist eine Urheberrechtsverletzung: Nachkauf zum Listenpreis, Nachzahlung, Schadensersatz.
- Nachweiskette im Audit: Rechnung + Lizenzurkunde/Vertrag + aktuelle Inventarisierung der Installationen. Ein Screenshot genügt nicht.
- Fremde Bilder: Auffindbarkeit über eine Bildersuche ist keine Erlaubnis. Ohne Lizenz folgen Abmahnung, Unterlassung und Schadensersatz.
SQL – Datenbankabfragen
SQL ist die Sprache zur Abfrage und Manipulation von Datenbanken. Kommt in JEDER GA1-Prüfung.
- SELECT:
SELECT name, alter FROM kunden WHERE stadt='Berlin'; - COUNT:
SELECT COUNT(*) FROM bestellungen WHERE datum='2024-01-15'; - CREATE TABLE:
CREATE TABLE produkt (id INT PRIMARY KEY, name VARCHAR(50), preis DECIMAL(8,2)); - JOIN: Verknüpft Tabellen:
SELECT k.name, b.datum FROM kunden k JOIN bestellungen b ON k.id = b.kunden_id; - ORDER BY:
SELECT * FROM windrad ORDER BY leistung DESC LIMIT 3;(Top 3)
Wichtige Datentypen: INT (Ganzzahl), VARCHAR(n) (Text), DECIMAL(m,n) (Kommazahl), DATE, BOOLEAN
Programmierung – Grundlagen für die AP2
In der GA1 musst du Code lesen, verstehen, Fehler finden und ergänzen.
- Variablen:
int max = 0;– speichert einen Wert - Array:
int[] werte = {10, 20, 30};– Liste von Werten, Index startet bei 0 - Schleife:
for(int i=0; i<werte.length; i++)– wiederholt Code - Bedingung:
if(werte[i] > max) { max = werte[i]; } - Typischer Fehler: Falsche Variable überschrieben (z.B. max statt max2)
Datentypen: byte (0-255, 1 Byte), int (±2 Mrd, 4 Bytes), float (Kommazahl, 4 Bytes), char (1 Zeichen)
Fehlerarten: Syntaxfehler (Code ungültig) vs. Semantikfehler (Logik falsch, Code läuft aber falsches Ergebnis)
Datenberechnung – Formeln für die Prüfung
- Bildgröße: Breite × Höhe × Farbtiefe (Bit) = Datenmenge pro Bild
- Video/Sekunde: Bildgröße × FPS = Daten/Sekunde
- Übertragungszeit: Datenmenge (Bit) ÷ Bandbreite (Bit/s) = Sekunden
- Einheiten: 1 Byte = 8 Bit, 1 KiB = 1024 Byte, 1 MiB = 1024 KiB, 1 GiB = 1024 MiB
Beispiel: 1920×1080 Pixel, 24 Bit Farbe, 10 FPS:
1920 × 1080 × 24 = 49.766.400 Bit/Bild = ~5,93 MiB/Bild
× 10 FPS = ~59,3 MiB/s unkomprimiert
Programmablaufplan (PAP) – Symbole & Aufbau
Der Programmablaufplan (Flussdiagramm) stellt einen Algorithmus grafisch dar. Die Symbole sind in DIN 66001 genormt – nicht verwechseln mit DIN 66261 für das Struktogramm.
Beispiel: Summe von 10 eingelesenen Zahlen
Start │ ▼ [ summe = 0 ; i = 0 ] ← Operation (Initialisierung!) │ ▼ / Zahl einlesen / ← Ein-/Ausgabe │ ▼ [ summe = summe + zahl ] │ ▼ [ i = i + 1 ] │ ▼ < i < 10 ? > ── ja ──┐ ← Verzweigung │ nein │ │ ┌────────────┘ │ └──► zurück zu „Zahl einlesen" ▼ / summe ausgeben / │ ▼ Ende
Prüfungsfallen: Die Initialisierung von Summe und Zähler wird häufig vergessen. Und jeder Ausgang einer Raute braucht eine Beschriftung – fehlt sie, ist der Ablauf nicht eindeutig und es gibt Punktabzug.
Schleifen im PAP
- Kopfgesteuert (while): Raute vor dem Schleifenkörper → der Körper kann nullmal laufen.
- Fußgesteuert (do-while / repeat-until): Raute nach dem Körper → der Körper läuft mindestens einmal.
- Zählergesteuert (for): Initialisierung, Bedingungsraute, Körper, Zähler erhöhen, Rücksprung.
PAP oder Struktogramm?
| Programmablaufplan | Struktogramm | |
|---|---|---|
| Norm | DIN 66001 | DIN 66261 (Nassi-Shneiderman) |
| Aufbau | Symbole + Ablauflinien | geschachtelte Blöcke |
| Sprünge | möglich (GOTO-fähig) | nicht möglich |
| Folge | verleitet zu „Spaghetticode" | erzwingt strukturierte Programmierung |
UML-Diagramme
UML (Unified Modeling Language) visualisiert Systeme und Abläufe. Kommt in jeder AP2.
- Aktivitätsdiagramm: Zeigt Ablauf/Workflow (Start → Entscheidungen → Ende). Wie ein Flussdiagramm.
- Klassendiagramm: Zeigt Struktur (Klassen, Attribute, Methoden, Beziehungen). Statisch.
- Sequenzdiagramm: Zeigt zeitlichen Nachrichtenfluss zwischen Objekten (Lebenslinien + Pfeile).
- Zustandsdiagramm: Zeigt Zustände eines Objekts und Übergänge durch Events.
- Anwendungsfalldiagramm (Use Case): Zeigt Akteure und Funktionen des Systems.
- Aggregation (◇): "hat ein" – Teil kann ohne Ganzes existieren (Auto hat Räder)
- Komposition (◆): "besteht aus" – Teil existiert NUR mit Ganzem (Haus besteht aus Räumen)
- Kardinalität: 1:1, 1:n, n:m – wie viele Objekte in Beziehung stehen
Aktivitätsdiagramm – Bestellprozess (Swimlanes):
● = Start, ◆ = Entscheidung, abgerundete Rechtecke = Aktionen, ⊕ = Ende. Swimlanes trennen Verantwortlichkeiten.
Entity-Relationship-Diagramm (ERD) – Webshop:
Sequenzdiagramm – Login-Prozess:
Sequenzdiagramm: Vertikale Linien = Lebenslinien (Objekte), horizontale Pfeile = Nachrichten. Zeit fließt von oben nach unten.
Mail-Sicherheit – DKIM, SPF, DMARC
Schutz vor gefälschten E-Mails (Spoofing/Phishing). Kommt seit 2024 in der AP2.
- SPF: DNS-TXT-Record der festlegt welche Server Mails für eine Domain senden dürfen
- DKIM: Digitale Signatur im Mail-Header. Public Key liegt im DNS, Private Key beim Mailserver
- DMARC: Policy die sagt was bei SPF/DKIM-Fehler passiert (reject, quarantine, none)
Zusammenspiel: Empfänger-Server prüft: Ist Absender-IP in SPF? Stimmt DKIM-Signatur? → Falls nein: DMARC-Policy anwenden.
DNS-Recordtypen im Überblick
Eine DNS-Zone besteht aus Ressourceneinträgen (Records). Die wichtigsten für die AP2:
| Record | Zweck | Beispiel |
|---|---|---|
| A | Name → IPv4 | www → 192.0.2.10 |
| AAAA | Name → IPv6 | www → 2001:db8::10 |
| CNAME | Alias auf anderen Namen | shop → webhost.provider.net |
| MX | Mailserver (mit Priorität) | 10 mail.firma.de |
| PTR | Reverse IP → Name | in-addr.arpa / ip6.arpa |
| NS | autoritative Nameserver / Delegation | ns1.provider.net |
| SOA | Zonenverwaltung, Seriennummer | 1× pro Zone |
| TXT | Textwerte: SPF, DKIM, DMARC, Verifizierung | "v=spf1 ..." |
| SRV | Dienst + Host + Port | _ldap._tcp (AD) |
Prüfungsfallen: Ein MX zeigt auf einen Namen, nicht direkt auf eine IP. Ein CNAME darf nicht auf dem Zone-Apex (firma.de selbst) stehen und nicht neben anderen Records. Nach einer Änderung greift die neue Adresse erst, wenn die TTL des alten Eintrags im Cache abgelaufen ist – deshalb die TTL vor Umstellungen herabsetzen. Die Seriennummer im SOA muss bei jeder Änderung steigen, sonst holt der Secondary die Zone nicht neu.
ER-Diagramm (Entity-Relationship) – Vertiefung
Ein ER-Diagramm modelliert die Struktur einer Datenbank bevor sie technisch umgesetzt wird.
- Entität: Ein Objekt/Ding (Rechteck) – z.B. Kunde, Bestellung, Produkt
- Attribut: Eigenschaft einer Entität – z.B. Name, Preis, Datum
- Beziehung: Verbindung zwischen Entitäten (Raute oder Linie)
- Primärschlüssel (PK): Eindeutiger Identifikator, unterstrichen
- Fremdschlüssel (FK): Verweist auf PK einer anderen Tabelle
Kardinalitäten:
- 1:1 – Ein Mitarbeiter hat genau einen Parkplatz
- 1:n – Eine Abteilung hat viele Mitarbeiter (häufigster Fall)
- n:m – Studenten belegen viele Vorlesungen (braucht Zwischentabelle!)
Chen-Notation: Entitäten = Rechtecke, Attribute = Ovale, Beziehungen = Rauten.
Crow's-Foot-Notation: Beziehungen als Linien mit Gabelung (viele) oder Strich (eins) am Ende.
Prüfungstipp: Aus Text die Entitäten, Attribute und Kardinalitäten ableiten. Signalwörter: "hat", "gehört zu", "besteht aus", "kann mehrere haben".
Sequenzdiagramm – Vertiefung
Ein Sequenzdiagramm zeigt den zeitlichen Ablauf von Nachrichten zwischen Objekten.
- Lebenslinie: Vertikale gestrichelte Linie unter jedem Objekt (Akteur/System)
- Synchrone Nachricht (→): Sender wartet auf Antwort (durchgezogener Pfeil)
- Asynchrone Nachricht (⇢): Sender wartet nicht (offener Pfeil)
- Rücknachricht (- - →): Antwort, gestrichelter Pfeil zurück
- Aktivierungsbalken: Dicker Balken auf Lebenslinie = Objekt ist aktiv
- alt-Fragment: Alternative Abläufe (if/else), z.B. [Login OK] / [Login fehlgeschlagen]
- loop-Fragment: Wiederholung (Schleife)
Leserichtung: Von oben nach unten = zeitlicher Ablauf. Von links nach rechts = Kommunikationsrichtung.
Prüfungstipp: In der AP2 häufig: Client-Server-Kommunikation, Login-Prozesse, Datenbankabfragen als Sequenzdiagramm darstellen.
Pfeilarten sicher unterscheiden
| Nachricht | Linie | Pfeilspitze |
|---|---|---|
| synchron (Sender wartet) | durchgezogen | ausgefüllt |
| asynchron (Sender läuft weiter) | durchgezogen | offen |
| Antwort / Return | gestrichelt | offen |
Kombinierte Fragmente
- alt – Alternative (if/else), mehrere Bereiche mit Bedingungen in eckigen Klammern (Guards)
- opt – optionaler Ablauf (if ohne else)
- loop – Wiederholung, Guard z. B.
loop [für jede Position] - par – parallele, nebenläufige Abläufe
- break – Abbruch des umgebenden Ablaufs
- ref – Verweis auf ein anderes Sequenzdiagramm (hält große Diagramme lesbar)
Objekte erzeugen und zerstören
Eine Nachricht mit dem Stereotyp «create» auf das Objektsymbol zeigt die Erzeugung. Ein X am Ende der Lebenslinie bedeutet Zerstörung (destroy) – danach endet die Linie.
Zwei Prüfungsfallen: Die senkrechte Achse ist keine maßstäbliche Zeitachse – nur die Reihenfolge der Nachrichten zählt, nicht der Abstand. Und: Sequenzdiagramm ≠ Kommunikationsdiagramm. Beide zeigen denselben Nachrichtenaustausch, aber das Sequenzdiagramm betont die zeitliche Abfolge, das Kommunikationsdiagramm (früher Kollaborationsdiagramm) das Netz der Objektbeziehungen mit numerierten Nachrichten.
JSON & XML – Datenaustauschformate
Für den Austausch von Daten zwischen Systemen gibt es verschiedene Formate:
JSON (JavaScript Object Notation)
{ "name": "Max", "alter": 25, "aktiv": true }
- Leichtgewichtig, gut lesbar
- Standard für REST-APIs
- Datentypen: String, Number, Boolean, Array, Object, null
XML (Extensible Markup Language)
<person><name>Max</name><alter>25</alter></person>
- Verbose, aber sehr strukturiert
- Schema-Validierung (XSD) möglich
- Standard für SOAP, Konfigurationsdateien
CSV (Comma-Separated Values): Einfachstes Format. Keine Verschachtelung, keine Typen, keine Hierarchie.
Vergleich:
- JSON: Standard für Web-APIs, kompakt, JS-nativ
- XML: Für komplexe Dokumente, SOAP, Konfiguration, Schema-Validierung
- CSV: Für tabellarische Massendaten, Import/Export, Excel
REST-API – Grundlagen
REST (Representational State Transfer) ist der Standard für Web-APIs.
HTTP-Methoden:
- GET – Daten abrufen (lesen). Beispiel:
GET /api/kunden/5 - POST – Neue Ressource erstellen. Beispiel:
POST /api/kunden+ Body mit Daten - PUT – Ressource komplett aktualisieren. Beispiel:
PUT /api/kunden/5 - PATCH – Ressource teilweise aktualisieren
- DELETE – Ressource löschen. Beispiel:
DELETE /api/kunden/5
HTTP-Statuscodes:
- 200 OK – Erfolgreich
- 201 Created – Ressource erstellt (nach POST)
- 400 Bad Request – Fehlerhafte Anfrage (Client-Fehler)
- 401 Unauthorized – Nicht authentifiziert
- 403 Forbidden – Authentifiziert aber nicht berechtigt
- 404 Not Found – Ressource existiert nicht
- 500 Internal Server Error – Server-Fehler
Prinzipien: Stateless (kein Session-State auf Server), Ressourcen-orientiert (URLs = Nomen), JSON als Standard-Format, einheitliche Schnittstelle.
REST vs. SOAP: REST ist leichtgewichtig (JSON, HTTP), SOAP ist formal (XML, WSDL, WS-Security). REST ist heute Standard für Web-APIs.
Binäre Suche
Die Binäre Suche findet ein Element in einer sortierten Liste durch wiederholtes Halbieren.
Voraussetzung: Array muss sortiert sein!
Ablauf:
- Mitte des Arrays bestimmen:
mitte = (links + rechts) / 2 - Vergleiche Suchwert mit Mitte
- Wenn gleich → gefunden!
- Wenn kleiner → suche in linker Hälfte weiter
- Wenn größer → suche in rechter Hälfte weiter
- Wiederhole bis gefunden oder Bereich leer
Pseudocode:
FUNKTION binaereSuche(array, suchwert):
links = 0
rechts = array.length - 1
SOLANGE links <= rechts:
mitte = (links + rechts) / 2
WENN array[mitte] == suchwert:
RETURN mitte // gefunden!
WENN array[mitte] < suchwert:
links = mitte + 1 // rechte Hälfte
SONST:
rechts = mitte - 1 // linke Hälfte
RETURN -1 // nicht gefunden
Laufzeit: O(log n) – bei 1.000.000 Elementen maximal 20 Vergleiche! Lineare Suche bräuchte bis zu 1.000.000.
Prüfungstipp: Wird oft gefragt: "Wie viele Schritte braucht man maximal?" → log₂(n) aufrunden.
Sortieralgorithmen
Sortierung ist eine Grundoperation. Hier die drei wichtigsten für die AP2:
Bubble Sort (Austauschsortierung):
Vergleiche Nachbarn, tausche wenn falsche Reihenfolge. Wiederhole bis sortiert.
FÜR i = 0 BIS array.length - 2:
FÜR j = 0 BIS array.length - 2 - i:
WENN array[j] > array[j+1]:
TAUSCHE array[j] und array[j+1]
Laufzeit: O(n²) – einfach aber langsam. Gut für kleine Arrays.
Selection Sort (Auswahlsortierung):
Finde das Minimum, tausche an die richtige Position. Wiederhole für Rest.
FÜR i = 0 BIS array.length - 1:
minIndex = i
FÜR j = i+1 BIS array.length - 1:
WENN array[j] < array[minIndex]:
minIndex = j
TAUSCHE array[i] und array[minIndex]
Laufzeit: O(n²) – weniger Tauschoperationen als Bubble Sort.
Insertion Sort (Einfügesortierung):
Nimm nächstes Element, füge es an der richtigen Stelle im sortierten Teil ein.
FÜR i = 1 BIS array.length - 1:
key = array[i]
j = i - 1
SOLANGE j >= 0 UND array[j] > key:
array[j+1] = array[j]
j = j - 1
array[j+1] = key
Laufzeit: O(n²) worst case, O(n) best case (fast sortiert). Gut für kleine/fast sortierte Arrays.
Vergleich: Alle drei sind O(n²). Für große Datenmengen: Quicksort O(n log n) oder Mergesort O(n log n).
Normalformen (1NF – 3NF)
Normalformen eliminieren Redundanzen und Anomalien in Datenbanken.
1. Normalform (1NF):
Alle Attribute sind atomar (keine Listen, keine Wiederholgruppen).
❌ Verletzt: telefon = "0123, 0456" (zwei Werte in einer Zelle)
✅ Korrekt: Eigene Zeile pro Telefonnummer oder eigene Tabelle
2. Normalform (2NF):
1NF erfüllt + jedes Nicht-Schlüssel-Attribut hängt voll funktional vom gesamten Primärschlüssel ab.
❌ Verletzt: PK = (BestellNr, ArtikelNr), aber "Kundenname" hängt nur von BestellNr ab
✅ Lösung: Kundenname in eigene Tabelle auslagern
Nur bei zusammengesetzten Schlüsseln relevant!
3. Normalform (3NF):
2NF erfüllt + keine transitiven Abhängigkeiten (kein Nicht-Schlüssel-Attribut hängt von anderem Nicht-Schlüssel ab).
❌ Verletzt: Mitarbeiter-Tabelle mit PLZ und Ort → Ort hängt von PLZ ab, nicht vom PK
✅ Lösung: PLZ → Ort in eigene Tabelle auslagern
Merkhilfe:
- 1NF: "Jede Zelle ein Wert" (atomar)
- 2NF: "Alles hängt vom GANZEN Schlüssel ab"
- 3NF: "Nichts hängt von Nicht-Schlüssel-Attributen ab"
Prüfungstipp: Oft wird eine Tabelle gezeigt und gefragt: "In welcher NF ist das? Warum nicht höher? Wie normalisieren?"
💻 Objektorientierte Programmierung (OOP)
OOP ist das Programmierparadigma der AP2-FIAE. Vier Grundprinzipien:
- Kapselung (Encapsulation): Daten und Methoden in einer Klasse bündeln. Zugriff über Sichtbarkeiten steuern:
private(nur Klasse selbst),protected(Klasse + Unterklassen),public(alle). - Vererbung (Inheritance): Klasse erbt Attribute/Methoden von einer Oberklasse. Vermeidet Code-Duplizierung. Beispiel:
class Hund extends Tier - Polymorphie: Gleiche Methode, verschiedenes Verhalten. Überschreiben (@Override): Unterklasse definiert Methode neu. Überladen: Gleicher Name, andere Parameter.
- Abstraktion: Komplexität verstecken. Abstrakte Klassen/Interfaces definieren WAS, nicht WIE.
abstract class Tier { abstract void lautGeben(); }
Weitere Begriffe:
- Konstruktor: Spezielle Methode die beim Erstellen eines Objekts aufgerufen wird. Initialisiert Attribute.
- Interface: Vertrag – definiert welche Methoden eine Klasse implementieren MUSS. Keine eigene Logik.
interface Druckbar { void drucken(); } - Instanz/Objekt: Konkretes Exemplar einer Klasse.
Hund meinHund = new Hund("Rex"); - this: Referenz auf das aktuelle Objekt selbst.
- static: Gehört zur Klasse, nicht zum Objekt. Ohne Instanz aufrufbar.
Klassendiagramm – Vererbung & Beziehungen:
🏗️ Design Patterns (Entwurfsmuster)
Bewährte Lösungen für wiederkehrende Softwareprobleme. Die wichtigsten für die AP2:
- Singleton: Nur EINE Instanz einer Klasse erlauben (z.B. Datenbankverbindung, Logger). Private Konstruktor + statische getInstance()-Methode.
- Observer (Beobachter): Objekt benachrichtigt registrierte Listener bei Änderungen. Publisher-Subscriber-Prinzip. Beispiel: Event-System, Newsletter.
- Factory (Fabrik): Objekt-Erzeugung auslagern. Statt
new Hund()→TierFactory.create("hund"). Entkoppelt Erzeugung von Nutzung. - MVC (Model-View-Controller): Trennung in Daten (Model), Anzeige (View), Steuerung (Controller). Standard für Web-Apps. Model kennt View nicht!
- Facade (Fassade): Einfache Schnittstelle für ein komplexes Subsystem. Versteckt Komplexität hinter einer einzigen Klasse.
Kategorien:
- Erzeugungsmuster: Singleton, Factory, Builder
- Strukturmuster: Facade, Adapter, Decorator
- Verhaltensmuster: Observer, Strategy, State
📋 Vorgehensmodelle in der Softwareentwicklung
Wie organisiert man ein Softwareprojekt? Zwei Hauptansätze:
Klassisch (plangetrieben):
- Wasserfallmodell: Streng sequenziell (Analyse → Design → Implementierung → Test → Betrieb). Kein Zurück! Gut bei klaren Anforderungen.
- V-Modell: Wie Wasserfall, aber jede Entwicklungsphase hat eine korrespondierende Testphase. Links: Entwicklung, Rechts: Tests.
- Spiralmodell: Iterativ mit Risikobewertung in jeder Runde. Jede Iteration: Ziele → Risiken → Entwicklung → Planung nächste Runde.
Agil (iterativ, adaptiv):
- Scrum: Sprints (2-4 Wochen), Daily Standup, Sprint Review/Retrospektive. Rollen: Product Owner (WAS), Scrum Master (WIE/Hindernisse), Dev-Team (Umsetzung).
- Kanban: Visualisierung auf Board (To-Do → In Progress → Done). WIP-Limits. Kein fester Zeitrahmen, kontinuierlicher Fluss.
Scrum-Artefakte: Product Backlog (alle Anforderungen), Sprint Backlog (Aufgaben des Sprints), Increment (fertiges Ergebnis).
User Story: "Als [Rolle] möchte ich [Funktion], damit [Nutzen]." Akzeptanzkriterien definieren "fertig".
Prüfungstipp: Oft wird gefragt: Wann Wasserfall, wann Agil? → Wasserfall bei festen Anforderungen (embedded, sicherheitskritisch). Agil bei sich ändernden Anforderungen (Web-Apps, Startups).
🧪 Softwaretests – Testpyramide
Systematisches Testen sichert Softwarequalität. Die Testpyramide (von unten nach oben):
- Unit-Tests (Basis, viele): Testen einzelne Methoden/Funktionen isoliert. Schnell, automatisiert. Frameworks: JUnit, pytest.
- Integrationstests: Testen Zusammenspiel mehrerer Komponenten (z.B. Service + Datenbank). Langsamer als Unit-Tests.
- Systemtests: Testen das Gesamtsystem aus Nutzersicht. Oft End-to-End mit echten Daten.
- Akzeptanztests (Spitze, wenige): Prüfen ob Kundenanforderungen erfüllt sind. Oft manuell oder als BDD (Behaviour Driven Development).
Testmethoden:
- Black-Box: Tester kennt Code NICHT. Testet Ein-/Ausgabe. Techniken: Äquivalenzklassen, Grenzwertanalyse.
- White-Box: Tester kennt Code. Testet interne Pfade. Techniken: Anweisungsüberdeckung, Zweigüberdeckung.
- Regressionstest: Wiederholen alter Tests nach Änderungen – prüft ob nichts kaputt ging.
- TDD (Test-Driven Development): Erst Test schreiben → dann Code schreiben → Refactoring. Red-Green-Refactor.
Äquivalenzklassen: Eingaben in Klassen teilen die gleich behandelt werden. Z.B. Alter 1-17 (minderjährig), 18-120 (volljährig), <1 oder >120 (ungültig). Pro Klasse ein Testfall reicht.
Grenzwertanalyse: An den Rändern der Klassen testen (17, 18, 0, 121). Dort treten die meisten Fehler auf.
📊 Zustandsdiagramm (State Machine Diagram)
Zeigt die verschiedenen Zustände eines Objekts und wie es durch Events zwischen ihnen wechselt.
- Zustand: Abgerundetes Rechteck – beschreibt eine Phase (z.B. "Wartet", "In Bearbeitung", "Abgeschlossen")
- Transition: Pfeil zwischen Zuständen – beschriftet mit dem auslösenden Event
- Startzustand: Ausgefüllter Kreis (●)
- Endzustand: Kreis mit Ring (⊕)
- Guard (Bedingung): [Bedingung] am Pfeil – Transition nur wenn Bedingung wahr
- Aktion: / aktion() – wird bei Transition ausgeführt
Beispiel – Bestellung:
● → [erstellt] → Offen → [bezahlt] → Bezahlt → [versendet] → Unterwegs → [zugestellt] → Abgeschlossen ⊕
↓ [storniert]
Storniert ⊕
Prüfungstipp: Häufig gefragt: "Zeichnen Sie ein Zustandsdiagramm für [Objekt]." Zustände aus Text ableiten, Events als Pfeile. Start/Ende nicht vergessen!
👤 Anwendungsfalldiagramm (Use-Case-Diagram)
Zeigt WER (Akteure) WAS (Use Cases) mit dem System tun kann. Höchste Abstraktionsebene.
- Akteur: Strichmännchen – externe Person oder System die mit dem System interagiert
- Use Case: Ovale – eine Funktion/Aktion des Systems (z.B. "Bestellung aufgeben")
- Systemgrenze: Rechteck um die Use Cases – zeigt was zum System gehört
- Assoziation: Linie zwischen Akteur und Use Case
- include: - - → Ein Use Case BEINHALTET immer einen anderen (Pflicht)
- extend: - - → Ein Use Case KANN einen anderen erweitern (Optional)
Beispiel – Webshop:
Akteure: Kunde, Admin. Use Cases: Produkt suchen, In Warenkorb legen, Bestellen (include: Bezahlen), Bewertung schreiben (extend: Foto hochladen). Admin: Produkt verwalten, Bestellung bearbeiten.
include vs. extend:
- include: "Bestellen" include "Bezahlen" → Bezahlen passiert IMMER bei Bestellen
- extend: "Bewertung" extend "Foto hochladen" → Foto ist OPTIONAL
Use-Case-Diagramm – Webshop:
🎨 Softwareergonomie & Benutzerfreundlichkeit
DIN EN ISO 9241 definiert Kriterien für benutzerfreundliche Software:
- Aufgabenangemessenheit: Software unterstützt die Aufgabe, lenkt nicht ab
- Selbstbeschreibungsfähigkeit: System erklärt sich selbst (Tooltips, Labels)
- Erwartungskonformität: Verhält sich wie erwartet (Standard-Shortcuts, bekannte Icons)
- Fehlertoleranz: Fehler werden abgefangen, Undo möglich, klare Fehlermeldungen
- Individualisierbarkeit: Anpassbar an Nutzer (Theme, Schriftgröße, Shortcuts)
- Lernförderlichkeit: Einfacher Einstieg, Hilfe verfügbar, progressive Komplexität
- Steuerbarkeit: Nutzer hat Kontrolle (Abbrechen, Zurück, Tempo selbst bestimmen)
Barrierefreiheit (Accessibility):
- Kontrastverhältnis mindestens 4.5:1 (WCAG AA)
- Tastaturnavigation möglich (Tab, Enter, Escape)
- Screenreader-kompatibel (Alt-Texte, ARIA-Labels, semantisches HTML)
- Keine rein farbbasierte Information (auch Symbol/Text verwenden)
Netzplan-Berechnung (CPM)
Berechne den kritischen Pfad und Pufferzeiten in Projekten.
- FAZ: Frühester Anfangszeitpunkt (Vorwärtsrechnung: max. aller Vorgänger-FEZ)
- FEZ: FAZ + Dauer
- SEZ: Spätester Endzeitpunkt (Rückwärtsrechnung: min. aller Nachfolger-SAZ)
- SAZ: SEZ − Dauer
- Gesamtpuffer: SAZ − FAZ (oder SEZ − FEZ). Puffer = 0 → kritischer Pfad!
Vorwärts: Von links nach rechts FEZ berechnen. Rückwärts: Von rechts nach links SAZ berechnen.
MQTT & IoT
MQTT ist ein leichtgewichtiges Protokoll für IoT-Geräte (Sensoren, Aktoren).
- Publish/Subscribe: Geräte senden (publish) an Topics, andere abonnieren (subscribe)
- Broker: Zentraler Server der Nachrichten verteilt (z.B. Mosquitto)
- QoS-Level: 0=fire&forget, 1=mindestens einmal, 2=genau einmal
- Transport: Nutzt TCP (Port 1883, mit TLS: 8883)
Beispiel: Temperatursensor published auf Topic "gebaeude/raum1/temp" → Klimaanlage subscribet und reagiert.
Dateisysteme & Cluster Size
- Zuordnungseinheit (Cluster): Kleinste Einheit die eine Datei auf der Platte belegt
- Kleine Cluster (4 KB): Wenig Verschnitt bei kleinen Dateien, aber mehr Verwaltungsaufwand
- Große Cluster (64 KB): Schneller bei großen Dateien, aber Verschnitt bei kleinen (1 KB Datei belegt trotzdem 64 KB)
Faustregel: Viele kleine Dateien → kleine Cluster. Wenige große Dateien (Video, DB) → große Cluster.
CGNAT (Carrier-Grade NAT)
ISPs nutzen CGNAT wegen IPv4-Mangel: Mehrere Kunden teilen sich EINE öffentliche IP.
- Privater Bereich: 100.64.0.0/10 (RFC 6598) – nicht routbar im Internet
- Nachteil: Kein Portforwarding möglich, kein direkter Zugriff von außen (VPN, Server unmöglich)
- Lösung: IPv6 einsetzen oder Business-Tarif mit eigener öffentlicher IP
IPv6 – Aufbau, Kürzen & Autokonfiguration
Eine IPv6-Adresse ist 128 Bit lang (IPv4: 32 Bit), notiert als acht Blöcke zu 16 Bit in Hexadezimal: 2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0001.
Zwei Kürzungsregeln
- Führende Nullen je Block weglassen:
0db8 → db8 - Eine zusammenhängende Nullfolge einmal durch
::ersetzen - Ergebnis:
2001:db8::1. Das::darf pro Adresse nur einmal vorkommen (sonst mehrdeutig).
Wichtige Präfixe
| Präfix | Bedeutung | IPv4-Analogie |
|---|---|---|
2000::/3 | Global Unicast (öffentlich) | öffentliche IP |
fc00::/7 (real fd00::/8) | Unique Local (ULA) | 10/172.16/192.168 |
fe80::/10 | Link-Local (nur Segment) | 169.254 (APIPA) |
ff00::/8 | Multicast (kein Broadcast!) | 224.0.0.0/4 |
::1 | Loopback | 127.0.0.1 |
:: | unspezifiziert | 0.0.0.0 |
/64 ist die Standard-Subnetzgröße (SLAAC braucht 64 Bit Interface-ID), ein Standort bekommt oft /48. IPv6 kennt keinen Broadcast mehr – dessen Aufgaben übernimmt Multicast (ff02::1 alle Knoten, ff02::2 alle Router).
SLAAC – zustandslose Autokonfiguration
Der Host sendet eine Router Solicitation (RS), der Router antwortet mit einem Router Advertisement (RA), das das /64-Präfix und das Gateway enthält. Den Interface-Identifier bildet der Host selbst – per EUI-64 (MAC in der Mitte mit FFFE auffüllen, U/L-Bit invertieren) oder zufällig (Privacy Extensions, Datenschutz). Kein Server nötig. Alternative: DHCPv6 (zustandsbehaftet). Die MAC-Auflösung übernimmt Neighbor Solicitation/Advertisement statt ARP.
Übergang IPv4 → IPv6
Dual-Stack (beide parallel, Auswahl per A-/AAAA-Record) ist der Regelfall. Daneben gibt es Tunnel (6in4) und Übersetzung (NAT64/DNS64).
Strukturierte Verkabelung, Dämpfung & Rack-Planung
Die strukturierte Verkabelung nach EN 50173 / ISO IEC 11801 kennt drei Bereiche. Das ist die klassische Einstiegsfrage in GA1.
| Bereich | Was | Medium |
|---|---|---|
| Primär | Standort / Campus, Gebäude untereinander | LWL (Singlemode) |
| Sekundär | Steigbereich im Gebäude, Etagenverteiler untereinander | LWL (Multimode/Singlemode) |
| Tertiär | Etagenverkabelung bis zur Anschlussdose | Twisted Pair, max. 90 m |
Die 100-Meter-Regel (Kupfer)
90 m fest verlegtes Installationskabel (Permanent Link, Dose → Patchfeld) + 10 m Patchkabel an beiden Enden zusammen = 100 m Channel. Die 90 m gelten für die Strecke, nicht für die Luftlinie: Steigzonen, Umwege und Reserve zählen mit.
Kategorien und Klassen
| Kategorie | Klasse | Frequenz | Typisch für |
|---|---|---|---|
| Cat5e | D | 100 MHz | 1 Gbit/s über 100 m |
| Cat6 | E | 250 MHz | 10 Gbit/s nur bis ca. 55 m |
| Cat6A | EA | 500 MHz | 10 Gbit/s über 100 m |
| Cat7 / 7A | F / FA | 600 / 1000 MHz | Reserve, immer S/FTP |
| Cat8 | I / II | 2000 MHz | 25/40 Gbit/s bis ca. 30 m im RZ |
Prüfungsfalle: Kategorie bewertet das einzelne Bauteil (Kabel, Dose, Stecker), Klasse die fertig installierte Strecke. Ein Cat6A-Kabel mit Cat5e-Dose ergibt nur Klasse D.
Dämpfung und Messwerte
- Dämpfung / Insertion Loss in dB: Signalverlust. Steigt mit Länge und Frequenz – deshalb die Grenzfrequenz je Kategorie.
- NEXT (Nahnebensprechen): Übersprechen am Einspeiseende. Ursache Nr. 1 in der Praxis: Paare beim Auflegen zu weit aufgedrillt (max. 13 mm).
- Return Loss: Reflexionen durch Impedanzsprünge (Kabelmix, Quetschung, schlechter Stecker).
- Wiremap: Adernbelegung. Deckt Vertauschung, Unterbrechung und das tückische Splitpaar auf (Durchgang stimmt, Verdrillung nicht → NEXT bricht ein).
- Zertifizierer statt einfachem Tester: nur er misst frequenzabhängig gegen Normgrenzwerte und bescheinigt eine Klasse.
LWL-Dämpfungsbudget rechnen
Richtwerte: Singlemode 0,4 dB/km (1310 nm) bzw. 0,25 dB/km (1550 nm), Multimode 3,5 dB/km (850 nm). Steckverbindung 0,5 dB, Spleiß 0,1–0,3 dB.
Beispiel: 2 km Singlemode, 2 Stecker, 3 Spleiße (je 0,2 dB)
Faser 2 · 0,4 = 0,8 dB + Stecker 2 · 0,5 = 1,0 dB + Spleiße 3 · 0,2 = 0,6 dB = 2,4 dB
Das muss unter dem Leistungsbudget des Transceivers bleiben.
Faserarten: OM1/OM2 orange (62,5 bzw. 50 µm), OM3/OM4 aquablau (10 Gbit/s bis ca. 300 bzw. 400 m), OS1/OS2 gelb (9 µm, Kilometerstrecken). Häufigster Fehler bei neuen LWL-Strecken: verschmutzte Endfläche.
19-Zoll-Rack: Maße und Planung
- 1 HE (U) = 1,75 Zoll = 44,45 mm. 42 HE ≈ 1,87 m Einbauhöhe.
- 19 Zoll = 482,6 mm ist die Einbaubreite, nicht die Höhe. Tiefe separat: typisch 600 / 800 / 1000 mm.
- Schwere Komponenten (USV, Batterien) nach unten – Kippsicherheit. Patchfelder nach oben.
- Blindplatten in freie Positionen, sonst strömt Warmluft in den Kaltgang zurück (Rezirkulation).
- Kaltgang/Warmgang: alle Racks gleich orientiert, Fronten in den Kaltgang.
- Kühlleistung = elektrische Leistungsaufnahme. 10 Server à 400 W + 2 Switches à 150 W = 4,3 kW Wärme.
PoE-Leistungsklassen
| Standard | Am Switch (PSE) | Am Gerät (PD) |
|---|---|---|
| 802.3af (PoE, Type 1) | 15,4 W | 12,95 W |
| 802.3at (PoE+, Type 2) | 30 W | 25,5 W |
| 802.3bt (PoE++, Type 3/4) | 60 / 90 W | 51 / 71,3 W |
Die Differenz ist der Leitungsverlust über bis zu 100 m. Prüfungsfalle: Das PoE-Budget des Switches ist unabhängig von der Portanzahl – 370 W Budget reichen nur für 14 PoE+-Geräte (370 / 25,5 = 14,5).
Was in die Dokumentation gehört
Strang- und Etagenplan, eindeutige Kennzeichnung an beiden Kabelenden nach Schema (z. B. A-02-214-03 = Gebäude A, Etage 2, Raum 214, Port 3), Patchfeld-Belegungsliste, Messprotokoll je Strecke, Rack-Layout mit HE-Positionen.
📋 Beispiel-Prüfung (Simulation)
Simuliere eine echte AP2-Prüfung mit Timer. Freitext-Antworten wie in der IHK.
📋 Prüfung wählen
Wähle eine Prüfungsvariante. Timer läuft 90 Minuten – wie bei der echten IHK.
GA1 – Konzeption & Administration (90 Min)
B: Virtualisierung/PUE, Datenbank/SQL, Disaster Recovery, Mail-Sicherheit/DSGVO
C: USV/Lizenzen/RAM, UML/Datenberechnung, Patch-Management, MDM/BYOD
D: Virtualisierung/RAID/USV, IT-Sicherheit/DSGVO/Backup, MDM/Lizenzen, Programmierung/CSV
E: ITIL/SLA-Berechnung, ERM/Normalisierung/SQL-DDL, Netzplan/Break-even/Stundensatz, EPK/Vertragsrecht/Kalkulation
🎯 Themen-Klausuren (je 30 Min, 5-6 Aufgaben)
GA2 – Netzwerke (90 Min)
B: IPv6/CGNAT/Dual-Stack, VLAN/DHCP/STP, VPN/Verschlüsselung, WLAN/Monitoring
C: NAT/PAT-Paketanalyse, QoS/VoIP-Bandbreite, Dynamisches Routing, DNS/SPF/Proxy
D: VLANs/Switch-Absicherung, Subnetting/DHCP/NAT/IPv6, Fehlerdiagnose/DNS, TLS-Inspection/Zertifikate
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🎓 AP2-Prüfung
⭐ Level-Fortschritt
🎯 Themen-Abdeckung
Wie viele Themen-Tests hast du schon gemacht?
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📊 Letzte 7 Tage
Gelöste Aufgaben pro Tag
🏋️ Trainer-Fortschritt (diese Sitzung)
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📆 Lernaktivität (letzter Monat)
Grüne Tage = du warst aktiv
Aktive Tage im letzten Monat: 0
❌ Fehlerliste
Hier sind alle Fragen, die du falsch beantwortet hast. Wähle aus welche du wiederholen willst.
⏱️ Pomodoro-Timer
Pomodoros abgeschlossen: 0
⚙️ Zeiten anpassen
🎯 Themen-Tests
Wähle ein Thema und teste dein Wissen. Jede richtige Antwort bringt dich näher an die AP2.
Netzwerk-Grundlagen
OSI, TCP/IP, Protokolle, Ports
Subnetting & IP
Subnetze, CIDR, IPv4, IPv6
Server & Administration
Windows, Linux, AD, Dienste
IT-Sicherheit
Firewall, VPN, Verschlüsselung, Zero Trust
Storage & Backup
RAID, NAS/SAN, Backup-Strategien
Virtualisierung & Cloud
Hypervisor, VMs, IaaS/PaaS/SaaS
Switching & Routing
VLANs, STP, NAT, Routingtabellen
WiSo
Arbeitsrecht, Wirtschaft, Sozialversicherung
Projektarbeit
Planung, Doku, Kosten, Präsentation
WLAN
Frequenzen, WPA2/3, Roaming, Kanäle
Monitoring & Betrieb
SNMP, SLA, Verfügbarkeit, Logs
Automatisierung & Scripting
PowerShell, Bash, Cron, Variablen
Programmierung & SQL
Arrays, SQL, UML, Berechnungen
ERM & Datenmodellierung
Kardinalitäten, Normalisierung, CREATE TABLE
ITIL & Servicemanagement
Incident, SLA, KPI, Support-Level
EPK & Prozessmodellierung
Ereignis, Funktion, XOR/AND/OR
Vertragsrecht & Kalkulation
Mängel, Verzug, Rechtsformen, Kalkulation
Projektmanagement (Berechnung)
Netzplan, Break-even, FMEA, Scrum
Verkabelung & Rack
Dämpfung, Cat-Klassen, LWL, Patchfeld, 19-Zoll/HE, PoE
OOP & Klassen
Vererbung, Polymorphie, Interfaces, Patterns
Softwareentwicklung
Scrum, Wasserfall, V-Modell, CI/CD, Refactoring
Testing & QS
Unit-Tests, TDD, Testpyramide, Coverage
Softwarearchitektur
REST, SOAP, Microservices, MVC, Docker
🧮 Subnetting- & IP-Rechner-Trainer
Trainiere IHK-Prüfungsfragen zur IP-Adressierung und Subnetzberechnung – spielerisch und komplett offline.
192.168.1.0/24
Lieber Frage-für-Frage üben (klassischer Modus, mit Statistik & Fehlerwiederholung)?
📋 So rechnest du
- Netzadresse: IP UND Subnetzmaske (Hostbits = 0)
- Broadcast: Netzadresse mit allen Hostbits = 1
- Nutzbare Hosts: 2^(Hostbits) − 2
- Maske /n: n Einsen von links (z.B. /26 = 255.255.255.192)
- Anzahl Subnetze: 2^(zusätzliche Netz-Bits)
- Klassen: A 0-127, B 128-191, C 192-223, D 224-239, E 240-255
- Privat (RFC 1918): 10/8, 172.16-31, 192.168
💡 Freitext-Antworten großzügig gematcht. Bei IP-Fragen genügt die reine Adresse, z.B. 172.16.0.0.
🖩 AP2-Rechner
Wichtige Berechnungen für die Prüfung – einfach Werte eingeben und verstehen.
🔢 Subnetting Hosts
Gib CIDR-Präfix ein (z.B. 26).
⏱️ Backupdauer
Datenmenge in GB und Übertragungsrate in Mbit/s.
💾 RAID-Kapazität
Anzahl Platten, Größe pro Platte und RAID-Level wählen.
📊 Verfügbarkeit
Verfügbarkeit in % eingeben (z.B. 99.9).
☁️ Cloud vs. On-Prem (3 Jahre)
Vergleiche Kosten über 3 Jahre.
🔄 Bit/Byte-Konverter
Mbit/s in MB/s umrechnen (und umgekehrt).
🏢 Prüfungsnahe Fallstudien
Arbeite dich durch realistische Szenarien wie in der AP2. Klicke auf „Musterlösung", nachdem du selbst nachgedacht hast.
Fallstudie 1: Drei Standorte sicher verbinden
Ein Unternehmen hat Zentrale, Lager und Vertrieb. Alle benötigen Zugriff auf ERP, Fileserver und VoIP. Kundendaten sind sensibel, Internetleitungen fallen gelegentlich aus.
Aufgaben:
- Wähle VPN-Typen und begründe.
- Plane VLANs und Firewall-Zonen.
- Definiere Monitoring-Kennzahlen.
- Nenne Sicherheitsmaßnahmen für Remote-Zugriff.
Fallstudie 2: Fileserver modernisieren
Ein alter Fileserver ist voll, Rechte sind unübersichtlich, Backups wurden nie getestet. Es gibt Buchhaltung, HR, IT und Vertrieb.
Aufgaben:
- Wähle Storage und RAID.
- Entwirf AGDLP-Berechtigungen.
- Plane Backup mit RTO/RPO.
- Nenne Migrations- und Testschritte.
Fallstudie 3: Ransomware-Verdacht
Mehrere Benutzer melden verschlüsselte Dateien. Monitoring zeigt ungewöhnliche SMB-Aktivität, ein Client hat auffällig viele Schreibzugriffe.
Aufgaben:
- Beschreibe Sofortmaßnahmen.
- Welche Logs prüfst du?
- Wie stellst du wieder her?
- Welche Prävention leitest du ab?
Fallstudie 4: WLAN für neues Bürogebäude
Ein Unternehmen bezieht ein 3-stöckiges Büro mit 150 Mitarbeitern. Es soll ein stabiles WLAN für Arbeitsgeräte und ein Gast-WLAN geben. VoIP über WLAN ist geplant.
Aufgaben:
- Plane die AP-Verteilung und Kanalplanung.
- Wähle Authentifizierung und Verschlüsselung.
- Trenne Gäste von internem Netz.
- Welche QoS-Maßnahmen für VoIP?
Fallstudie 5: Virtualisierung eines physischen Servers
Ein KMU hat 5 physische Server (DC, Fileserver, Printserver, Monitoring, Backup). Die Hardware ist 7 Jahre alt, Wartungsverträge laufen aus. Budget ist begrenzt.
Aufgaben:
- Entscheide: On-Premises-Virtualisierung oder Cloud?
- Plane die Host-Hardware (CPU, RAM, Storage).
- Wie migrierst du die bestehenden Server?
- Welche HA-Maßnahmen sind sinnvoll?
Fallstudie 6: Neuer Mitarbeiter einrichten
Ein neuer Mitarbeiter in der Buchhaltung startet. Er braucht PC, Netzwerkzugang, E-Mail, Zugriff auf Finanzdaten, Drucker und VPN für Homeoffice.
Aufgaben:
- Beschreibe den Onboarding-Prozess technisch.
- Welche AD-Objekte/Gruppen erstellst du?
- Wie setzt du Least Privilege um?
- Was dokumentierst du?
Fallstudie 7: Monitoring-System aufbauen
Ein Unternehmen mit 50 Servern, 20 Switches und 5 Standorten hat kein Monitoring. Ausfälle werden erst bemerkt wenn User sich beschweren.
Aufgaben:
- Wähle ein Monitoring-Tool und begründe.
- Was überwachst du (Metriken)?
- Definiere Schwellenwerte und Eskalation.
- Wie integrierst du das in den Betrieb?
Fallstudie 8: Backup-Konzept für kritische Datenbank
Eine SQL-Datenbank (500 GB) ist geschäftskritisch. Ausfall kostet 10.000€/Stunde. Aktuell: Nur nächtliches Vollbackup auf externe USB-Platte.
Aufgaben:
- Bewerte die aktuelle Situation (Risiken).
- Definiere RPO und RTO.
- Entwirf ein neues Backup-Konzept.
- Wie testest du die Wiederherstellung?
Fallstudie 9: Netzwerk-Segmentierung einer Arztpraxis
Eine Arztpraxis hat Empfang, 3 Behandlungsräume, Labor und ein Gäste-WLAN. Patientendaten unterliegen der DSGVO. Medizingeräte hängen am Netz.
Aufgaben:
- Entwirf ein VLAN-Konzept.
- Definiere Firewall-Regeln zwischen den Segmenten.
- Wie schützt du Patientendaten (DSGVO)?
- Wie trennst du Medizingeräte vom Rest?
Fallstudie 10: Automatisierung der Benutzerverwaltung
Ein Unternehmen hat 500 Mitarbeiter. Monatlich kommen/gehen 20 Personen. User-Anlage dauert manuell 45 Min. pro Person. Fehler passieren regelmäßig (falsche Gruppen, fehlende Rechte).
Aufgaben:
- Entwirf ein PowerShell-Skript-Konzept für Onboarding.
- Welche Daten brauchst du als Input (CSV)?
- Wie behandelst du Fehler im Skript?
- Berechne die Zeitersparnis.
⏰ Zeitdruck-Modus
Beantworte Fragen unter Zeitdruck – schnell entscheiden! Zeitlimit hängt vom Schwierigkeitsgrad ab.
Spielregeln
- Zeitlimit je nach Schwierigkeit (5–20 Sekunden)
- Fragen aus allen Themen (gemischt)
- Keine Antwort in der Zeit = falsch
- Anzahl Fragen je nach Schwierigkeit (5–15)
💻 Kommando-Trainer
Dir wird eine Aufgabe beschrieben – du tippst den passenden Befehl ein.
Aufgabe 1/0
Lade...
Richtig: 0 · Übersprungen: 0
📐 Normalformen-Trainer
Erkenne in welcher Normalform eine Tabelle ist und warum sie keine höhere erfüllt.
📋 So funktioniert's
- Dir wird eine Tabelle gezeigt
- Du bestimmst: In welcher Normalform ist sie?
- Bonus: Warum erfüllt sie die nächsthöhere NICHT?
💰 Kaufmännische Übungen
Interaktive Übungsaufgaben zu Amortisation, TCO, Break-Even und Nutzwertanalyse – prüfungsrelevant!
📊 Amortisationsrechnung
Berechne, ab wann sich eine Investition bezahlt macht.
🧾 Bezugspreis-Kalkulation
Klassische GA1-Aufgabe: Vom Listeneinkaufspreis zum Bezugspreis (Rabatt, Skonto, Bezugskosten).
⏱️ Stundenverrechnungssatz
Angebotskalkulation (LF12b, klausurrelevant): Was muss pro produktiver Stunde berechnet werden?
📈 Handelskalkulation (Vorwärts)
Vollständiges Schema: vom Listeneinkaufspreis zum Bruttoverkaufspreis (LF12b, klausurrelevant).
🧾 Angebotsvergleich (quantitativ)
Klassische GA1-Aufgabe: Für mehrere Angebote den Bezugspreis ermitteln und das günstigste auswählen. Jeder Zwischenschritt wird einzeln bewertet – so wie in der Prüfung Teilpunkte vergeben werden.
Zwei Fallen: Skonto wird vom Zieleinkaufspreis gerechnet, nicht vom Listenpreis. Und die Bezugskosten kommen erst nach dem Skontoabzug dazu – ein Angebot „frei Haus" kann trotz höherem Listenpreis das günstigere sein.
🧾 Kalkulationsschema-Tabelle (Vorwärts & Rückwärts)
Fülle das komplette Kalkulationsschema aus – wie in der AP2. Bei Vorwärts ist der Listeneinkaufspreis vorgegeben, bei Rückwärts der Bruttoverkaufspreis. Trage alle Werte ein und prüfe zeilenweise.
💼 TCO-Berechnung (Total Cost of Ownership)
Berechne die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer.
📈 Break-Even-Point
Ab welcher Stückzahl werden Gewinne erzielt?
⚖️ Nutzwertanalyse
Bewerte Alternativen anhand gewichteter Kriterien und finde die beste Lösung.
🌐 OSI-Schichten Lerntool
Lerne das OSI-Referenzmodell interaktiv – Protokolle, Geräte, PDUs und Funktionen zuordnen.
📊 OSI-Referenzmodell
📋 Übungstypen
- Protokoll-Zuordnung – Zu welcher Schicht gehört HTTP, TCP, IP...?
- Geräte-Zuordnung – Router, Switch, Hub → Schicht?
- PDU-Bestimmung – Segment, Frame, Paket → Schicht?
- Funktions-Erkennung – Beschreibung → richtige Schicht wählen
- Reihenfolge – Schichten sortieren & Nachbarn benennen
- TCP/IP Vergleich – OSI ↔ TCP/IP-Modell Mapping
🔌 Port- & Protokoll-Trainer
Lerne die wichtigsten Ports, Protokolle und Abkürzungen für die AP2. Bei jeder Antwort gibt es eine Erklärung.
📋 Wichtigste Ports (Nachschlagen)
| Port | Protokoll | Dienst | TCP/UDP |
|---|---|---|---|
| 20/21 | FTP | Dateitransfer (20=Daten, 21=Steuerung) | TCP |
| 22 | SSH | Verschlüsselte Remote-Verbindung | TCP |
| 23 | Telnet | Remote-Verbindung (unverschlüsselt!) | TCP |
| 25 | SMTP | E-Mail senden | TCP |
| 53 | DNS | Namensauflösung | UDP/TCP |
| 67/68 | DHCP | Automatische IP-Vergabe | UDP |
| 80 | HTTP | Webseiten (unverschlüsselt) | TCP |
| 110 | POP3 | E-Mail abrufen (löscht auf Server) | TCP |
| 143 | IMAP | E-Mail synchronisieren (bleibt auf Server) | TCP |
| 161/162 | SNMP | Netzwerk-Monitoring | UDP |
| 389 | LDAP | Verzeichnisdienst (z.B. Active Directory) | TCP |
| 443 | HTTPS | Webseiten (verschlüsselt mit TLS) | TCP |
| 445 | SMB | Windows-Dateifreigabe | TCP |
| 514 | Syslog | Zentrales Logging | UDP |
| 587 | SMTP (Submission) | E-Mail senden (mit Auth) | TCP |
| 636 | LDAPS | LDAP verschlüsselt | TCP |
| 993 | IMAPS | IMAP verschlüsselt | TCP |
| 995 | POP3S | POP3 verschlüsselt | TCP |
| 3306 | MySQL/MariaDB | Datenbank | TCP |
| 3389 | RDP | Remote Desktop (Windows) | TCP |
| 5060 | SIP | VoIP-Signalisierung | UDP/TCP |
📋 Kategorie wählen
🔢 Anzahl Fragen
📋 Aufgabentypen
- Port → Dienst (MC) – "Welcher Dienst nutzt Port 443?"
- Dienst → Port (Freitext!) – "Welchen Port nutzt SSH?" → eintippen
- Abkürzung auflösen (MC) – "Wofür steht DHCP?"
- TCP oder UDP? (MC) – "Nutzt DNS TCP oder UDP?"
- Verschlüsselt ↔ Unverschlüsselt (Freitext) – "Sichere Variante von HTTP?"
- Beschreibung → Protokoll (MC) – Was macht dieser Dienst?
- Prüfungs-Szenarien – Firewall, Wireshark, Fehler finden
💾 RAID-Trainer
Übe RAID-Berechnungen wie in der AP2. Kapazität, Plattenanzahl, Ausfallszenarien und RAID-Level bestimmen.
📋 RAID-Level Übersicht
| Level | Prinzip | Min. Platten | Nutzbar | Ausfalltoleranz | Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|
| RAID 0 | Striping | 2 | n × Platte | Keine! | Performance (Temp-Daten) |
| RAID 1 | Mirroring | 2 | n/2 × Platte | 1 Platte | OS, Boot-Laufwerk |
| RAID 5 | Striping + 1 Parität | 3 | (n-1) × Platte | 1 Platte | Standard-Server |
| RAID 6 | Striping + 2 Paritäten | 4 | (n-2) × Platte | 2 Platten | Kritische Daten |
| RAID 10 | Mirror + Stripe | 4 | n/2 × Platte | 1 pro Mirror | Datenbank, hohe I/O |
Formeln: RAID 0: n×d | RAID 1: n/2×d | RAID 5: (n-1)×d | RAID 6: (n-2)×d | RAID 10: n/2×d (d=Plattengröße, n=Anzahl)
📋 Aufgabentypen
- Kapazität berechnen (Freitext) – "6× 4TB RAID 5 → nutzbar?"
- Plattenanzahl berechnen (Freitext) – "18 TB nutzbar, RAID 6, 4TB Platten?"
- RAID-Level bestimmen (MC) – Beschreibung → welches RAID?
- Ausfall-Szenarien (MC) – Was passiert wenn Platten ausfallen?
- Vergleich & Empfehlung (MC) – Welches RAID für welchen Einsatz?
- Hot Spare & Praxis (Mix) – Rebuild, Hot Spare, Prüfungsfragen
🔢 Anzahl Fragen
📊 Verfügbarkeits-Rechner
Berechne Ausfallzeiten und Verfügbarkeit wie in der AP2.
📋 Formeln
- Verfügbarkeit = (Servicezeit - Ausfallzeit) / Servicezeit × 100%
- Max. Ausfallzeit = Servicezeit × (100% - Verfügbarkeit)
- MTBF/MTTR: Verfügbarkeit = MTBF / (MTBF + MTTR)
- 99,9% = 8,76h/Jahr | 99,5% = 43,8h/Jahr | 99% = 87,6h/Jahr
🔄 Backup-Trainer
Restore-Szenarien, Backup-Strategien und RPO/RTO berechnen.
📋 Backup-Typen
- Vollbackup: Alle Daten. Basis für alles. Langsam, viel Speicher.
- Inkrementell: Nur Änderungen seit letztem Backup (egal welcher Art). Schnell, wenig Speicher. Restore: Voll + ALLE Inkr.
- Differentiell: Alle Änderungen seit letztem Vollbackup. Restore: Voll + letztes Diff.
- 3-2-1-Regel: 3 Kopien, 2 Medien, 1 Offsite.
🧱 Firewall-Regel-Trainer
Firewall-Regeln formulieren und analysieren wie in der AP2.
📋 Firewall-Grundlagen
- Regel-Aufbau: Quelle → Ziel → Port → Protokoll → Aktion (ALLOW/DENY)
- Default Deny: Alles blockieren was nicht explizit erlaubt ist
- Stateful: Antwortpakete werden automatisch erlaubt
- DMZ: Separates Netz für öffentlich erreichbare Server
🔤 Abkürzungs-Trainer
Alle wichtigen IT-Abkürzungen für die AP2 drillmäßig lernen.
📋 Über 80 AP2-relevante Abkürzungen
Mix aus Freitext (Abkürzung ausschreiben) und MC (Bedeutung zuordnen). Jede Antwort mit Erklärung.
📐 Datenmengen-Rechner
Übertragungszeiten, Bildgrößen und Einheiten umrechnen.
📋 Wichtige Formeln
- Übertragung: Zeit = Datenmenge (Bit) / Bandbreite (Bit/s)
- MB → Mbit: × 8 (1 Byte = 8 Bit)
- Bildgröße: Breite × Höhe × Farbtiefe (Bit) / 8 = Bytes
- 1 KB = 1.000 B (dezimal) | 1 KiB = 1.024 B (binär)
🔎 Paketanalyse-Trainer
Mitschnitte lesen und auswerten wie in Wireshark: Handshake, gefilterte und geschlossene Ports, DNS-, ARP- und DHCP-Fehler, Paketverlust, Klartext-Protokolle, Portscans und Anzeigefilter.
📋 Woran du einen Mitschnitt erkennst
- SYN → SYN-ACK → ACK: Handshake ok. Nur SYN mit Wiederholungen = Firewall verwirft (DROP)
- RST/ACK: Host lebt, aber kein Dienst auf dem Port. Bei UDP stattdessen ICMP Port unreachable
- Dup ACK + Retransmission: Paketverlust. ZeroWindow: Empfänger überlastet
- 169.254.x.x nach reinem DHCP Discover: kein DHCP-Server geantwortet (APIPA)
- MAC-Flapping + Broadcast-Flut: Layer-2-Schleife, Spanning Tree fehlt
- Capture-Filter entscheidet, was aufgezeichnet wird, Anzeigefilter nur, was du siehst
Neu: Die Mitschnitte werden bei jedem Start frisch generiert (andere IPs, Ports, Zeitstempel). Es gibt Ablesefragen direkt aus der Tabelle und eine interaktive Filter-Übung, bei der dein Anzeigefilter die Zeilen live ein- und ausblendet. Nach dem Antworten wird das entscheidende Paket im Trace grün markiert.
🖧 Netzwerk-Topologie-Trainer
Netzpläne im Cisco-Stil lesen und Aufgaben lösen: Subnetting, Gateway/DNS/DHCP, Zonen (DMZ/LAN/WAN), Firewall-Regeln und Fehlersuche. Jede Aufgabe wird neu generiert (praktisch unbegrenzt viele Varianten).
📋 Was dich erwartet
- Subnetting: Netz-/Broadcast-Adresse, nutzbare Hosts, Standardgateway berechnen (Freitext)
- Konfiguration: DNS-/Gateway-/DHCP-Zuordnung aus dem Diagramm ablesen (MC)
- Zonen: DMZ / LAN / WAN verstehen (MC)
- Firewall: passende Regel aus der Topologie ableiten (MC)
- Fehlersuche: typische Netzwerkprobleme erkennen (z.B. APIPA/DHCP) (MC)
💡 IP-Antworten großzügig gematcht. Bei Freitext genügt die reine Adresse, z.B. 192.168.10.0.
📅 Lernplan-Generator
Dein persönlicher, phasenbasierter Lernplan – berechnet aus deinem Prüfungstermin, deiner Lernzeit und deinen bisherigen Ergebnissen (Schwächen zuerst).
⚙️ Deine Einstellungen
📖 Formelsammlung AP2
Alle wichtigen Formeln auf einen Blick. Zum Nachschlagen und Ausdrucken.
🎓 AP2-Prüfungsaufbau & Gewichtung
Fachinformatiker/-in Systemintegration (AO2020). AP1 = 20% der Gesamtnote, AP2 = 80%.
| Prüfungsbereich | Art | Dauer | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Planen und Umsetzen eines Projektes | praktisch (Doku 50% + Präsentation/Fachgespräch 50%) | max. 40 h Projekt | 50% |
| Konzeption und Administration von IT-Systemen | schriftlich, handlungsorientiert | 90 min | 10% |
| Analyse und Entwicklung von Netzwerken | schriftlich, handlungsorientiert | 90 min | 10% |
| Wirtschafts- und Sozialkunde | schriftlich, meist Multiple Choice | 60 min | 10% |
Bestehensregeln (Teil 2):
- Gesamtergebnis (Teil 1 + Teil 2) mindestens „ausreichend"
- Teil 2 insgesamt mindestens „ausreichend"
- Mindestens 3 der 4 Prüfungsbereiche von Teil 2 mindestens „ausreichend"
- Kein Prüfungsbereich „ungenügend"
- Mündliche Ergänzungsprüfung (15 min) möglich in genau EINEM schriftlichen Bereich, wenn er schlechter als „ausreichend" ist und den Ausschlag zum Bestehen geben kann. Gewichtung altes Ergebnis : mündliche Prüfung = 2:1.
🗓️ Prüfungstermine 2026 / 2027 (Sommer-Durchgang)
Wichtige Fristen für deinen AP2-Durchgang. Trage sie dir in den Kalender ein! (Angaben laut IHK, ohne Gewähr.)
| Termin / Frist | Was ist zu tun? |
|---|---|
| bis 01.09.2026 | Anmeldeschluss für die Abschlussprüfung Teil 2 |
| 07.–11.09.2026 | Versand der PIN für das Online-Portal. Aktuelle E-Mail-Adresse hinterlegen und Spam-Ordner prüfen! |
| bis 06.10.2026, 12:00 Uhr | Upload des Projektantrags im Online-Portal (inkl. Bestätigung durch den Azubi mit der PIN) |
| Mi, 25.11.2026 | Schriftliche Abschlussprüfung Teil 2. Einladung ca. 2 Wochen vorher per E-Mail |
| bis 08.12.2026, 12:00 Uhr | Upload der Dokumentation als PDF-Datei im Online-Portal |
| 07.01.–31.01.2027 | Präsentationen und Fachgespräche, ggf. mündliche Ergänzungsprüfungen (müssen beantragt werden). Abweichungen möglich – bei der Urlaubsplanung beachten. Einladung bis spätestens 7 Tage vorher per E-Mail / Online-Portal. |
📑 Projektdokumentation – Bewertungsschlüssel & Formvorgaben
Die Doku wird in 6 Komplexen bewertet (50% der Projektnote). Nutze das als Gliederungs-Checkliste!
| Komplex | Gewicht | Inhalt (Auswahl) |
|---|---|---|
| 1. Ausgangssituation | 10% | Projektauftrag analysieren, Projektziele (Zeit/Kosten/Sach/Qualität) + Abgrenzung, Projektumfeld & Schnittstellen, Anforderungsanalyse, Ist-Analyse beim Kunden |
| 2. Ressourcen-/Ablaufplan | 25% | Terminplan/Ablaufplan (Meilensteine), Personal-/Sachmittel-/Kostenplanung (Angebotskalkulation), QS-Planung, Soll-Konzept, Nutzwertanalyse/Entscheidungsmatrix, Schwachstellen-/Schutzbedarfsanalyse + Schutzmaßnahmen |
| 3. Durchführung & Auftragsbearbeitung | 30% | Prozess-Schritte & Vorgehen, Abweichungen/Entscheidungen, Qualitätskontrolle, technische Lösung (Einführung/Erweiterung), technische + organisatorische IT-Sicherheitsmaßnahmen |
| 4. Projektabschluss | 15% | Soll-Ist-Vergleich, Reflexion/Fazit, Optimierung/Ausblick, Übergabe & Abnahme |
| 5. Gestaltung der Dokumentation | 10% | Deckblatt/Gesamteindruck, Text & Überschriften, Grafiken/Tabellen mit Beschriftung, Kopf-/Fußzeile mit Seitenzahlen, Verzeichnisse, Glossar/Abkürzungen, Rechtschreibung, Quellenangaben |
| 6. Kundendokumentation (Anhang) | 10% | Schutzbedarfsanalyse (Auszug), Gesprächsprotokoll, Mess-/Prüfprotokoll, Übergabeprotokoll, Abnahmeprotokoll, Anwenderhandbuch/technische Doku (Auszug) |
Formvorgaben:
- Projektbericht: max. 15 DIN-A4-Seiten (ohne Deckblatt/Verzeichnisse)
- Praxisbezogene Unterlagen (Anlagen): max. 17 Seiten
- Text: Schriftgrad 11, 1,3-facher Zeilenabstand in Absätzen
- Abgabe als PDF, max. 5 MB (Bericht + Anlagen in einer Datei)
- Pflicht: „Protokoll über die durchgeführte Projektarbeit" beilegen (IHK Dok.-Nr. 4547900)
- Bewertet wird der Arbeitsprozess, nicht nur das Endergebnis
Präsentation & Fachgespräch (je 50%, zusammen max. 30 min, Präsentation max. 15 min):
- Präsentation: Aufbau/Struktur 40%, sprachliche Gestaltung 30%, zielgruppengerechte Darstellung 30%
- Fachgespräch: Argumentation/Begründung 35%, Lösungskompetenz 30%, Fachhintergrund 35%
- Zielgruppe = fachkundiger Prüfungsausschuss (keine Kunden)
🧠 Eselsbrücken & Analogien
Sperrige Konzepte anschaulich merken. Jede Analogie erklärt das Prinzip in einem Bild.
| Begriff | Merkbild / Analogie |
|---|---|
| IaaS / PaaS / SaaS | Küche: IaaS = leere Küche mieten (du bringst alles mit). PaaS = fertig eingerichtete Küche (du kochst nur). SaaS = fertiges Gericht wird geliefert. |
| 3-2-1-Backup-Regel | 3 Kopien, 2 verschiedene Medien, 1 davon außer Haus (offsite). |
| Inkrementell vs. Differentiell | Inkrementell = Kette: jedes Glied baut auf dem vorherigen auf (Restore braucht ALLE). Differentiell = Abstand zum Start: nur Vollbackup + letztes Diff nötig. |
| DMZ | Vorgarten: öffentlich erreichbar (Webserver), aber vom Wohnhaus (LAN) durch einen Zaun (Firewall) getrennt. |
| Bastion Host / Jump Host | Schleusentür: Admins kommen nicht direkt ins LAN, sondern nur über diesen einen kontrollierten Einstiegspunkt. |
| Domänen-Vertrauensstellung (Trust) | Visa-Abkommen: Land A erkennt die Ausweise von Land B an – deren Bürger dürfen ohne neues Visum einreisen. |
| Load Balancer | Kassen im Supermarkt: die Kundenschlange wird auf mehrere Kassen verteilt, damit keine einzelne überläuft. |
| Active Directory (Domain/Tree/Forest) | Wald: Domains sind Äste, Trees sind Bäume, der Forest ist der ganze Wald – das zentrale Firmen-Adressbuch mit Login. |
| DNS | Telefonbuch: du kennst den Namen (www.beispiel.de), DNS liefert die Nummer (IP-Adresse). |
| DHCP (DORA) | Hotel-Rezeption: Gast fragt nach Zimmer (Discover), Rezeption bietet an (Offer), Gast nimmt (Request), Rezeption bestätigt (Ack). |
| Routing vs. Switching | Router = Lotse zwischen Städten (Netzen), Switch = Hausmeister im Gebäude (verteilt im lokalen Netz). |
| Ansible | Kochrezept per Fernsteuerung: ein Playbook wird per SSH auf viele Server gleichzeitig ausgeführt – ohne dort installierten Agent. |
| Deduplizierung vs. Komprimierung | Dedup: gleiches Buch nur einmal ins Regal, sonst nur Verweise. Komprimierung: die Schrift im Buch verkleinern. |
| Symmetrisch vs. Asymmetrisch | Symmetrisch = ein Schlüssel sperrt und öffnet (schnell). Asymmetrisch = Briefkasten: jeder kann einwerfen (Public Key), nur du öffnest (Private Key). |
| RAID ≠ Backup | RAID = Ersatzreifen (Ausfall einer Platte abfangen). Backup = Kopie im Tresor (schützt vor Löschen/Ransomware). Beides nötig! |
| Firewall (Stateful) | Türsteher mit Gästeliste: merkt sich, wer rausgegangen ist, und lässt genau dessen Antwort wieder rein. |
| VLAN | Trennwände im Großraumbüro: ein physischer Switch, aber logisch getrennte Abteilungen, die sich nicht sehen. |
| Proxy vs. Reverse Proxy | Proxy = Einkaufsbote für Clients (nach außen). Reverse Proxy = Empfangstresen vor den Servern (nach innen). |
| NAT | Firmen-Telefonzentrale: viele interne Apparate teilen sich eine öffentliche Nummer nach außen. |
| Verfügbarkeit „Nines" | Je mehr Neunen, desto weniger Ausfall: 99,9% ≈ 8,8 h/Jahr, 99,99% ≈ 52 min/Jahr, 99,999% ≈ 5 min/Jahr. |
🔢 Subnetting & IP
| Formel | Berechnung |
|---|---|
| Hosts pro Subnetz | 2^(32-Praefix) - 2 |
| Subnetze | 2^(geliehene Bits) |
| Netzadresse | IP AND Subnetzmaske (binaer) |
| Broadcast | Netzadresse + alle Host-Bits auf 1 |
💾 RAID
| Level | Nutzbar | Min. Platten | Ausfalltoleranz |
|---|---|---|---|
| RAID 0 | n * d | 2 | Keine! |
| RAID 1 | n/2 * d | 2 | 1 Platte |
| RAID 5 | (n-1) * d | 3 | 1 Platte |
| RAID 6 | (n-2) * d | 4 | 2 Platten |
| RAID 10 | n/2 * d | 4 | 1 pro Mirror |
n = Anzahl Platten, d = Plattengroesse. Hot Spare zaehlt NICHT zur Berechnung!
📊 Verfuegbarkeit & SLA
| Formel | Berechnung |
|---|---|
| Verfuegbarkeit | (Servicezeit - Ausfallzeit) / Servicezeit * 100% |
| Max. Ausfall | Servicezeit * (100% - Verfuegbarkeit) |
| MTBF/MTTR | Verfuegbarkeit = MTBF / (MTBF + MTTR) |
| Referenzwerte | 99,9% = 8,76h/Jahr | 99,5% = 43,8h/Jahr | 99% = 87,6h/Jahr |
📐 Datenmengen & Uebertragung
| Formel | Berechnung |
|---|---|
| Uebertragungszeit | Datenmenge (Bit) / Bandbreite (Bit/s) |
| MB in Mbit | MB * 8 = Mbit |
| Bildgroesse | Breite * Hoehe * Farbtiefe(Bit) / 8 = Bytes |
| Einheiten | 1 KiB = 1024 B (binaer) | 1 KB = 1000 B (dezimal) |
💰 Kalkulation & Wirtschaft
| Formel | Berechnung |
|---|---|
| Bezugspreis | Listeneinkauf - Rabatt - Skonto + Bezugskosten |
| Selbstkosten | Bezugspreis + Handlungskosten |
| Break-even | Fixkosten / (Preis - variable Stueckkosten) |
| Deckungsbeitrag | Erloes - variable Kosten |
| Stundensatz | Jahreskosten / produktive Stunden |
| FMEA RPZ | Auftreten * Bedeutung * Entdeckung (je 1-10) |
Bezugspreis-Kalkulationsschema (GA1-Klassiker):
Vollständige Handelskalkulation (Einkauf → Verkauf):
| Stufe | Rechnung |
|---|---|
| Listeneinkaufspreis (LEP) | 100% |
| − Liefererrabatt | % vom LEP |
| = Zieleinkaufspreis (ZEP) | |
| − Liefererskonto | % vom ZEP |
| = Bareinkaufspreis (BEP) | |
| + Bezugskosten | absolut |
| = Bezugspreis / Einstandspreis | |
| + Handelskostenzuschlag | % (a.H.) |
| = Selbstkosten | |
| + Gewinnzuschlag | % (a.H.) |
| = Barverkaufspreis | |
| + Kundenskonto (+ Provision) | % (i.H.) |
| = Zielverkaufspreis | |
| + Kundenrabatt | % (i.H.) |
| = Nettoverkaufspreis (Listenverkaufspreis) | |
| + Umsatzsteuer | 19% vom Netto |
| = Bruttoverkaufspreis |
Prozent-Arten: v.H. (vom Hundert) = normal, Grundwert 100%. a.H. (auf Hundert) = vermehrter Grundwert, der Betrag ist AUFschlag → Grundwert 100%, Ergebnis 100%+Satz. i.H. (im Hundert) = verminderter Grundwert, der Abzug ist bereits enthalten → z.B. Barverkaufspreis = 100% − Skonto%. Rückwärtskalkulation: vom Verkaufspreis rückwärts zum max. Einkaufspreis. Differenzkalkulation: Gewinn ermitteln, wenn EK und VK gegeben sind.
🔀 Netzplan
| Formel | Berechnung |
|---|---|
| FEZ | FAZ + Dauer |
| FAZ (Nachfolger) | MAX(FEZ aller Vorgaenger) |
| SAZ | SEZ - Dauer |
| SEZ (Vorgaenger) | MIN(SAZ aller Nachfolger) |
| Gesamtpuffer | SAZ - FAZ = SEZ - FEZ |
| Kritischer Pfad | Alle Vorgaenge mit GP = 0 |
Aufbau eines Vorgangsknotens:
Ablauf: Vorwaerts (FAZ/FEZ) → Rueckwaerts (SEZ/SAZ):
Gantt-Diagramm (Balken auf Zeitachse) – kommt in FISI oft dran:
Lastenheft vs. Pflichtenheft:
🔒 Verzugszinsen
| Typ | Zinssatz |
|---|---|
| B2C (Verbraucher) | Basiszins + 5 Prozentpunkte |
| B2B (Unternehmer) | Basiszins + 9 Prozentpunkte |
B2B: Automatischer Verzug 30 Tage nach Faelligkeit + Rechnungszugang (ohne Mahnung).
🌐 Wichtige Ports
| Port | Dienst | Port | Dienst |
|---|---|---|---|
| 20/21 | FTP | 22 | SSH |
| 25 | SMTP | 53 | DNS |
| 67/68 | DHCP | 80 | HTTP |
| 88 | Kerberos | 110 | POP3 |
| 143 | IMAP | 161/162 | SNMP |
| 389 | LDAP | 443 | HTTPS |
| 445 | SMB | 587 | SMTP (Auth) |
| 636 | LDAPS | 993 | IMAPS |
| 3306 | MySQL | 3389 | RDP |
Well-Known: 0-1023 | Registered: 1024-49151 | Dynamic: 49152-65535
🌐 OSI-Modell
| Nr | Schicht | PDU | Geraete | Beispiele |
|---|---|---|---|---|
| 7 | Application | Daten | Proxy, Gateway | HTTP, DNS, SMTP, SSH |
| 6 | Presentation | Daten | – | TLS/SSL, JPEG, ASCII |
| 5 | Session | Daten | – | NetBIOS, RPC, SIP |
| 4 | Transport | Segment | Firewall, LB | TCP, UDP |
| 3 | Network | Paket | Router, L3-Switch | IP, ICMP, OSPF, IPsec |
| 2 | Data Link | Frame | Switch, Bridge | Ethernet, ARP, STP |
| 1 | Physical | Bit | Hub, Repeater | Kabel, Stecker, Signale |
🔄 Backup
| Typ | Sichert | Restore braucht | Groesse |
|---|---|---|---|
| Voll | Alle Daten | Nur Vollbackup | Gross |
| Inkrementell | Aenderungen seit letztem Backup | Voll + ALLE Inkr. | Klein |
| Differentiell | Aenderungen seit letztem Voll | Voll + letztes Diff. | Mittel (waechst) |
3-2-1: 3 Kopien, 2 Medien, 1 Offsite. RPO: Max. Datenverlust. RTO: Max. Wiederherstellungszeit.
🔧 ITIL Kernbegriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Incident | Ungeplante Stoerung – schnell beheben |
| Problem | Unbekannte Ursache – dauerhaft loesen (Root Cause) |
| Change | Geplante Aenderung (Standard/Normal/Emergency) |
| Service Request | Standardanfrage (Passwort-Reset, Software) |
| SLA | Vertrag mit Kunde (Verfuegbarkeit, Zeiten) |
| OLA | Intern zwischen Abteilungen |
| UC | Vertrag mit externem Zulieferer |
Prioritaet = Auswirkung (Impact) x Dringlichkeit (Urgency). L1→L2→L3 Support-Eskalation.
🗂 Normalisierung
| NF | Regel | Verletzt wenn... |
|---|---|---|
| 1NF | Alle Werte atomar | Mehrere Werte in einer Zelle |
| 2NF | Keine partiellen Abhaengigkeiten | Attribut haengt nur von Teil des PK ab |
| 3NF | Keine transitiven Abhaengigkeiten | A→B→C (z.B. PK→PLZ→Ort) |
FK-Regeln: CASCADE (mitloeschen), SET NULL, RESTRICT (verhindern). ERM→RM: 1:n → FK auf n-Seite. n:m → Zwischentabelle.
📊 EPK Elemente
| Element | Form | Beschreibung |
|---|---|---|
| Ereignis | Sechseck | Passiver Zustand ("Antrag eingegangen") |
| Funktion | Abgerundetes Rechteck | Aktive Taetigkeit ("Antrag pruefen") |
| XOR | Kreis mit x | Genau EIN Pfad (Entweder/Oder) |
| AND | Kreis mit + | ALLE Pfade parallel |
| OR | Kreis mit v | Einer oder mehrere Pfade |
Regeln: Beginnt/endet mit Ereignis. Strenge Alternierung (E→F→E→F). XOR-Split → XOR-Join.
🏢 Rechtsformen
| Form | Haftung | Kapital | Typ |
|---|---|---|---|
| GmbH | Beschraenkt (Gesellschaftsverm.) | 25.000 EUR | Kapital |
| AG | Beschraenkt (Aktienkapital) | 50.000 EUR | Kapital |
| OHG | Unbeschraenkt (Privatverm.) | Keins | Person |
| KG | Kompl. unbeschr. / Komm. beschr. | Keins | Person |
| UG | Beschraenkt | Ab 1 EUR | Kapital |
🔒 IT-Sicherheit Kernbegriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| CIA | Confidentiality, Integrity, Availability (3 Schutzziele) |
| Symmetrisch | Gleicher Schluessel (AES) – schnell |
| Asymmetrisch | Schluesselpaar Public/Private (RSA) – sicher |
| Hash | Einweg-Fingerprint (SHA-256) – Integritaet |
| DMZ | Pufferzone fuer oeffentliche Server |
| BSI Grundschutz | Basis-, Standard-, Kern-Absicherung |
DSGVO 72h: Datenpanne melden. Gewaehrleistung: 2 Jahre. Beweislastumkehr: 12 Monate.
Verschlüsselung: symmetrisch vs. asymmetrisch vs. hybrid
Signatur (umgekehrt): mit PRIVATE Key signieren, mit PUBLIC Key prüfen → Echtheit + Integrität. Hash (SHA-256): Einweg, nicht umkehrbar, für Integrität/Passwörter. Diffie-Hellman: sicherer Schlüsselaustausch ohne den Schlüssel zu übertragen.
🖥 Wichtige Linux-Befehle
| Befehl | Funktion |
|---|---|
| chmod 750 datei | Rechte setzen (rwxr-x---) |
| systemctl start/stop/enable | Dienste verwalten |
| ip a / ifconfig | Netzwerk-Interfaces anzeigen |
| ss -tlnp / netstat -tlnp | Offene Ports anzeigen |
| grep -r "text" /pfad/ | Rekursiv in Dateien suchen |
| crontab -e | Cronjobs bearbeiten |
Cron: Min Std Tag Mon WoTag Befehl. Konfig: /etc/ Logs: /var/log/
💻 Wichtige Windows-Befehle
| Befehl | Funktion |
|---|---|
| ipconfig /all | IP, DNS, Gateway, MAC anzeigen |
| ipconfig /flushdns | DNS-Cache leeren |
| nslookup domain.de | DNS-Aufloesung testen |
| netstat -an | Alle Verbindungen + offene Ports |
| tracert ziel | Route zum Ziel verfolgen |
| gpupdate /force | Gruppenrichtlinien neu laden |
| sfc /scannow | Systemdateien pruefen/reparieren |
GPO-Reihenfolge: LSDOU (Local → Site → Domain → OU). Spaetere ueberschreiben fruehere.
📡 DHCP DORA-Prozess
| Schritt | Name | Richtung | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| 1 | Discover | Client → Broadcast | Client sucht DHCP-Server |
| 2 | Offer | Server → Client | Server bietet IP-Konfiguration an |
| 3 | Request | Client → Broadcast | Client akzeptiert Angebot |
| 4 | Acknowledge | Server → Client | Server bestaetigt Vergabe |
Ports: Server=67, Client=68 (UDP). APIPA 169.254.x.x = DHCP nicht erreichbar.
🔗 ARP – IP zu MAC auflösen
ARP (Address Resolution Protocol) ermittelt zu einer bekannten IPv4-Adresse die zugehörige MAC-Adresse im lokalen Netz (Layer 2). Nötig, weil im LAN mit MAC-Adressen zugestellt wird, Anwendungen aber IP-Adressen nutzen.
| Schritt | Nachricht | Ablauf |
|---|---|---|
| 1 | ARP-Request | Broadcast an alle: „Wer hat 192.168.1.20? Sag mir deine MAC." |
| 2 | ARP-Reply | Unicast zurück: „192.168.1.20 ist AA:BB:CC:DD:EE:FF." → landet im ARP-Cache |
- ARP-Cache: Zuordnungen werden zwischengespeichert (
arp -azeigt die Tabelle). - Gratuitous ARP: ARP für die eigene IP – prüft IP-Konflikte und aktualisiert fremde Caches (z.B. nach Failover).
- RARP (veraltet): umgekehrt MAC → IP; heute durch DHCP/BOOTP ersetzt.
- Bei anderem Subnetz: ARP wird für die Gateway-MAC gemacht, nicht für die Ziel-IP (der Router leitet dann weiter).
- IPv6 nutzt kein ARP, sondern NDP (Neighbor Discovery Protocol).
- Sicherheit: ARP-Spoofing/-Poisoning = Angreifer beantwortet Requests mit seiner MAC → Man-in-the-Middle. Schutz: Dynamic ARP Inspection, statische Einträge, Port Security.
OSI: Bindeglied zwischen Schicht 3 (IP) und Schicht 2 (MAC/Ethernet).
🔄 TCP 3-Way-Handshake
| Schritt | Paket | Richtung | Zweck |
|---|---|---|---|
| 1 | SYN | Client → Server | Verbindung anfordern |
| 2 | SYN-ACK | Server → Client | Verbindung bestaetigen + eigene Anfrage |
| 3 | ACK | Client → Server | Bestaetigung → Verbindung steht |
Abbau: FIN → ACK → FIN → ACK (4-Way). TCP: Zuverlaessig, verbindungsorientiert. UDP: Schnell, verbindungslos.
📧 E-Mail Protokolle
| Protokoll | Port | Funktion | Sicher |
|---|---|---|---|
| SMTP | 25/587 | Senden | 465 (SMTPS) |
| POP3 | 110 | Abholen (loescht auf Server) | 995 |
| IMAP | 143 | Synchronisieren (bleibt auf Server) | 993 |
SPF: DNS-Record wer senden darf. DKIM: Digitale Signatur. DMARC: Policy bei SPF/DKIM-Fehler. MTA→MDA→MUA (Transport→Zustellung→Client).
🔀 VLAN
| Typ | Beschreibung |
|---|---|
| Access Port | Gehoert zu einem VLAN (fuer Endgeraete) |
| Trunk Port | Traegt mehrere VLANs (Switch↔Switch, 802.1Q Tag) |
| Inter-VLAN | Routing zwischen VLANs via Router oder L3-Switch |
802.1Q: 4-Byte Tag im Frame (VLAN-ID 1-4094). STP: Verhindert Schleifen. PVID: Default-VLAN eines Ports.
🌍 DNS – Namensauflösung
DNS übersetzt Domainnamen (www.beispiel.de) in IP-Adressen. Ablauf von oben nach unten, bis der zuständige (autoritative) Server antwortet.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Rekursiv | Resolver holt die komplette Antwort für den Client (fragt Root→TLD→autoritativ selbst ab) |
| Iterativ | Server gibt nur den Verweis auf den nächsten zuständigen Server zurück |
| A / AAAA | Name → IPv4 (A) bzw. IPv6 (AAAA) |
| CNAME | Alias auf einen anderen Namen |
| MX | Mailserver der Domain |
| PTR | Reverse-Lookup: IP → Name |
| NS / SOA / TXT | Nameserver / Zonen-Info / Freitext (SPF, DKIM …) |
Port 53 (UDP für Anfragen, TCP für Zone-Transfer). TTL steuert die Cache-Dauer. DNSSEC signiert Antworten gegen Spoofing.
🔁 NAT & PAT
NAT übersetzt private IP-Adressen in öffentliche am Router (spart IPv4-Adressen, verbirgt interne Struktur).
| Art | Zuordnung | Einsatz |
|---|---|---|
| Statisches NAT | 1 privat ↔ 1 öffentlich (fest) | Server dauerhaft erreichbar machen |
| Dynamisches NAT | viele privat ↔ Pool öffentlicher IPs | mehrere öffentliche IPs vorhanden |
| PAT / NAT-Overload | viele privat ↔ 1 öffentlich (per Port unterschieden) | Normalfall im Heim-/Firmenrouter |
Port Forwarding (DNAT): Anfrage von außen auf Port X → interner Server (z.B. öffentliche IP:443 → 192.168.1.10:443). PAT merkt sich pro Verbindung IP+Port in der NAT-Tabelle.
🧭 Routing
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Statisches Routing | Routen manuell eingetragen – einfach, gut für kleine/stabile Netze |
| Dynamisches Routing | Router tauschen Routen automatisch aus (OSPF, RIP, BGP) – skaliert, selbstheilend |
| Default-Route | 0.0.0.0/0 – „alles Unbekannte hierhin" (Richtung Internet-Gateway) |
| Metrik | Kosten einer Route – der niedrigste Wert gewinnt |
| Longest Prefix Match | spezifischste (längste) passende Route wird gewählt |
| OSPF vs. RIP | OSPF: Link-State (Dijkstra, Kosten aus Bandbreite). RIP: Distanzvektor (Hop-Count, max. 15) |
Routing-Tabelle: Zielnetz · Maske · Gateway (Next Hop) · Interface · Metrik. Inter-VLAN: Router-on-a-Stick oder Layer-3-Switch.
☁ Cloud-Modelle
| Modell | Du verwaltest | Provider verwaltet | Beispiel |
|---|---|---|---|
| IaaS | OS, Apps, Daten | Hardware, Netzwerk | AWS EC2, Azure VM |
| PaaS | Apps, Daten | Hardware, OS, Runtime | Azure App Service, Heroku |
| SaaS | Nur Daten/Config | Alles | Microsoft 365, Salesforce |
Hypervisor: Typ 1 = Bare Metal (ESXi, Proxmox). Typ 2 = auf Host-OS (VirtualBox). Container: Teilt Kernel, leichter als VM.
📋 Scrum Kompakt
| Kategorie | Elemente |
|---|---|
| Rollen | Product Owner (WAS), Scrum Master (Prozess), Dev Team (WIE) |
| Artefakte | Product Backlog, Sprint Backlog, Inkrement |
| Events | Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Retrospektive |
Sprint: 2-4 Wochen, fest. Wasserfall: Sequentiell (Analyse→Design→Impl.→Test). Magisches Dreieck: Zeit, Kosten, Qualitaet.
Magisches Dreieck des Projektmanagements:
Beispiel: Schnellere Lieferung (Zeit ↓) → mehr Personal (Kosten ↑) oder weniger Funktionen (Qualitaet ↓).
📊 Kaufvertragsstoerungen
| Stoerung | Vorrangige Rechte | Nachrangige Rechte |
|---|---|---|
| Sachmangel | Nachbesserung ODER Nachlieferung | Ruecktritt, Minderung, Schadensersatz |
| Lieferverzug | Schadensersatz neben Leistung | Nach Nachfrist: Ruecktritt, SE statt Leistung |
| Zahlungsverzug | Verzugszinsen, Mahnkosten | Nach Nachfrist: Ruecktritt, Schadensersatz |
Mahnung: Bei kalendermaessigem Termin nicht noetig (automatisch). B2B-Ruege: Unverzueglich nach Wareneingang (§377 HGB).
🔐 Schutzbedarf (BSI)
| Kategorie | Schadensauswirkung | Beispiel |
|---|---|---|
| Normal | Begrenzt, tolerierbar | Oeffentliche Webseite |
| Hoch | Betraechtlich | Personaldaten, Finanzsystem |
| Sehr Hoch | Existenzbedrohend | Medizingeraete, kritische Infrastruktur |
Schutzziele: Vertraulichkeit, Integritaet, Verfuegbarkeit (CIA). TOMs: Technische + Organisatorische Massnahmen. BSI: Basis-/Standard-/Kern-Absicherung.
👥 Sozialversicherung
| Saeule | Beitrag | Schuetzt vor |
|---|---|---|
| Krankenversicherung | AG + AN ~50/50 | Krankheit |
| Rentenversicherung | AG + AN ~50/50 | Alter, Erwerbsminderung |
| Pflegeversicherung | AG + AN ~50/50 | Pflegebeduerftigkeit |
| Arbeitslosenversicherung | AG + AN ~50/50 | Arbeitslosigkeit |
| Unfallversicherung | NUR Arbeitgeber! | Arbeitsunfall, Berufskrankheit |
🧱 Firewall-Regeln Aufbau
| Feld | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| Quelle | Woher kommt das Paket? | 192.168.1.0/24 oder ANY |
| Ziel | Wohin geht es? | 10.0.1.50 |
| Port | Welcher Dienst? | 443 (HTTPS) |
| Protokoll | TCP oder UDP | TCP |
| Aktion | Erlauben oder Blockieren | ALLOW / DENY |
Default Deny: Letzte Regel = DENY ALL. Stateful: Antwortpakete automatisch erlaubt. First Match: Erste passende Regel gewinnt.
🌐 IPv6 Kurzreferenz
| Typ | Praefix | Beschreibung |
|---|---|---|
| Global Unicast | 2000::/3 | Weltweit routbar (wie oeffentliche IPv4) |
| Link-Local | fe80::/10 | Nur lokal, nicht routbar, automatisch |
| Unique Local | fc00::/7 | Privat (wie 192.168.x.x bei IPv4) |
| Multicast | ff00::/8 | Gruppenadresse |
128 Bit. SLAAC: Autokonfiguration ohne DHCP. Dual Stack: IPv4+IPv6 parallel. NAT64: Uebersetzung IPv6↔IPv4. Kein Broadcast (nur Multicast).
🔑 Kerberos (AD-Login)
| Schritt | Was passiert |
|---|---|
| 1 | User → KDC (AS): Login → erhaelt TGT (Ticket Granting Ticket) |
| 2 | User → KDC (TGS): TGT + "Ich will auf Server X" → erhaelt Service Ticket |
| 3 | User → Server: Service Ticket vorzeigen → Zugriff |
Port 88. Passwort geht nie uebers Netz! Single Sign-On. Max. 5 Min Zeitabweichung (NTP wichtig!).
⚡ USV-Typen
| Typ | Umschaltzeit | Einsatz |
|---|---|---|
| Offline/Standby | 2-10 ms | Einfache PCs |
| Line-Interactive | 2-4 ms | Kleine Server, Netzwerk |
| Online/Double-Conversion | 0 ms | Rechenzentrum, kritische Systeme |
Online-USV: Strom laeuft IMMER ueber Akku → keinerlei Unterbrechung. Teuerste aber sicherste Loesung.
🔑 Top 30 Abkuerzungen
🔢 Zahlensysteme (Binär/Dezimal/Hex)
| Dez | Binär | Hex | Dez | Binär | Hex |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 0000 | 0 | 8 | 1000 | 8 |
| 1 | 0001 | 1 | 9 | 1001 | 9 |
| 2 | 0010 | 2 | 10 | 1010 | A |
| 3 | 0011 | 3 | 11 | 1011 | B |
| 4 | 0100 | 4 | 12 | 1100 | C |
| 5 | 0101 | 5 | 13 | 1101 | D |
| 6 | 0110 | 6 | 14 | 1110 | E |
| 7 | 0111 | 7 | 15 | 1111 | F |
Stellenwerte im Byte (8 Bit):
🌐 IPv4-Adressklassen & private Bereiche
| Klasse | Bereich (1. Oktett) | Standardmaske | Privater Bereich |
|---|---|---|---|
| A | 1–126 | /8 (255.0.0.0) | 10.0.0.0/8 |
| B | 128–191 | /16 (255.255.0.0) | 172.16.0.0–172.31.0.0 |
| C | 192–223 | /24 (255.255.255.0) | 192.168.0.0/16 |
| D | 224–239 | Multicast | – |
| E | 240–255 | reserviert | – |
127.x.x.x = Loopback (localhost). 169.254.x.x = APIPA (kein DHCP erreichbar). CGNAT = 100.64.0.0/10 (Provider-NAT).
📶 WLAN-Standards & Sicherheit
| Standard | Frequenz | Max. Speed (brutto) |
|---|---|---|
| 802.11b | 2,4 GHz | 11 Mbit/s |
| 802.11g | 2,4 GHz | 54 Mbit/s |
| 802.11n (Wi-Fi 4) | 2,4 & 5 GHz | 600 Mbit/s |
| 802.11ac (Wi-Fi 5) | 5 GHz | ~3,5 Gbit/s |
| 802.11ax (Wi-Fi 6) | 2,4 & 5 GHz | ~9,6 Gbit/s |
Sicherheit: WEP (unsicher!) → WPA → WPA2 (AES/CCMP, Standard) → WPA3 (aktuell, sicherer). 2,4 GHz: mehr Reichweite, langsamer, störanfällig. 5 GHz: schneller, weniger Reichweite.
🔄 Backup-Strategien im Vergleich
| Art | Sichert | Speicher | Restore |
|---|---|---|---|
| Vollbackup | alle Daten | hoch | 1 Medium (schnell) |
| Inkrementell | Änderungen seit letztem Backup (egal welches) | gering | Voll + ALLE inkrementellen (langsam) |
| Differenziell | Änderungen seit letztem Vollbackup | mittel (wächst) | Voll + letztes differenzielles (mittel) |
Archivbit: Voll & inkrementell setzen es zurück, differenziell nicht. 3-2-1-Regel: 3 Kopien, 2 Medien, 1 offsite. RPO = max. Datenverlust, RTO = max. Wiederherstellungszeit.
☁ Virtualisierung & Cloud
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Hypervisor Typ 1 | Bare-Metal, direkt auf HW (ESXi, Hyper-V, Proxmox) – performant, Server |
| Hypervisor Typ 2 | auf Host-OS (VirtualBox, VMware Workstation) – Desktop/Test |
| Container | teilt Kernel (Docker) – leichter/schneller als VM |
| IaaS | Infrastruktur (VMs, Storage) – du: OS+Apps (AWS EC2, Azure VM) |
| PaaS | Plattform – du: nur Apps+Daten (App Service, Heroku) |
| SaaS | fertige Software – du: nur nutzen (M365, Salesforce) |
Merksatz: Je "höher" (IaaS→SaaS), desto weniger verwaltest du selbst. Snapshot: Zustand einer VM einfrieren. Cloud-Modelle: Public / Private / Hybrid.
📉 Abschreibung (AfA) & Leasing vs. Kauf
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Lineare AfA | Anschaffungskosten ÷ Nutzungsdauer = jährlicher Betrag |
| Beispiel | Server 6.000 € ÷ 3 Jahre = 2.000 €/Jahr AfA |
| GWG | Geringwertige Wirtschaftsgüter (bis 800 € netto) sofort absetzbar |
| Kauf (CapEx) | Einmalzahlung, Eigentum, AfA über Jahre |
| Leasing (OpEx) | monatliche Rate, Nutzungsrecht, sofort als Betriebsausgabe absetzbar, schont Liquidität |
📜 Vertragsarten im Vergleich
| Vertrag | Geschuldet | § BGB / Beispiel |
|---|---|---|
| Kaufvertrag | Eigentumsübergang gegen Geld | §433 – Hardware kaufen |
| Werkvertrag | ERFOLG (fertiges Werk) | §631 – Software erstellen, Abnahme! |
| Dienstvertrag | TÄTIGKEIT (kein Erfolg) | §611 – Beratung, Support pro Std. |
| Mietvertrag | Nutzungsüberlassung auf Zeit | §535 – Hardware-Miete, Cloud |
Merke: Werkvertrag = Erfolg geschuldet + Abnahme + Gewährleistung. Dienstvertrag = nur Tätigkeit, kein bestimmtes Ergebnis. SLA ist meist Dienstvertrag.
📐 UML-Diagramme – welches wofür?
| Diagramm | Typ | Zeigt |
|---|---|---|
| Klassendiagramm | Struktur | Klassen, Attribute, Methoden, Beziehungen |
| Use-Case-Diagramm | Verhalten | Akteure & Anwendungsfälle (WAS das System kann) |
| Aktivitätsdiagramm | Verhalten | Ablauf/Workflow mit Entscheidungen (wie Flussdiagramm) |
| Sequenzdiagramm | Verhalten | zeitlicher Nachrichtenaustausch zwischen Objekten |
| Zustandsdiagramm | Verhalten | Zustände eines Objekts & Übergänge (Events) |
Beziehungen (Klassendiagramm): Assoziation (kennt), Aggregation ◇ (hat, Teil kann allein existieren), Komposition ◆ (besteht aus, Teil stirbt mit), Vererbung ▷ (ist-ein).
🗄 SQL-Befehle nach Kategorie
| Kategorie | Zweck | Befehle |
|---|---|---|
| DDL | Struktur definieren | CREATE, ALTER, DROP, TRUNCATE |
| DML | Daten ändern | INSERT, UPDATE, DELETE |
| DQL | Daten abfragen | SELECT (mit WHERE, JOIN, GROUP BY, ORDER BY) |
| DCL | Rechte verwalten | GRANT, REVOKE |
| TCL | Transaktionen | COMMIT, ROLLBACK, SAVEPOINT |
JOIN-Arten: INNER (Schnittmenge), LEFT (alle links + Treffer rechts), RIGHT, FULL. Aggregatfunktionen: COUNT, SUM, AVG, MIN, MAX (+ GROUP BY / HAVING).
🌐 HTTP, REST & Datenformate
| HTTP-Methode | Zweck (CRUD) |
|---|---|
| GET | Lesen (Read) – ändert nichts (idempotent) |
| POST | Neu anlegen (Create) |
| PUT / PATCH | Ganz ersetzen / teilweise ändern (Update) |
| DELETE | Löschen (Delete) |
| Statuscode | Bedeutung |
|---|---|
| 2xx (200 OK, 201 Created) | Erfolg |
| 3xx (301, 304) | Umleitung / nicht geändert |
| 4xx (400, 401, 403, 404) | Client-Fehler (falsche Anfrage, keine Auth, verboten, nicht gefunden) |
| 5xx (500, 502, 503) | Server-Fehler |
REST: zustandslos, Ressourcen über URLs, Standard-HTTP-Methoden, meist JSON. JSON (schlank, JS-nah) vs. XML (streng, Schema/Namespaces, mit XSD validierbar). API: definierte Schnittstelle zwischen Systemen.
🧪 Testverfahren (QS)
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Blackbox | Test ohne Kenntnis des Codes – nur Ein-/Ausgabe (Fachtest) |
| Whitebox | Test mit Kenntnis des Codes – Pfade/Zweige (Entwicklertest) |
| Äquivalenzklassen | Eingaben in Gruppen mit gleichem Verhalten → 1 Wert pro Klasse testen |
| Grenzwertanalyse | an den Rändern testen (min-1, min, max, max+1) – dort sind die meisten Fehler |
| Regressionstest | nach Änderung: prüfen ob bisher Funktionierendes noch läuft |
| TDD | Test-Driven Development: erst Test schreiben, dann Code (Red-Green-Refactor) |
🧬 OOP-Prinzipien, SOLID & Patterns
| OOP-Prinzip | Bedeutung |
|---|---|
| Kapselung | Daten + Methoden bündeln, Zugriff über Schnittstelle (private/public) |
| Vererbung | Unterklasse erbt von Oberklasse (ist-ein-Beziehung) |
| Polymorphie | gleiche Methode, unterschiedliches Verhalten je Klasse (Überschreiben) |
| Abstraktion | nur Wesentliches modellieren (abstrakte Klassen/Interfaces) |
SOLID (Design-Prinzipien):
- Single Responsibility – eine Klasse, eine Aufgabe
- Open/Closed – offen für Erweiterung, geschlossen für Änderung
- Liskov – Unterklasse muss Oberklasse ersetzen können
- Interface Segregation – viele kleine statt einem großen Interface
- Dependency Inversion – von Abstraktionen abhängen, nicht von konkreten Klassen
| Design Pattern | Zweck |
|---|---|
| Singleton | genau eine Instanz einer Klasse (z.B. Konfiguration) |
| Factory | Objekterzeugung kapseln (welche Klasse entsteht, entscheidet die Factory) |
| Observer | Beobachter werden bei Änderung automatisch benachrichtigt (Event/Listener) |
| MVC | Trennung Model (Daten) / View (Darstellung) / Controller (Logik) |
📝 Szenario-Trainer
Prüfungsnahe Freitext-Aufgaben: Lies das Szenario, formuliere deine Antwort, dann vergleiche mit der Musterlösung.
📋 So funktioniert der Szenario-Trainer
- Du bekommst ein realitätsnahes IT-Szenario (wie in der AP2)
- Formuliere deine Antwort selbstständig im Textfeld
- Vergleiche mit der Musterlösung und lerne die Erwartungen kennen
- Übe das Begründen und Formulieren – eine Kernkompetenz der AP2
💡 Tipp: In der echten Prüfung zählt die Begründung mehr als die reine Antwort!
🗄️ SQL-Trainer
Übe SQL-Abfragen wie in der AP2. Tippe die Lösung ein und prüfe dein Ergebnis.
📋 Übungstypen
- SELECT – Daten abfragen mit WHERE, ORDER BY, LIMIT
- JOIN – Tabellen verknüpfen (INNER, LEFT)
- GROUP BY + HAVING – Aggregatfunktionen (COUNT, SUM, AVG, MAX)
- CREATE TABLE – Tabellen anlegen mit Datentypen und Keys
- INSERT / UPDATE / DELETE – Daten manipulieren
📐 Netzplan-Rechner
Übe die Vorwärts- und Rückwärtsrechnung. Berechne FAZ, FEZ, SAZ, SEZ und finde den kritischen Pfad.
📐 So funktioniert der Netzplan
Vorwärtsrechnung: FAZ = max(FEZ aller Vorgänger), FEZ = FAZ + Dauer
Rückwärtsrechnung: SEZ = min(SAZ aller Nachfolger), SAZ = SEZ - Dauer
Gesamtpuffer: GP = SAZ - FAZ (oder SEZ - FEZ)
Kritischer Pfad: Alle Vorgänge mit GP = 0
🐛 Code-Debugger
Finde und korrigiere Fehler in Pseudocode-Snippets – genau wie in der AP2 GA1.
🐛 Typische Aufgaben
- Array-Durchlauf: Maximum/Minimum finden
- Schleifen-Fehler: Falsche Grenzen, Off-by-One
- Variablen-Verwechslung: Falsche Zuweisung
- Programmausgabe vorhersagen: Was gibt der Code aus?
- Fehlende Initialisierung oder falsche Bedingung
🏆 Achievements
Schalte Badges frei durch Lernfortschritt.
⚔️ Endlos-Dungeon
Roguelike-Bosskampf – kämpfe dich durch Etagen, sammle Buffs und überlebe so lange wie möglich!
⚔️ Endlos-Dungeon – Roguelike
- Du startest mit 100 HP
- Kämpfe dich durch Etagen mit steigender Schwierigkeit
- Nach jedem Boss: Wähle 1 von 3 Buffs
- Zwischen Etagen: Events, Shops & Elite-Gegner
- Sammle Reliquien für permanente Boni im Run
- Bosse haben Spezialfähigkeiten & Phasen
- Stirbst du → Permadeath. Neuer Run.
⚔️ Klasse wählen
⚙️ Dungeon-Optionen
📚 Fragenpool:
🏆 Highscore: Etage 0
🐾 Begleiter wählen
🌳 Skill-Tree (permanent pro Klasse)
🏅 Challenge-Runs (optional)